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06053 802-0
 

Informationen zum Corona-Virus

Corona-Bürgertelefon der Stadt Wächtersbach

Für Informationen zur Corona-Pandemie hat die Stadt Wächtersbach nur ein Corona-Bürgertelefon eingerichtet. Mit diesem Service möchten wir die Bürgerschaft bei Fragen zu Gesundheit, Risikogebieten, Kinderbetreuung, Einkaufshilfe, Wirtschaft und möglichen weiteren Problemen koordinieren und unterstützen.


Corona-Bürgertelefon

06053 802-52

 

Sprechzeiten

Mo - Fr. 9 - 18 Uhr | Sa - So 9 - 15 Uhr

 

Wichtige Antworten auf Fragen zum Corona-Virus erhalten Sie rund um die Uhr auf der Internetseite „CoroNetz“ des Main-Kinzig-Kreises oder auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes oder auf unseren Sonderseiten. Im Coronetz gibt es die Informationn auch in verschiedenen Fremdsprachen.

Darüber hinaus gibt es eine Hotline des Landes Hessen, die täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800 5554666 erreichbar ist. Das Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises ist von montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr unter 06051 85-10000 weiterhin geschaltet.
 

Rathaus geschlossen - Ansprechpartner

Das Rathaus der Stadt Wächtersbach ist seit Montag, 16.03.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Anfragen an die Verwaltung und Termine sollen per Telefon oder auf elektronischem Wege erfolgen bzw. wahrgenommen werden. Ansprechpartner mit Kontaktdaten und Dienstleistungen finden Sie in unserem Organigramm, über die Rubrik "Was erledige ich wo?" oder über Such-Funktion. Unvermeidliche Notfälle und dringende Erfordernisse im Einzelfall, die ein persönliches Erscheinen erfordern (z.B. Beurkundung von Sterbefällen, dringende Pass-Angelegenheiten o.ä.), bleiben davon ausgenommen. Für diese Anliegen ist zwingend ein Termin mit den zuständigen Personen zu vereinbaren.

 

Kita-Notbetreuung

Es gilt ein Betreuungsverbot für alle Kitas und für die Kindertagespflege (Tagesmütter). Wer in einem besonders systemrelevanten Beruf arbeitet, kann aber eine Kita-Notbetreuung beantragen. Der Arbeitgeber muss zudem den systemrelevanten Beruf schriftlich bestätigen.

→ Antrag auf Kita-Notbetreuung, → Arbeitgeberbestätigung für systemrelevanten Beruf

 

Aktuelle Informationen zum Ausdrucken

Für Menschen ohne Internetzugang verteilt die Stadt Wächtersbach aktuelle Informationen über die Heimatzeitung. Da die Heimatzeitung nur alle zwei Wochen erscheint, wird darum gebeten, diese Informationen für Verwandte, Freunde und Bekannte ohne Internetanschluss auszudrucken und diesen in den Briefkasten zu werfen. Die Informationen stehen derzeit in deutscher und russischer Sprache zur Verfügung. Weitere Sprachen folgen.

 

→ Infos der Stadt Wächtersbach (deutsch) - aktualisiert am 25.03.2020
→ Infos der Stadt Wächtersbach (russisch) - aktualisiert am 25.03.2020

→ Infos der Stadt Wächtersbach (türkisch) - aktualisiert am 25.03.2020


Aktuelle Meldungen

Auch für Schüler: Notbetreuung in den Osterferien, am Wochenende und an den Feiertagen

(28.03.2020)

Auch für Schüler deren Eltern in der medizinischen und pflegerischen Versorgung tätig sind, besteht ab 04.04.2020 gegebenenfalls ein Anspruch auf erweiterte Notbetreuung in der Schule.

Die erweiterte Notbetreuung an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ist beschränkt auf die Personengruppen der Kranken- und Gesundheitsversorgung sowie der Rettungsdienste (s. Antragsformular unten). Als weitere Voraussetzungen für die Teilnahme an der Notbetreuung an Wochenenden und den Feiertagen müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Alleinerziehend oder
  • der andere Elternteil ist ebenfalls in einem der (weiteren) Schlüsselberufe der 2. Corona-Bekämpfungsverordnung tätig und zeitgleich im Einsatz, d. h. die Kinderbetreuung kann innerhalb des unmittelbar familiären Kontextes nicht sichergestellt werden.
  • Die Kinder müssen die Infektionsschutzkriterien gem. Antragsformular (s. unten) erfüllen.
     

Die Anträge auf erweiterte Notbetreuung sind an die jeweilige Schulleitung zu stellen.

Foto zur Meldung: Auch für Schüler: Notbetreuung in den Osterferien, am Wochenende und an den Feiertagen
Foto: Auch für Schüler: Notbetreuung in den Osterferien, am Wochenende und an den Feiertagen

Infos zur Kindernotbetreuung in den Osterferien, am Wochenende und an den Feiertagen

(28.03.2020)

Um für den weiteren Verlauf in der Corona-Krise personell gut gerüstet zu sein, ist es erforderlich, dass die Betreuung von Kindern, deren Eltern in der medizinischen und pflegerischen Versorgung tätig sind, gesichert ist.

 

Das Land Hessen hat sich daher mit den kommunalen Spitzenverbänden darauf verständigt, dass ab dem 04.04.2020 auch in den Osterferien sowie notfalls an Wochenenden und an Feiertagen eine Kindernotbetreuung sichergestellt wird. Für diese Notbetreuung gelten jedoch besondere Regelungen:

 

  • Beide Elternteile müssen zwingend in einem der unten aufgeführten Schlüsselberufe tätig sein.
  • Beide Elternteile müssen zeitgleich im beruflichen Einsatz sein.
  • Die Eltern können die erforderliche Kinderbetreuung nicht innerhalb des privaten Kontextes sicherstellen.
  • Die Kinder müssen die Infektionsschutzkriterien erfüllen.

 

Anspruch auf diese Notbetreuung besteht ausschließlich für Berufe im Rettungsdienst und Gesundheitswesen. Außerdem kann es sein, dass Betreuung auch von einer Kita außerhalb von Wächtersbach übernommen wird.

 

Es ist unbedingt zu beachten, dass es sich bei der Kindernotbetreuung an Wochenenden und Feiertagen um die absolute Ausnahme handeln muss. Wo immer möglich, sollten Schichtplangestaltung so abgestimmt werden, dass die Situation der Notbetreuung möglichst vermieden werden kann.

 

Die Anmeldung erfolgt über die jeweilige Kita-Leitung, wobei die notwendigen Unterlagen (Anmeldebogen, Bescheinigung des Arbeitgebers) zwingend vorzulegen sind. Näheres kann dem unten aufgeführten Informationsblatt entnommen werden.

Foto zur Meldung: Infos zur Kindernotbetreuung in den Osterferien, am Wochenende und an den Feiertagen
Foto: Infos zur Kindernotbetreuung in den Osterferien, am Wochenende und an den Feiertagen

Magistrat beschließt Hilfen für Kita-Eltern und Unternehmen

(27.03.2020)

„Das Corona-Virus hat von heute auf morgen die Welt verändert und viele Maßnahmen mussten getroffen werden, um die Verbreitung des Virus so gut wie möglich einzudämmen“, sagt Bürgermeister Andreas Weiher. Eine Maßnahme davon war die Schließung der Kitas mit einem streng reglementierten Notbetrieb für Eltern systemrelevanter Berufe. Da die Familien vielfach von den alltäglichen Einschränkungen betroffen sind, hat der Magistrat der Stadt Wächtersbach in seiner letzten Sitzung zur finanziellen Entlastung beschlossen, die Kita-Gebühren für den Monat April nicht zu erheben. Bürgermeister Andreas Weiher begrüßt diese Entscheidung sehr, verbunden mit dem Hinweis, dass selbstverständlich auch keine Verpflegungskosten erhoben werden. Als weitere Soforthilfe für Unternehmen, die durch Corona in finanzielle Nöte gekommen sind, hat der Magistrat beschlossen, diesen die Gewerbesteuervorauszahlung bis auf weiteres zinslos zu stunden oder Ratenzahlungen zu vereinbaren. Notwendige Anträge sind auf der Homepage der Stadt Wächtersbach abrufbar. Für besondere Fragen steht der Kassenleiter, Thomas Weidner, unter der Telefon-Nummer 06053 802-27 zur Verfügung. „Auch dies ist eine mögliche Soforthilfe seitens der Stadt, um das Schlimmste für die Unternehmerinnen und Unternehmer abzuwenden. Weitergehende Hilfen und Anträge sollten über die IHK oder die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises gestellt werden. Eine ideale Hilfe dazu ist im Internet unter www.mkk.de/aktuelles/corona/coronetz.html abrufbar“, so Erster Stadtrat Oliver Peetz. Der Magistrat und die Stadtverwaltung veranlassen, trotz reduziertem Personal, für alle Lebensbereiche, im Rahmen des Möglichen, Hilfe und Unterstützung für alle gesellschaftlichen Gruppen. Aber letztlich wird nur durch Gemeinsinn, Toleranz und gegenseitiger Hilfe die Corona-Krise zu bewältigen sein. „Von daher bin ich besonders froh, dass die Kirchen und einige Vereine, z. B. die Einkaufshilfe für ältere oder kranke Menschen übernehmen. Dies ist ein ganz wichtiger Beitrag dazu, dass Menschen, die gefährdet oder erkrankt sind, wirklich zu Hause bleiben und somit das Virus weder weiterverbreiten noch übertragen bekommen können. Die Einkaufshilfe ist, wie andere Informationen, über das Bürgertelefon unter der Telefon-Nummer 06053 802-52 montags bis freitags von 9 – 18 Uhr und samstags und sonntags von 9 – 15 Uhr erreichbar. Nur wenn jeder seinen eigenen, individuellen Beitrag, vom Zuhausebleiben über die Einkaufshilfe oder auch die täglich notwendige Verrichtung am Arbeitsplatz leistet, wird es uns gelingen, mit möglichst wenigen Infektionen die Situation zu meistern und alsbald wieder zu dem zurückzukehren, was wir bisher als Normalität bezeichnet haben“, so der Appell von Bürgermeister Andreas Weiher.

Foto zur Meldung: Magistrat beschließt Hilfen für Kita-Eltern und Unternehmen
Foto: Magistrat beschließt Hilfen für Kita-Eltern und Unternehmen

Kita Abenteuerland in Hesseldorf näht Mundschutzmasken für die Main-Kinzig-Kliniken

(26.03.2020)

Aufgrund der Corona-Krise gibt es derzeit auch in den Kindertagesstätten freie Kapazitäten. So wurde eine Mitarbeiterin der Kita Abenteuerland in Hesseldorf, Frau Kerstin Rode, von ihrer ehemaligen Kollegin aus den Main-Kinzig-Kliniken gefragt, ob sie die Möglichkeit hätte, Mundschutzmasken für die Klinik zu nähen. In Absprache mit der Leiterin der Kita, Frau Bärbel Neiter, nähen nun einige aktuell freigestellte Mitarbeiterinnen der Kita Hesseldorf aus bunten Reststoffen dreilagige Mundschutzmasken für die Klinik. Die Masken sind bei 60 Grad waschbar und werden, wie auch die Arbeitskleidung der Klinik, von der Firma Heinzelmännchen gereinigt. Frau Neiter betont, dass dies ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten ist, gerade für Ärzte und Kliniken. Daneben ist es auch für die freigestellten Mitarbeiterinnen eine sehr sinnvolle Aufgabe und äußerst nachahmenswert.

Foto zur Meldung: Kita Abenteuerland in Hesseldorf näht Mundschutzmasken für die Main-Kinzig-Kliniken
Foto: vorne Frau Lena Kersten u. hinten Frau Kerstin Rode

Hinweise zur häuslichen Isolierung bei Corona-Infektion

(26.03.2020)

Bei einer Infektion mit dem Corona-Virus wird vom Gesundheitsamt die häusliche Isolierung angeordnet, um die Weiterverbreitung des neuartigen Virus zu verhindern.

Das Robert-Koch-Institut gibt Hinweise, was die häusliche Isolierung für die Betroffenen bedeutet und wie sich Patienten in Sachen "Kontakt zu anderen", "Hygiene", "Reinigung", "Abfallentsorgung" und "Gesundheitsliche Beschwerden" verhalten sollten, um sich und andere nicht zu schützen.

 

Die Hinweisen stehen unten zum Download zur Verfügung.

Foto zur Meldung: Hinweise zur häuslichen Isolierung bei Corona-Infektion
Foto: Hinweise zur häuslichen Isolierung bei Corona-Infektion

Corona-Virus: Kein Kontaktverbot bei Blutspenden!

(25.03.2020)

Nach der letzten Verordnung sind Aufenthalte in der Öffentlichkeit nur noch zu zweit erlaubt. Außerdem ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.

 

Dieses Kontaktverbot gilt aber ganz bewusst nicht bei Blutspenden, die in der Verordnung ausdrücklich vom Kontaktverbot ausgeschlossen wurden.


Blutspenden werden gerade jetzt aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus und der ansteigenden Anzahl von Erkrankungen dringend gebraucht. Das Deutsche Rote Kreuz ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger zum Blutspenden auf, um den steigenden Bedarf zu decken.

Nächster Termin in Wächtersbach:

Dienstag, 31.03.2020 - 16:15 - 20:30 Uhr
Friedrich-August-Genth-Schule
Gelnhäuser Str. 7, 63607 Wächtersbach
 
Weitere Termine im MKK können der DRK-Seite (s. Link) entnommen werden.

Foto zur Meldung: Corona-Virus: Kein Kontaktverbot bei Blutspenden!
Foto: Info

Online-Markplatz für Lieferservice

(24.03.2020)

Gerade in Zeiten von Corona gibt es Geschäfte und Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis, die mit entsprechender Unterstützung weiter ihre Waren anbieten wollen.  Für diese Einzelhändler hat der Main-Kinzig-Kreis über seine Pressestelle und die Wirtschaftsförderung eine „Versorgungsdatenbank“ entwickelt, die einfach aber wirkungsvoll vernetzen soll. Mit diesem Pilotprojekt soll dafür gesorgt werden, dass die Anbieter in Zeiten von Corona von den Kundinnen und Kunden auch gefunden werden.

 

Der Markplatz ist unter den u.g. Link zu erreichen. Dorf finden Sie auch ein Online-Fomular zur Meldung ihres Lieferservices.

Foto zur Meldung: Online-Markplatz für Lieferservice
Foto: Online-Markplatz für Lieferservice

Bürgermeister Weiher rügt Hamsterkäufe

(23.03.2020)

Das Hamstern führe im Kampf gegen das Virus nur zu zusätzlichen Problemen. Wer etwa wirklich ein bestimmtes Produkt benötigt und dafür drei oder vier Geschäfte abfahren muss, weil die Hamsterer die Regale leergeräumt haben, belaste nicht nur die Umwelt, sondern erhöhe zwangsläufig seine Kontakte zu anderen Menschen. „Aber gerade das soll ja vermieden werden“, so Bürgermeister Andreas Weiher. „Es gibt keinen Grund, Angst davor zu haben, dass Menschen in Deutschland wegen der Corona-Krise hungern müssen oder nicht genügend Papier für den Allerwertesten haben“, so Bürgermeister Andreas Weiher, der sich über das Verhalten mancher Zeitgenossen nur wundern kann.  „Wer seinen Einkaufswagen unverhältnismäßig vollpackt, handelt nicht nur dumm und verantwortungslos, sondern schadet auch der Gemeinschaft.“, so Bürgermeister Andreas Weiher in einer Presseerklärung.

Inzwischen sind die Handelsunternehmen auch seitens der Stadt Wächtersbach angewiesen worden, Waren nur noch in haushaltsüblichen Mengen abzugeben.  

Durch Hamsterkäufe entstünden erst die eigentlichen Probleme. Leere Regale sind kein Beweis einer unzureichenden Versorgungslage, sondern einer abgestimmten Logistik, die nicht so schnell auf ein völlig irrationales Verhalten von Verbrauchern reagieren kann. Supermärkte und Discounter würden nach einem ausgefeilten System und aufgrund jahrelanger Erfahrungswerte quasi „bedarfsgerecht“ beliefert. Deutschland sei Dank seiner leistungsfähigen Landwirtschaft in der Lage, sich selbst zu versorgen. Abgesehen davon habe die Bundesrepublik riesige Lagermengen zum Beispiel an Grundnahrungsmitteln, auf die bisher selbst in schwierigsten Situationen in Deutschland noch nie zurückgegriffen werden musste.
Weiher denkt im Zusammenhang mit den Hamsterkäufen auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäften. „Sie leisten bereits einen großartigen Dienst bei der Versorgung der Bevölkerung“, so der Bürgermeister, „man sollte ihnen das Leben nicht noch dadurch erschweren, dass sie permanent Regale neu auffüllen müssen.“ Es sei doch völlig widersinnig, wenn Produkte in den Geschäften fehlen, die sich zuhause in den Wohnungen stapeln.
Die für die Versorgung wichtigen Geschäfte würden auf jeden Fall geöffnet bleiben, teilweise würden die Öffnungszeiten sogar ausgeweitet. Und wer sich beim Einkaufen an die Empfehlungen der Behörden halte, zum Beispiel an der Kasse einen Mindestabstand zum Nachbarn einzuhalten und sich regelmäßig - auch nach dem Einkauf – die Hände zu waschen, der minimiere das Risiko für sich und andere.
Für die Stadt Wächtersbach stünde zudem eine „Einkaufshilfe“ zur Verfügung. Mit ihr sollen vor allem Personen versorgt werden, die selbst nicht einkaufen gehen können oder sich in Quarantäne befinden. Erreichbar ist die Einkaufshilfe unter der Corona-Bürgertelefonnummer 06053 802-52. Durchgeführt wird der Einkaufsservice von den beiden Kirchen (Evangelische Gemeinde Tel. 707780, Katholische Kirche Tel. 1573) und einigen Vereinen sowie dem „Mittelpunkt“ in Aufenau (Tel. 1530). „Ich danke sehr, dass sich hier einmal mehr diese Ehrenamtler mit Herz und Verstand gefunden haben und uns allen nun mit ihrer Hilfe zur Seite stehen. Statt Hamsterkäufen und Panik ist jetzt Vernunft und vor allem Gemeinsinn gefragt. Die ganze Welt führt einen Kampf gegen das Corona-Virus. Wir sollten keinen Kampf untereinander führen“, so Bürgermeister Andreas Weiher abschließend.

Foto zur Meldung: Bürgermeister Weiher rügt Hamsterkäufe
Foto: Bürgermeister Weiher rügt Hamsterkäufe

Ab Montag: Besucher- und Mengenbeschränkungen in Wächtersbach

(23.03.2020)

Seit Montag, 23.03.2020 gilt in Geschäften in Wächtersbach eine Besucherzahlbeschränkung, bei der sich pro 20 m² Verkaufsfläche nur eine Person gleichzeitig im Verkaufs- bzw. Geschäftsraum aufhalten darf (z.B. 800 m² = 40 Person gleichzeitig). Die Zahl der Einkaufwagen wird darüber hinaus auf die maximale Personenzahl begrenzt. Jeder Kunde darf maximal einen Einkaufswagen nutzen.

 

Ebenso wurde angeordnet, dass Waren nur noch in einem haushaltsüblichen Umfang an Kunden abgegeben werden dürfen.

 

Mit diesen Maßnahmen soll eine weitere Verschiebung der Infektionen erreicht und Hamsterkäufen vorgebeugt werden.

 

Die sonstigen Regelungen können der Allgemeinverfügung vom 23.03.2020 (s. unten) entnommen werden.

Foto zur Meldung: Ab Montag: Besucher- und Mengenbeschränkungen in Wächtersbach
Foto: Ab Montag: Besucher- und Mengenbeschränkungen in Wächtersbach

Ab Sonntag: Maximal 2 Personen in der Öffentlichkeit, Familien ausgenommen.

(22.03.2020)

Nach der heute erlassenen Verordnung der Hessischen Landesregierung dürfen sich Personen seit Sonntagabend, 22.03.2020 nur noch alleine bzw. mit max. einer weiteren Person in der Öffentlichkeit aufhalten und bewegen. Für Familien oder andere, die im eigenen Haushalt leben, gilt dies nicht; auch nicht für Zusammenkünfte, die aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen oder betreuungsrelevanten Gründen notwendig sind.

 

Gemeinsames Feiern, Grillen, Picknicken und Ähnliches ist jedoch untersagt, unabhängig von, wie viele Personen daran teilnehmen.

 

Bei Begegnungen mit anderen Personen ist nach wie vor ein Abstand von mindstens 1,5 einzuhalten.

 

Weitere Änderungen können der angefügten Verordnung entnommen werden.

Foto zur Meldung: Ab Sonntag: Maximal 2 Personen in der Öffentlichkeit, Familien ausgenommen.
Foto: Ab Sonntag: Maximal 2 Personen in der Öffentlichkeit, Familien ausgenommen.

Ab Sonntag: Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios, kosmetische Fußpflege und Frisöre sind geschlossen

(22.03.2020)

Der Main-Kinzig-Kreis hat seine Allgemeinverfügung weiter angepasst, sodass seit 22.03.2020 auch folgende Geschäfte zu schließen sind:

 

  • Kosmetikstudios
  • Nagelstudios
  • Tattoostudios
  • kosmetische Fußpflegepraxen
  • Frisörgeschäfte

 

Nicht zu schließen sind Physiotherapiepraxen, medizinische Fußpflegepraxen und gleichartige medizinische Dienstleister.

 

Die Allgemeinverfügung steht unten zum Download zur Verfügung.

Foto zur Meldung: Ab Sonntag: Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios, kosmetische Fußpflege und Frisöre sind geschlossen
Foto: Ab Sonntag: Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios, kosmetische Fußpflege und Frisöre sind geschlossen

Ab Samstag: Restaurants geschlossen, Versammlungen auf max. 5 Personen beschränkt

(20.03.2020)

Die Hessische Landesregierung hat am Freitag in einer Sonder-Kabinettssitzung weitere Maßnahmen beschlossen, um soziale Kontakte und das direkte Aufeinandertreffen von Bürgerinnen und Bürger weiter zu reduzieren. Die bisherige Obergrenze für Versammlungen von bislang 100 Personen wird ab Samstag, 21.03.2020 – 12 Uhr auf fünf Personen reduziert. Außerdem werden Restaurants und Gaststätten ab Samstag, 12 Uhr, in Hessen geschlossen. Lieferservice und Abholungen von Speisen ist jedoch nach wie vor möglich. "Oberstes Ziel ist weiterhin, die Gesundheit der Menschen in Hessen zu schützen und die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen", erklärte Regierungssprecher Staatssekretär Michael Bußer in Wiesbaden.

 

Die Anpassungsverordnung vom 20.03.2020 steht unten zum Download zur Verfügung.

Foto zur Meldung: Ab Samstag: Restaurants geschlossen, Versammlungen auf max. 5 Personen beschränkt
Foto: Ab Samstag: Restaurants geschlossen, Versammlungen auf max. 5 Personen beschränkt

Wächtersbach schaltet Telefon-Hotline

(19.03.2020)

Fragen zur Corona-Pandemie

Ab Freitag, 20. März sind telefonisch Informationen zur Corona-Pandemie in der Stadtverwaltung Wächtersbach abrufbar. Die Stadt Wächtersbach will die Bürgerschaft bei Fragen zu Gesundheit, Risikogebieten, Kinderbetreuung, Einkaufshilfe, Wirtschaft und möglichen weiteren Problemen koordinieren und unterstützen. 

Die Hotline ist unter der Nummer 06053 802-52 montags bis freitags von 09:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags und sonntags von 09:00 bis 15:00 Uhr erreichbar.

Foto zur Meldung: Wächtersbach schaltet Telefon-Hotline
Foto: Wächtersbach schaltet Telefon-Hotline

Ab Mittwoch: Schließung von Freizeit-Einrichtungen, Verbot von Zusammenkünften, Einzel- und Großhandel bleiben geöffnet

(16.03.2020)

Am kommenden Mittwoch, 18. März 2020 treten weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Infektionen in Kraft. Diese wurden heute zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefs der Bundesländer vereinbart. Hier die wichtigsten Maßnahmen:
 

Einzel- und Großhandel bleiben geöffnet

Lebensmittel- und Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Banken usw. bleiben weiterhin geöffnet. Vielmehr werden auch die Sonntagsverkaufsverbote werden bis auf weiteres grundsätzlich ausgesetzt. Ebenfalls bleibt der Großhandel weiterhin geöffnet. Die Auslieferung von Waren und Essen wird weiterhin ermöglicht. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Dadurch soll die Versorgung der Bevölkerung trotz Ausbreitung des Corona-Virus und notwendiger weitreichender Maßnahmen sichergestellt werden.
 

Folgende Freizeit-Einrichtungen werden geschlossen

  • Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen
  • Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen
  • alle weiteren, nicht an anderer Stelle dieses Papiers genannten Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center
  • Spielplätze.
     

Folgende Zusammenkünfte sind verboten

  • Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.

 

Die ganze Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland können Sie unter diesem Link aufrufen.

Update vom 18.03.2020
Die aus der Vereinbarung resultierende Verordnung der hessischen Landesregierung wurde unten zum Download hinzugefügt.

Foto zur Meldung: Ab Mittwoch: Schließung von Freizeit-Einrichtungen, Verbot von Zusammenkünften, Einzel- und Großhandel bleiben geöffnet
Foto: Ab Mittwoch: Schließung von Freizeit-Einrichtungen, Verbot von Zusammenkünften, Einzel- und Großhandel bleiben geöffnet

Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises vom 16.03.2020

(16.03.2020)

Die Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises wird ihre Dienstzeiten an die aktuelle Situation anpassen und Maßnahmen zur Reduzierung der Kundenkontakte auf den Weg bringen. „Wir müssen vermeiden, dass wir am Ende eine große Zahl von infizierten Kolleginnen und Kollegen nach Hause schicken und dadurch nicht mehr arbeitsfähig sind. Oberstes Ziel ist es, neben der Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung die Sicherstellung der staatlichen Infrastruktur auf allen Ebenen für einen langen Zeitraum zu sichern“, erläutert Landrat Thorsten Stolz die Entscheidung mit Blick auf die aktuelle Situation. Auch zahlreiche Rathäuser im Main-Kinzig-Kreis haben zum Schutz vor dem Coronavirus ihre Öffnungszeiten deutlich reduziert. Die Details zu den Einschränkungen sowie alternativen Serviceangeboten in der Kreisverwaltung werden im Laufe des Dienstag veröffentlicht.

Am Montag und Dienstag wird die Verwaltung zunächst noch die Folgen der Schließung der 100 Schulen sowie der Kinderbetreuungseinrichtungen schwerpunktmäßig abwickeln und organisieren. Hier war unter anderem das Jugendamt in hohem Maße gefordert.

In der Kreisverwaltung sind nahezu alle Bereiche von den notwendigen Einschränkungen betroffen. So wird die Zulassungsstelle ihre Dienste weitgehend reduzieren und die Antragswege verändern. Die Zulassungsstelle in Schlüchtern ist bereits geschlossen, in anderen Bereichen wird nur noch mit telefonischer Terminvergabe oder ganz ohne Kundenkontakt gearbeitet. Vor diesem Hintergrund gilt der Hinweis an die Bürgerinnen und Bürger, dass nur noch dringende Anliegen angenommen werden. Es wird auf den elektronischen Weg beziehungsweise die telefonische Kontaktaufnahme verwiesen.

„Wir folgen damit dem allgemeinen Vorgehen, die direkten Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Frei werdendes Personal wird in die jetzt besonders belasteten Bereiche wie das Gesundheitsamt oder das Bürgertelefon umgesetzt.

Der Main-Kinzig-Kreis hatte bereits in den vergangenen Tagen Allgemeinverfügungen herausgegeben, wonach öffentliche und private Veranstaltungen weitgehend untersagt sind. Darüber hinaus empfahl der Kreis für alle weiteren Feste und Versammlungen, kritisch zu prüfen, ob sie nicht abgesagt oder verschoben werden können. Der Main-Kinzig-Kreis selbst hatte vergangene Woche für seine Veranstaltungen verfügt, sie bis auf weiteres abzusagen beziehungsweise zu verschieben. Das umfasste für diese Woche beispielsweise die Kreissportlerehrung sowie die Begleitveranstaltung zur laufenden Ausstellung „Was heißt schon alt?“

Die meisten politischen Gremien auf Kreisebene haben ohnehin Sitzungspause bis Anfang Mai. Die nächste Kreistagsitzung ist für 15. Mai vorgesehen. Nur eine für den 26. März angesetzte Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft ist abgesagt worden. Über die kommenden Termine wird dann voraussichtlich im April entschieden.

„Wir befinden uns in der dynamischen Situation, jetzt neben der Testung von Verdachtsfällen, der Rückverfolgung der Fälle und der Anordnung häuslicher Isolierung an die Bürgerinnen und Bürger zu appellieren, verantwortlich zu handeln. Jeder muss mit dazu beitragen für das gemeinsame Ziel, diejenigen zu schützen, für die Covid-19 lebensbedrohlich wird. Am Ende geht es darum, soziale Kontakte drastisch zu reduzieren“, teilt der Kreisausschuss mit.

Der Main-Kinzig-Kreis bedankt sich bei allen Kliniken im Kreisgebiet, in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern, sich ebenfalls auf die ständig verändernde Lage einzustellen. Die Krankenhäuser seien gut aufgestellt und passten ihre Kapazitäten in Absprache mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst weiter an.

Derweil steigt die Zahl der betroffenen Personen im Main-Kinzig-Kreis weiter an. Am Montag sind dem Gesundheitsamt 3 neue Fälle von Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Darunter fallen ein Mann aus Bruchköbel (Jahrgang 1973), ein Mann aus Ronneburg (Jahrgang 1980) sowie ein Mann aus Bad Soden-Salmünster (Jahrgang 1981), für die nun häusliche Isolierung angeordnet wurde. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle seit dem vergangenen Donnerstag ist damit auf 28 gestiegen.

Die Frau eines am Wochenende positiv auf den Virus Getesteten ist als Lehrerin an der Heinrich-Heine-Schule in Hanau tätig. Vorsichtshalber wurden auch sie und das gesamte Kollegium der Schule häuslich isoliert. Für die Schülerinnen und Schüler hatte das am Montagvormittag keine gravierenden Auswirkungen. Das Arbeitsmaterial sei ihnen bereits am Freitag ausgehändigt worden, die Schule selbst informiere die Schulgemeinde über ein vollständiges Betretungsverbot über die eigenen Kanäle, wie das Staatliche Schulamt erklärt hat.

Foto zur Meldung: Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises vom 16.03.2020
Foto: Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises vom 16.03.2020

Im März keine allgemeine Rentenberatung im Rathaus Wächtersbach - Helmut Nickolai kommt vsl. wieder am Donnerstag 18. Juni 2020

(16.03.2020)

Vor dem Hintergrund der neuen Entwicklungen zum Corona-Virus bleibt die Stadtverwaltung Wächtersbach für Beratungs- und Sprechstunden der allgemeinen Rentenberatung bis auf weiteres geschlossen.

Helmut Nickolai, Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung BUND,  wird im Rathaus Wächtersbach am neuen Standort „Schloss 1“ im zweiten Obergeschoss seine nächste turnusmäßige Beratung vsl. am 18. Juni 2020 abhalten.

Wer einen Neuantrag oder einen Änderungsantrag stellen und dazu Beratung in Anspruch nehmen möchte, benötigt eine feste Terminvereinbarung (Zeitspanne von 10:00 bis 12:30 Uhr)!

Wer zu einer allgemeinen Beratung zu Herrn Nickolai kommen möchte, kann ohne Terminvereinbarung in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr in das Rathaus kommen.

Pressedienst der Stadtverwaltung Wächtersbach

Foto zur Meldung: Im März keine allgemeine Rentenberatung im Rathaus Wächtersbach - Helmut Nickolai kommt vsl. wieder am Donnerstag 18. Juni 2020
Foto: Im März keine allgemeine Rentenberatung im Rathaus Wächtersbach - Helmut Nickolai kommt vsl. wieder am Donnerstag 18. Juni 2020

Keine Sprechstunden des Ausländerbeirats im Rathaus Wächtersbach vorerst bis 19. April 2020

(16.03.2020)

Vor dem Hintergrund der neuen Entwicklungen zum Corona-Virus bleibt die Stadtverwaltung Wächtersbach für Beratungs- und Sprechstunden des Ausländerbeirats bis auf weiteres geschlossen.

Diese Regelung gilt – gemäß Information des Ausländerbeirats – bis einschließlich 19. April 2020.

Foto zur Meldung: Keine Sprechstunden des Ausländerbeirats im Rathaus Wächtersbach vorerst  bis 19. April 2020
Foto: Keine Sprechstunden des Ausländerbeirats im Rathaus Wächtersbach vorerst bis 19. April 2020

Besuche seitens der Stadt Wächtersbach bei Alters- und Ehejubiläen werden bis auf Weiteres eingestellt!

(16.03.2020)

Zur Vorbeugung bzw. Verhinderung einer möglichen Ausbreitung des CORONA-Virus und mit Rücksicht auf die Jubilare und die besuchenden städtischen Vertreter werden ab sofort Besuche seitens der Stadt zu Alters- und Ehejubiläen bis auf Weiteres eingestellt. Aufgrund der aktuellen Lage gilt es möglichst wenig bis keine Kontakte zu gefährdeten Personengruppen aufzunehmen. Die Stadtverwaltung bittet hierfür um Verständnis.

 

Foto zur Meldung: Besuche seitens der Stadt Wächtersbach bei Alters- und Ehejubiläen werden bis auf Weiteres eingestellt!
Foto: Besuche seitens der Stadt Wächtersbach bei Alters- und Ehejubiläen werden bis auf Weiteres eingestellt!

Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises zum Corona-Virus

(15.03.2020)

Vor dem Hintergrund weiter steigender Zahlen an Coronavirus-Erkrankten stellt der Main-Kinzig-Kreis den Schutz von Menschen aus Risikogruppen in den Vordergrund. Ab Montag gilt ein umfassendes Besuchsverbot in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Reha- und Kurkliniken. Ausnahmen sind nur im Fall von Sterbebegleitung und der Begleitung von Minderjährigen möglich.

Die Erkranktenzahl ist im Bereich des Main-Kinzig-Kreises am Samstag und Sonntag noch einmal um insgesamt 12 neue Meldungen angestiegen, so dass die Gesamtzahl der derzeit bestätigten Fälle bei 25 liegt. Der Main-Kinzig-Kreis hat am Wochenende im Zusammenhang mit der Ausbreitung der neuen Viruserkrankung weitere Maßnahmen angeordnet. Zugleich richtet der Kreis einen eindringlichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger, die Verbote und Gebote zum Schutz besonders anfälliger Bevölkerungsgruppen ernst zu nehmen.

Der Kreis hat mit Wirkung zum Montag öffentliche und auch private Veranstaltungen im Gebiet des Kreises untersagt, für die mehr als 100 teilnehmende Personen zu erwarten sind, analog zur Vorgabe des Landes Hessen. Für alle anderen Veranstaltungen empfiehlt der Kreis darüber hinaus die kritische Prüfung, ob sie zwingend notwendig stattfinden müssen oder nicht verschoben werden können. Mit der Verfügung von Sonntag tritt auch ein erweitertes, umfassendes Besuchsverbot für Besucher von Einrichtungen in Kraft, in denen sich in überwiegender Zahl Menschen aus Risikogruppen untergebracht sind, insbesondere Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser sowie Reha- und Kurkliniken. Diese Regelung gilt zunächst bis 19. April.

Unbenommen dieser Kreis-Entscheidung haben viele Vereine und Institutionen bereits selbst reagiert und in den vergangenen Tagen ihre anberaumten Treffen und Veranstaltungen abgesagt. Der Main-Kinzig-Kreis begrüßt diese selbstständigen und verantwortungsbewussten Maßnahmen ausdrücklich.

Ab diesem Montag bleibt im gesamten Kreisgebiet der Regelbetrieb in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen bis Ende der Osterferien ausgesetzt. Das hatte die Landesregierung bereits am Freitag für ganz Hessen entschieden, der Erlass betrifft auch die Kindergärten und Kindertagespflegeangebote. Das Kultusministerium hat die Schulen entsprechend informiert und vorbereitet, die Kommunen ihrerseits die Krippen, Kitas und Horte, das Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises die Kindertagespflegepersonen; auch die freien Träger verfügen über die nötigen Informationen. Der Erlass der Landesregierung lässt eine Notbetreuung nur in stark eingegrenztem Umfang zu.
 

Zu dieser neuen Erlasslage hat es schon am Wochenende einige Rückfragen am Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises gegeben. Es ist damit zu rechnen, dass der Informationsbedarf in der neuen Woche noch einmal größer sein wird. Daher werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Staatlichen Schulamt das Bürgertelefon-Team ab Montagmorgen verstärken. Sie sind ebenfalls über die zentrale Nummer 06051-8510000 erreichbar. Das Bürgertelefon ist von 9 bis 18 Uhr geschaltet.

Allgemein registriert der Main-Kinzig-Kreis eine ungebrochen hohe Zahl an Anrufern an der Service-Rufnummer, auch am Samstag und Sonntag summierte sie sich auf mehrere hundert. Es wird darum gebeten, dieses Angebot ausdrücklich nur für medizinische Fragen, etwa zur Abklärung eigener Krankheitserscheinungen, zum individuellen Schutz und zu möglichen Ansteckungswegen, oder zur aktuellen Erlasslage zu nutzen. Fragen zu Arbeitsrecht oder wirtschaftspolitischen Themen sind bitte an die Standesvertreter zu richten. Unter anderem hat die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern einen Infobereich für die heimische Wirtschaft auf ihrer Internetseite eingerichtet www.hanau.ihk.de.

Aufgrund der vielen Entwicklungen und Entscheidungen am Wochenende, die über die verfügbaren Kanäle möglicherweise nicht alle Bürgerinnen und Bürger erreicht haben könnten, hat der Kreisausschuss entschieden, die Öffnungszeiten seiner Verwaltung und Servicestellen, und damit auch des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA), zunächst an diesem Montag unverändert zu lassen. Für diese Woche bereitet der Main-Kinzig-Kreis aber organisatorische und zeitliche Änderungen rund um seine Dienstleistungen in der Verwaltung vor, über die zielgerichtet informiert wird.
 

Änderungen betreffen hingegen kreiseigene Betriebe und Gesellschaften. So werden mit sofortiger Wirkung sämtliche Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der AQA ausgesetzt. Die Bildungspartner Main-Kinzig werden ihrerseits ebenfalls sämtliche Kurse, auch jene im Auftrag des Bundeamts für Migration und Flüchtlinge, aussetzen.
 

Die Verbreitung des Coronavirus hat im Main-Kinzig-Kreis seit dem vergangenen Donnerstag sprunghaft an Dynamik gewonnen. Bis zum Sonntag belief sich die Gesamtzahl der laborbestätigten neuen Fälle auf 25. Am Samstag (8) und am Sonntag (4) kamen noch Meldungen hinzu, womit sich nach derzeitigem Stand in zwölf Städten und Gemeinden Erkrankte in häuslicher Isolierung befinden, einer der Erkrankten muss stationär behandelt werden. Rodenbach bildet mit derzeit neun Meldungen einen Schwerpunkt, außerdem betroffen sind Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Birstein, Freigericht, Gründau (je zwei), Großkrotzenburg, Linsengericht, Hanau, Maintal, Nidderau und Wächtersbach (je ein Fall). Weitere Fälle befinden sich in der Abklärung, weshalb mit einem unverminderten Anstieg der Gesamtzahl in den nächsten Tagen gerechnet werden muss.

Der Main-Kinzig-Kreis fordert seine Bürgerinnen und Bürgern eindringlich auf, die Verbote und Warnhinweise zu Versammlungen und Sozialkontakten zu beachten. Sie haben zum Ziel, die Verbreitung der Krankheit Covid-19 zu verlangsamen, zu der es nach derzeitigem Stand noch kein wirksames Gegenmittel und keine Impfung gibt. Insbesondere bei älteren Menschen und bei Menschen mit Vorerkrankungen kann diese Coronavirus-Erkrankung schwer verlaufen und sogar tödlich sein. Auch im häuslichen Bereich gelten nach wie vor die Empfehlungen zu einem besonderen Maß an Hygiene, etwa beim Händewaschen, durch Niesen in die Armbeuge oder ausreichend Abstand zu Menschen mit Krankheitssymptomen.

Foto zur Meldung: Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises zum Corona-Virus
Foto: Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises zum Corona-Virus

Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern / Caravan-Tage in Wächtersbach abgebrochen

(15.03.2020)
Die Hessische Landesregierung hat am gestrigen Abend aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen, in Hessen alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen mit sofortiger Wirkung zu verbieten. Im Zuge dessen, wurden für heute auch die Caravan-Tage in Wächtersbach abgebrochen.

Foto zur Meldung: Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern / Caravan-Tage in Wächtersbach abgebrochen
Foto: Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern / Caravan-Tage in Wächtersbach abgebrochen

Corona: Acht neue positiv Getestete / Kreis bittet Eltern, frühzeitig die private Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen / Bürgertelefonzeiten ausgeweitet

(14.03.2020)

Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises

 

Der Main-Kinzig-Kreis vermeldet weitere acht positiv auf den Coronavirus getestete Bürgerinnen und Bürger. Dabei handelt es sich um zwei Personen, die vor Kurzem aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, fünf aus einer gemeinsamen Infektionskette, die von Rodenbach ausging, sowie einen Fall, dessen möglicher Ansteckungsweg derzeit noch ermittelt wird.

Der gemeinsamen Rodenbacher Infektionskette zuzuordnen sind im Einzelnen eine Frau aus Freigericht (Jahrgang 1969) sowie zwei Männer (Jahrgang 1963 und 1973) und zwei Frauen (Jahrgang 1980 und 1981) aus Rodenbach. Die Gemeinsamkeit liegt bei ihnen darin, dass bei diesen Erkrankten eine gleiche Infektionsquelle plausibel anzunehmen ist, nämlich die Ansteckung über eine Person, die aus einer Skiregion zurückgekehrt ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sich eine Frau aus Bad Soden-Salmünster (Jahrgang 1964) und ein Mann aus Gründau (Jahrgang 1959), unabhängig voneinander, ebenfalls auf ihrer Urlaubsreise angesteckt. Noch nicht geklärt ist der Ansteckungsweg einer Frau aus Nidderau (Jahrgang 1949).

Der Main-Kinzig-Kreis bittet die Eltern im Zusammenhang mit der angeordneten Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, schon jetzt die private Betreuung ihrer Kinder für die Zeit ab dem kommenden Montag sicherzustellen. Nach einem Erlass der Landesregierung gilt für ganz Hessen ab der neuen Woche und bis Ende der Osterferien, dass der reguläre Unterrichtsbetrieb an Schulen sowie der Betreuungsbetrieb ausgesetzt werden. Das umfasst also auch die Kindergärten und Kindertagespflegeangebote. Das Kultusministerium hat die Schulen am Freitag entsprechend informiert, die Kommunen informieren die Krippen, Kitas und Horte, das Jugendamt wird den Kindertagespflegepersonen an diesem Wochenende notwendige Informationen zuleiten.

Der Erlass der Landesregierung lässt eine Notbetreuung nur in stark eingegrenztem Umfang zu. In der Information an die Schulen heißt es seitens des Kultusministeriums: „Für Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 bis einschließlich 6 ist eine Notbetreuung in kleinen Gruppen während der regulären Unterrichtszeit sowie im Rahmen der bereits in der Schule bestehenden Betreuungszeiten zu gewährleisten. Die Notbetreuung dient ausschließlich dazu, Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind. Hierzu gehören insbesondere folgende Berufsgruppen: Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich, Beschäftigte im Bereich von Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr, Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche.“

Für Gesundheitsfragen der Bürgerinnen und Bürger im direkten Zusammenhang mit dem Coronavirus hat der Main-Kinzig-Kreis ein Bürgertelefon eingerichtet, das montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 15 Uhr erreichbar ist: 06051-8510000. Es wird darum gebeten, dieses Angebot ausdrücklich nur für medizinische Fragen, etwa zur Abklärung eigener Krankheitserscheinungen, zum individuellen Schutz und zu möglichen Ansteckungswegen, oder zur aktuellen Erlasslage für die Bevölkerung zu nutzen.

Fragen zu Arbeitsrecht oder wirtschaftspolitischen Themen sind bitte an die Standesvertreter zu richten. Unter anderem hat die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern einen Infobereich für die heimische Wirtschaft auf ihrer Internetseite eingerichtet www.hanau.ihk.de. Grundlegende Informationen zu dem neuartigen Virus gibt auch das Sozialministerium des Landes Hessen auf seiner Internetseite sowie über eine separate Hotline: 0800-5554666.

Foto zur Meldung: Corona: Acht neue positiv Getestete / Kreis bittet Eltern, frühzeitig die private Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen / Bürgertelefonzeiten ausgeweitet
Foto: Corona: Acht neue positiv Getestete / Kreis bittet Eltern, frühzeitig die private Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen / Bürgertelefonzeiten ausgeweitet

Rathaus schließt - GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

(14.03.2020)

Rathaus schließt - GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

 
Schließung der Rathäuser in Bad Soden-Salmünster, Birstein, Brachttal und Wächtersbach für den Publikumsverkehr
 
Die Verwaltungsspitzen der Städte Bad Soden-Salmünster, Wächtersbach sowie der Gemeinden Birstein und Brachttal haben gemeinsam entschieden, die Rathäuser ab kommenden Montag für den Publikumsverkehr zu schließen.
 
Nach der Entscheidung der hessischen Landesregierung am gestrigen Freitag, zur Verlangsamung der Verbreitung des Coronavirus, ab dem 16.03.2020 alle Schulen und Kindergärten zu schließen, haben nun auch die benannten Kommunen entschieden ihre Verwaltungen für den Publikumsverkehr zu schließen. Die Maßnahmen sind vorerst befristet bis voraussichtlich Sonntag, den 19. April 2020 (Ende der Osterferien).
 
Bürgermeister Andreas Weiher (Wächtersbach) erklärt: „Wir möchten frühzeitig Verantwortung übernehmen und unser Handeln abstimmen. Noch können wir alle zu einer Verlangsamung der Ausbreitung des Virus beitragen.“
 
„Anfragen an die Verwaltung und Termine sollen per Telefon oder auf elektronischem Wege erfolgen bzw. wahrgenommen werden. Unvermeidliche Notfälle und dringende Erfordernisse im Einzelfall, die ein persönliches Erscheinen erfordern (z.B. Beurkundung von Sterbefällen, dringende Paß-Angelegenheiten o.ä.), bleiben davon ausgenommen“ erläutert Bürgermeister Dominik Brasch (Bad Soden-Salmünster) die Vorgehensweise in den Rathäusern.
 
Bürgermeister Wolfgang Gottlieb (Birstein) betont: „Oberstes Gebot ist es derzeit, die Verwaltung aufrecht zu erhalten und daher bitten die Bürgermeister gemeinsam um Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme.“
 
„Diese Entscheidung treffen wir nicht leichtfertig und sie dient zum Schutz aller Bürgerinnen und Bürger und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die weiterhin für die Belange der Bevölkerung zur Verfügung stehen“, stellt Bürgermeister Wolfram Zimmer (Brachttal) fest.

Foto zur Meldung: Rathaus schließt - GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
Foto: Rathaus schließt - GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

CORONAVIRUS: Sondernewsletter der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises

(13.03.2020)

CORONAVIRUS: INFORMATIONEN DES MAIN-KINZIG-KREISES ZUR HILFE FÜR UNTERNEHMEN!

 

AKTUALISIERUNG 27.03.2020:

 

5. SONDERNEWSLETTER

 

Beantragung der Corona-Soforthilfe Hessen - Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Wohnen

Mit einem Soforthilfeprogramm unterstützt Hessen Kleinunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, Selbstständige, Freiberufler und Künstler, die aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzbedrohende Lage bzw. einen Liquiditätsengpass geraten sind. Weitere Informationen finden Sie unter:

https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/soforthilfen-fuer-kleine-und-mittelstaendische-unternehmen

 

Die Beantragung soll spätestens ab Montag, 30.03.2020 möglich sein. Die Antragsstellung bitte nur online unter: http://www.rpkshe.de/coronahilfe. Bewilligungs- und Vollzugsbehörde ist das Regierungspräsidium Kassel.

Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell noch keine verbindlichen Details zum Antragsverfahren haben.

 

Ihr Team der Wirtschaftsförderung

Main-Kinzig-Kreis
Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur
Postadresse: Barbarossastraße 24
Besucheradresse: Zum Wartturm 3
Tel. 06051 85-13700; Fax: 06051 85-13710
E-Mail: wirtschaft@mkk.de

 

 


 

AKTUALISIERUNG 25.03.2020:

 

4. SONDERNEWSLETTER

 

Main-Kinzig-Kreis organisiert Plattform für lokalen Online-Handel zwischen Maintal und Sinntal

Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann: „Das Konzept ist einfach, flexibel und bürgernah.“

Zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels zwischen Maintal und Sinntal hat der Main-Kinzig-Kreis eine Plattform auf den Weg gebracht, um alle Anbieter zu erfassen, die für ihre Kundinnen und Kunden einen Lieferservice organisieren. Denn die angeordneten Schließungen der Geschäfte zum Schutz vor der Corona-Pandemie treffen den Einzelhandel besonders hart. Die vorsorglichen Maßnahmen werden vor Ort mit allen Konsequenzen umgesetzt, doch die großen Plattformen im Internet sind davon nicht berührt. Vereinzelte Geschäfte im Main-Kinzig-Kreis bieten nun aber ebenfalls die Möglichkeit der digitalen oder telefonischen Bestellung inklusive Lieferservice.

„Auch wir wollen in der jetzigen Situation den Handel nicht allein solchen Riesen wie Amazon überlassen und appellieren an
die Bürgerschaft, gerade in der jetzigen Situation die Strukturen vor Ort zu unterstützen“, erläutert Landrat Thorsten Stolz die Motivation für die Schaffung des digitalen Marktplatzes für den Main-Kinzig-Kreis.

Im Landratsamt wurde in Kooperation von Pressereferat und Wirtschaftsförderung die Idee geboren, diese Option des „lokalen Online-Handels“ aufzubauen. Die Antwort ist der „Marktplatz“ auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises, wo diese Dienstleistungen gesammelt und kompakt abgebildet werden. Kurzfristig wurde über das Netzwerk der Wirtschaftsförderung die Leistungsfähigkeit möglicher lokaler Anbieter abgefragt. „Die Resonanz war durchweg positiv, so dass wir am Montag mit der neuen Plattform an den Start gehen“, kündigt Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann an. Ab sofort haben Einzelhändler aus dem Main-Kinzig-Kreis die Möglichkeit, sich hier registrieren zu lassen und ihre Waren zu platzieren.

Die konkrete Idee: Im MKK gibt es zahlreiche kleine und mittelgroße Geschäfte, die zum Teil Inhaber geführt sind. Sie
verfügen über Telefon, Mail und teilweise über eine Homepage. Das jeweilige Warenangebot ist den örtlichen Kundenkreis
weitgehend bekannt. Wer sich an dem lokalen Bestell- und Lieferdienst beteiligen möchte, der meldet sich über ein entsprechendes Formular an. Dazu muss die Erreichbarkeit (wann und wie) definiert werden.  Das Kundengeschäft wird
dann per Telefon oder Mail (auch Whats App) abgewickelt. Der Main-Kinzig-Kreis übernimmt die Werbung und unterstützt bei Bedarf die Koordination. „Das Prinzip ist einfach, flexibel und bürgernah“, betonen Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann.

Ein wichtiger Partner in diesem Konzept ist Main-Kinzig-Post, ein leistungsfähiger regionaler Kurierdienst für Briefversand,
Paketversand und Logistik. Das Unternehmen bietet den Hol- und Lieferservice für die Geschäfte und Unternehmen, die nicht über eigene Ressourcen verfügen. Diese Dienstleistung ist auch unter den aktuellen Einschränkungen einwandfrei möglich und kann ohne die Gefahr einer Virusübertragung funktionieren. Aber auch andere vergleichbare Dienstleister können sich hier beteiligen.

Die Umsetzung liegt in der Verantwortung des Pressereferates, dass mit „CoroNetz“ innerhalb kurzer Zeit eine Informationsplattform rund um die neuartige Lungenerkrankung aufgebaut hat. Hier wird auch die neue Versorgungsdatenbank als „Marktplatz“ zu finden sein. Dazu wurde am Wochenende eine entsprechende Eingabemaske programmiert, die von den Geschäften und Unternehmen selbst auszufüllen ist. Die Angaben werden direkt im Netz veröffentlicht.

Abgefragt werden neben den Kontaktdaten vor allem die jeweilige Erreichbarkeit und einige Besonderheiten des jeweiligen Anbieters. „Das Konzept ist einfach aber wirkungsvoll angelegt und kann bei Bedarf auch modifiziert werden“, erläutern
Thorsten Stolz und Winfried Ottmann. Die beteiligten Partner, die einen Lieferservice anbieten, werden auf der Homepage sortiert in die drei Rubriken Lebensmittel, Gastronomie und weiterer Einzelhandel sowie die 29 Städte und Gemeinden. Auf diese Weise ist eine Orientierung auf einfache Weise möglich.

„Das Risiko für alle Beteiligten ist klein, aber die Chance umso größer“, sind Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter
Winfried Ottmann von der Idee überzeugt. Die Palette der angebotenen Waren kann so vielfältig sein, wie die Geschäftswelt im Main-Kinzig-Kreis: Von der Armbanduhr über Bücher, Fahrräder, Gesellschaftsspiele, Kinderschuhe, Fahrräder bis hin zu Schreibwaren, Sportartikeln und Zuckerdose. Am Ende liege es in der Hand der Bürgerinnen und Bürger, dieses Angebot intensiv zu nutzen. Zu finden ist die Plattform über die Homepage des Main-Kinzig-Kreises unter CoroNetz/Marktplatz.

 

Kurzarbeitergeld (Corona Virus)- Informationen für Unternehmen

Der Gesetzgeber sieht die Möglichkeit von Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld vor. Dieser werden von der Bundesregierung durch Verordnungen erlassen. Sie gelten mit Wirkung zum 01.03.2020 und sind bis zum 31.12.2020 befristet (Stand Referentenentwurf 19.03.2020). Das wichtigste in Kürze finden Sie hier.

 

Übersicht zur Liquiditätshilfen des Landes Hessens

Für Unternehmer, die Aufgrund des Corona-Virus in Schwierigkeiten geraten, bietet das Land Hessen Unterstützung an.
weitere Informationen finden Sie hier.

 

Sobald neue Informationen zu den Sofortprogrammen Seitens des Bundes und Landes vorliegen senden wir einen neuen
Newsletter.

Ihr Team der Wirtschaftsförderung

 


 

 

3. SONDERNEWSLETTER

 

KfW-Information: Corona Hilfen für Unternehmen:

 

Ab sofort können über die Hausbanken KfW-Sonderprogramme in Anspruch genommen werden.

Ziel: Unternehmen schnellstmöglich mit Liquidität zu versorgen:

Deutsche Kreditwirtschaft und KfW ziehen an einem Strang
Anträge für Hilfskredite ab sofort möglich

Deutschland steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Das Corona-Virus löst nicht nur eine medizinische Krise aus, sondern sorgt für nie dagewesene Unsicherheit in der Realwirtschaft und Verwerfungen an den Kapitalmärkten. Schnelle und zielgerichtete Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft, wie sie die Bundesregierung auf den Weg bringt, sind
notwendig. 

Deshalb bündeln die KfW und ihre Finanzierungspartner die Kräfte: Die Förderkredite, die die KfW im Auftrag der
Bundesregierung  den Unternehmen zur Verfügung stellt,  leiten die deutschen Kreditinstitute an ihre Kunden weiter.

Die erste Phase des Hilfspakets steht bereits ab sofort zur Verfügung. Dabei sind schnellstmöglich klare und umsetzbare
Prozesse für Banken und Sparkassen notwendig. Die KfW hat ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet,
um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern, darunter den KfW-Unternehmerkredit für
Bestandsunternehmen, den ERP-Gründerkredit-Universell für junge Unternehmen sowie den KfW-Kredit für Wachstum für
größere Unternehmen. Die Kredite aus der Phase 1 können die Unternehmen über ihre Hausbanken beantragen. Für Freiberufler und Selbstständige gelten dabei die gleichen Regeln wie für Unternehmen. 

Ausführliche Informationen zur Phase
1: https://www.kfw.de/KfWKonzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Für die Gewährung von Haftungsfreistellungen wird die Risikobewertung der Hausbank übernommen, um eine zügige
Auszahlung des haftungsfreigestellten KfW-Förderkredits zu erreichen.

Darüber hinaus führt die KfW für kleine und mittlere sowie für große Unternehmen ein neues KfW-Sonderprogramm mit
erhöhter Risikotoleranz ein. Dieses soll von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die durch die Corona-
Krise in größere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Überdies wird die KfW für größere Unternehmen Direktbeteiligungen im Rahmen von Konsortialfinanzierungen anbieten. Dieses neue KfW-Sonderprogramm startet ab sofort.
Anträge können über den üblichen Weg der Hausbanken eingereicht werden. Fragen beantworten Ihnen gerne die
Beraterinnen und Berater des Infocenters der KfW unter folgender kostenfreier Rufnummer: 0800 539 9001 (08:00 – 18:00 Uhr).

 

Weitere Informationen unter: Unternehmensfinanzierungsprogramm der KfW

 

 

RKW Hessen Perspektivberatung

 

Die RKW Hessen GmbH bietet eine Perspektivberatung für Solo-Selbstständige, kleiner Unternehmen bis 25 Mitarbeitern, aber
auch für den Mittelstand  eine „Perspektivberatung Mittelstand“ (perspektive@rkw-hessen.de) an.

Hier haben Sie sachkundige Ansprechpartner, die Ihnen maßgeschneidert für Ihr Unternehmen Zugang zu den Hilfsprogrammen aller staatlichen Institutionen geben können.

Wir bemühen uns derzeit noch um Zuschüsse, die Sie für die geringfügig anfallenden Beratungskosten erhalten können.

Für die Zusammenarbeit mit der RKW Hessen GmbH haben wir uns entschieden, weil damit ein schneller Zugriff auf die
einzelnen Förderprogramme gewährleistet sein sollte! www.rkw-hessen.de

 

Corona Checkliste der IHK für Unternehmen – Orientierung und Hilfestellung

 

Ihr Team der Wirtschaftsförderung

 

 


 

AKTUALISIERUNG 17.03.2020:

 

2. SONDERNEWSLETTER

 

Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Arbeitnehmer

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir dürfen Sie auf die derzeit bekannten Hilfsmaßnahmen für Unternehmer und Arbeitnehmer hinweisen, die einen Schwerpunkt auf den finanziellen Aspekt legen. Bitte schauen Sie sich die Informationen genau durch. Am Ende finden Sie passgenaue Ansprechpartner für Ihr Anliegen: Hilfsmaßnahmen für Unternehmer und Arbeitnehmer .

Wir drücken Ihnen in Ihrer derzeitigen Situation die Daumen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zunächst keine Direktberatung für einzelne Fälle anbieten können, dass wir das Anliegen von Ihnen und den anderen Unternehmen aber aufnehmen und zeitnah mit entsprechenden neuen Hinweisen und Beratungsangeboten beantworten.

Sobald neue Informationen vorliegen, werden wir diese in einem Sondernewsletter an Sie weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Wirtschaftsförderung Main-Kinzig-Kreis
Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur
 


 

1. SONDERNEWSLETTER

 

Kurzarbeitergeld: Sachverhalte und Lösungen

 

Eine Arbeitnehmerin/ein Arbeitnehmer ist arbeitsunfähig erkrankt.

Ist der Beschäftigte infolge einer Infektion mit dem Coronavirus arbeitsunfähig erkrankt und somit an seiner Arbeitsleistung
verhindert, besteht Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für den Zeitraum von 6 Wochen (§ 3 EntgFG). Nach diesem Zeitraum
haben Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung Anspruch auf Krankengeld.

 

Einer Arbeitnehmerin/einem Arbeitnehmer wurde ihre/seine Tätigkeit nach § 31 Infektionsschutzgesetz (IfSG) untersagt.
Sie/er wurde unter Quarantäne gestellt.

Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer erhält für die Dauer des Tätigkeitsverbots eine Entschädigung nach § 56 IfSG. Die Höhe
der Entschädigung bemisst sich nach dem Entgeltausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls
gewährt, die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag
erstattet. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 SGB V gewährt.

Ist dem Entschädigungsberechtigten für die gleiche Zeit Kurzarbeitergeld zu gewähren, geht der Anspruch auf Entschädigung auf die BA über (§ 56 Abs. 9 IfSG). Die Anträge sind bei der zuständigen Behörde innerhalb einer Frist von drei Monaten zu beantragen (§ 56 Abs. 11 IfSG).

 

Sollte ggf. ein Betrieb durch eine behördliche Anordnung geschlossen werden: Kann für die Dauer der angeordneten
Schließung des Betriebes Kurzarbeitergeld beansprucht werden?

Ein unabwendbares Ereignis liegt vor, wenn ein Arbeitsausfall durch behördliche oder behördlich anerkannte Maßnahmen
verursacht ist, die vom Arbeitgeber nicht zu vertreten sind (§ 96 Abs. 3 Satz 2 SGB III). Zu diesen behördlich angeordneten
oder anerkannten Maßnahmen gehören auch angeordnete Betriebseinschränkungen oder -stilllegungen, die vorübergehend sind. Sofern alle weiteren Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld vorliegen (Entgeltausfall durch arbeitsrechtliche Einführung der Kurzarbeit, unvermeidbarer und vorübergehender Arbeitsausfall, Mindesterfordernisse und Anzeige des Arbeitsausfalls), kann für die (vorübergehende) Dauer der Betriebsschließung Kurzarbeitergeld gewährt werden.

Wichtig ist, dass ein Entgeltausfall vorliegt. Dabei ist zu prüfen, ob staatliche Entschädigungsleistungen gezahlt werden.
Weiter ist ggf. zu prüfen, ob der betroffene Betrieb eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen hat und ob diese für die Ausfalldauer die Entgeltzahlungen abdeckt. Dies kann den konkreten Versicherungsbedingungen entnommen werden.

 

Mehrere Arbeitnehmerinnen /Arbeitnehmer eines Kleinbetriebes werden wegen Verdachts einer Coronavirusinfektion unter Quarantäne gestellt. Der Betrieb kann wegen der ausgefallenen Beschäftigten seine Produktionstätigkeit nicht mehr aufrechterhalten und muss die Produktion aus diesem Grund einstellen. Kann hierfür Kurzarbeitergeld gewährt werden?

Sofern kurzfristig kein Ersatz für die ausgefallenen Beschäftigten beschafft werden kann, kann bei Vorliegen der Voraussetzungen Kurzarbeitergeld gewährt werden.

 

Ein Betrieb entscheidet sich unter Hinweis auf die Diskussion über den Coronavirus, die Betriebstätigkeit als
Vorsichtsmaßnahme einzustellen. Eine behördliche Anordnung hierfür liegt nicht vor. Kann hierfür Kurzarbeitergeld
gewährt werden?

Es liegt kein unabwendbares Ereignis vor. Wirtschaftliche Ursachen für den eingetretenen Arbeitsausfall liegen ebenfalls nicht vor. Eine Gewährung von Kurzarbeitergeld kann nicht erfolgen. Die Ursache ist dem Betriebsrisiko zuzuordnen.

 

Ein Betrieb bezieht Teilerzeugnisse von einem Lieferanten aus China und baut diese in sein Produkt ein. Durch den
Coronavirus wurde die Produktion beim Lieferanten in China eingeschränkt bzw. eingestellt, es kommt zu Lieferengpässen
bzw. Lieferausfällen des Vorproduktes. Kann im von Lieferausfällen wegen des Coronavirus in China betroffenen Betrieb für den eingetretenen Arbeitsausfall Kurzarbeitergeld beansprucht werden?

Aufgrund der fehlenden Vorprodukte kann ein Arbeitsausfall aus wirtschaftlichen Gründen vorliegen. Sofern die weiteren
Voraussetzungen vorliegen, kann Kurzarbeitergeld gewährt werden. Es ist insbesondere zu prüfen, ob der eingetretene
Arbeitsausfall vermeidbar ist (kann kurzfristig ein alternativer Lieferant beauftragt werden?)

 

Eine geplante Messe wird auf Grund des Coronavirus abgesagt. In einem Hotel werden daraufhin für die Messezeit
gebuchte Hotelzimmer storniert: Kann das Hotel wegen der geringeren Auslastung Kurzarbeitergeld beanspruchen?

Da der Betrieb nicht unmittelbar in Form einer behördlich angeordneten Maßnahme betroffen ist, liegt ein unabwendbares
Ereignis nicht vor.

Tritt in Folge der Messeabsage und den daraus folgenden Stornierungen ein Arbeitsausfall ein, kann dieser durch
wirtschaftliche Ursachen (Auftragsmangel) ausgelöst worden sein. Es ist zu prüfen, ob der eingetretene Arbeitsausfall
vermeidbar und kein branchenüblicher Arbeitsausfall anzunehmen ist (sind z.B. die Stornierungen in üblichem Umfang erfolgt). Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass auch dann Personal vorgehalten werden muss, wenn keine Dienstleistung abgerufen wird (z.B. Personal für Rezeption, Restaurant).

Foto zur Meldung: CORONAVIRUS: Sondernewsletter der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises
Foto: CORONAVIRUS: Sondernewsletter der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises

Schließung der Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen ab Montag, 16.03.2020

(13.03.2020)

Nach Entscheidung der Hessischen Landesregierung bleiben ab Montag, 16. März bis vorerst Sonntag, 19. April (Ende der hessischen Osterferien) hessische Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen geschlossen. In Ergänzung der heute, 13.03.2020 ergangenen Eltern-Information der Stadt Wächtersbach informieren wir hier über die wichtigsten Fragen.

 

Ab wann darf mein Kind nicht mehr in den Kindergarten?

Ab Montag, 16. März bis vorerst Sonntag, 19. April (Ende der hessischen Osterferien)

 

Kann mein Kind weiter von der Tagesmutter betreut werden?

Nein, die Verordnung gilt auch für Kindertagespflegestellen.

 

Sind davon alle Kinder betroffen? Gibt es Ausnahmen?

Ausnahmen gibt es für Kinder, wenn beide Erziehungsberechtigten des Kindes oder der/ die allein Erziehungsberechtigte zu den folgenden Personengruppen gehören:

  • Angehörige des Polizeivollzugsdienstes
  • Arbeitnehmer des Landes, die bei den Polizeipräsidien tätig sind und
  • Vollzugsaufgaben wahrnehmen
  • Angehörige von Feuerwehren
  • Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der Justiz
  • Bedienstete des Justiz- und Maßregelvollzuges
  • Bedienstete von Rettungsdiensten
  • Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerkes
  • Helferinnen und Helfer des Katastrophenschutzes
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in medizinischen und pflegerischen Berufen arbeiten, insbesondere
  • Altenpflegerinnen und Altenpflege
  • Altenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfer
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche im Rahmen der stationären Hilfen zur Erziehung oder der Eingliederungshilfe betreuen,
  • Anästhesietechnische Assistentinnen und Anästhesietechnische Assistenten
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Apothekerinnen und Apotheker
  • Desinfektorinnen und Desinfektoren
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
  • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Hebammen
  • Krankenpflegehelferinnen und Krankenpflegehelfer
  • Medizinische Fachangestellte
  • Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen und Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten
  • Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und Medizinisch-technische Radiologieassistenten
  • Medizinisch-technische Assistentinnen für Funktionsdiagnostik oder Medizinischtechnischer Assistenten für Funktionsdiagnostik
  • Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter
  • Operationstechnische Assistentinnen und Operationstechnische Assistenten
  • Anästhesietechnische Assistentinnen/Assistenten
  • Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner
  • Pharmazeutisch-technische Assistentinnen oder pharmazeutisch-technische Assistenten
  • Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten nach § 1 des Rettungsassistentengesetzes
  • Zahnärztinnen und Zahnärzte
  • Zahnmedizinische Fachangestellte
  •  

ACHTUNG: Diese Ausnahme gilt nicht, wenn Ihr Kind

  • Krankheitssymptome aufweist
  • in Kontakt zu infizierten Personen steht oder seit dem Kontakt mit infizierten Personen noch nicht 14 Tage vergangen sind
  • sich in den 14 Tagen vor Inkrafttreten dieser Verordnung oder danach in einem Risikogebiet für Infektionen mit dem SARS-CoV-2—Virus aufgehalten hat und noch keine 14 Tage seit der Rückkehr vergangen sind

 

Fragen rund um den Umgang mit Verdachtsfällen oder zum Coronavirus allgemein liefert das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage www.rki.de. Darüber hinaus gibt es eine Hotline des Landes Hessen, die täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800-5554666 erreichbar ist. Das Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises ist von montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr unter 06051-8510000 weiterhin geschaltet.

Foto zur Meldung: Schließung der Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen ab Montag, 16.03.2020
Foto: Schließung der Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen ab Montag, 16.03.2020

Maßnahmen der Stadt Wächtersbach zum Corona-Virus

(13.03.2020)

Wächtersbach. In allen Bundesländern sind zwischenzeitlich Infektionsfälle mit dem Coronavirus bestätigt worden. Auch im Main-Kinzig-Kreis und in Wächtersbach gibt es bestätigte Fälle. Die Stadt Wächtersbach möchte dazu beitragen, die Verbreitung zu unterbinden und zumindest zu verlangsamen.
 

Eltern und Erziehungsberechtige, deren Kinder derzeit in einer Kita betreut werden, sollen daher prüfen, ob ein Besuch der Kita in der aktuellen Situation tatsächlich zwingend erforderlich ist. Dies kann bei Berufstätigen der Fall sein, wenn eine Freistellung beim Arbeitgeber nicht möglich ist. Außerdem, wenn einer beruflichen Tätigkeit mit besonderer, gesellschaftlicher Verantwortung (z.B. Gesundheitsdienst, öffentliche Sicherheit und Ordnung, Grundversorgung) nachgegangen wird. Allen anderen Familien wird dringend empfohlen, das Kind bis auf weiteres selbst zu betreuen.

Update vom 13.03.2020
Nach Verordnung der Hessischen Landesregierung vom 13.03.2020 dürfen ab Montag, 16.03.2020 keine Kinder mehr Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen (Tagesmütter) betreut werden. Dieses Verbot gilt nicht für Kinder von Eltern, die in besonders systemrelevanten Berufsgruppen arbeiten. Mehr dazu in unserer Meldung vom 13.03.2020.

 

 

Die Stadt Wächtersbach hat außerdem sämtliche städtisch organisierten Veranstaltungen, insbesondere den geplanten Babyempfang und die Osterfreizeit, bis auf weiteres abgesagt. Im Laufe der kommenden Woche wird noch entschieden, ob die Sitzungen der städtischen Gremien ebenfalls abgesagt werden.

 

Die Stadtverwaltung bittet darüber hinaus, Besuche des Rathauses auf absolut notwendiges und wirklich dringende Anliegen zu beschränken. Das Risiko einer Infektion der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss so weit wie möglich reduziert werden, damit die Stadtverwaltung dauerhaft handlungsfähig bleibt.

Update vom 14.03.2020
Das Rathaus bleibt ab Montag, 16.03.2020 grundsätzlich geschlossen ist nur für dringende Anliegen erreichtbar. Mehr in der Meldung vom 14.03.2020.


Des weiteren wurden die Vereine der Stadt Wächtersbach über die Verfügung des Main-Kinzig-Kreises informiert, dass alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ab 300 Personen und Freiluftveranstaltungen ab 1.000 Personen abzusagen sind. Es wurde den Vereinen auch die Empfehlung des Main-Kinzig-Kreises weitergeleitet, bei kleineren Veranstaltungen mit weniger als 300 Gästen eine Absage oder Verschiebung der Veranstaltung im Einzelfall zu prüfen. Hier könnten als weitere Kriterien der Charakter der Veranstaltung sowie die Zusammensetzung des Publikums herangezogen werden. Kritisch zu bewerten sind dabei Zusammenkünfte mit überwiegend älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen, da diese bei einer Erkrankung mit dem Corona-Virus besonders gefährdet seien.

Mit den 4 goldenen Regeln: 1. Häufiges Hände waschen, 2. Körperkontakt/-nähe auf das Notwendigste reduzieren, 3. Nießen/Husten in die Armbeuge, weggewandt von Personen und 4. dem Meiden von großen Menschenansammlungen in engem, unbelüftetem Raum kann jeder seinen persönlichen Beitrag dazu leisten, dass unser Alltag risikolos gestaltet werden kann.

„Vorrangiges Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Risikogruppen vor einer Ansteckung und den entsprechenden Folgen weitestgehend zu schützen. Dafür gilt es, alles Nötige zu tun. Jeder ist dazu aufgerufen, seinen gesellschaftlichen Beitrag dazu zu leisten,“ erklärt Bürgermeister Andreas Weiher und bedankt sich für das Verständnis in der Bevölkerung.

Foto zur Meldung: Maßnahmen der Stadt Wächtersbach zum Corona-Virus
Foto: Maßnahmen der Stadt Wächtersbach zum Corona-Virus

Stadt Hanau und Main-Kinzig-Kreis lassen ab Montag alle Schulen zu

(13.03.2020)

Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises

 

Die beiden Schulträger Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau haben am Freitag bekanntgegeben, ab Montag die Schulen im gesamten Kreisgebiet geschlossen zu lassen. Sie appellierten zugleich an das Staatliche Schulamt, eine Notbetreuung zu organisieren, um Härtefälle abzufedern. Grund ist die Ausbreitung der Coronavirus-Erkrankung. Binnen zweier Tage hatte der Main-Kinzig-Kreis 13 neue bestätigte Fälle gemeldet, neun am Donnerstag, vier weitere aus Linsengericht, Birstein, Großkrotzenburg und Hanau am Freitag. Damit ist das neuartige Virus in bereits neun Kommunen des Main-Kinzig-Kreises angekommen.
 

Am Freitag hatte der Main-Kinzig-Kreis bereits die Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach vorsorglich schließen lassen, weil ein Mitglied der Schulgemeinde engen Kontakt zu einer erkrankten Person hatte. Um eine Weiterverbreitung möglichst zu verhindern, hatte der Kreis als Schulträger und mit seinem Gesundheitsamt – in Abstimmung mit der Schule und dem Staatlichen Schulamt – die Einrichtung geschlossen.

„Unser Ziel neben dem Erkennen und Absondern sind das Verlangsamen der Ausbreitung und der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger. Wir tun alles dafür, indem wir ab einem angemessenen Punkt und für einen vertretbaren Zeitraum eine erhebliche Zahl an Kontaktketten drastisch reduzieren“, erklärten Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann seitens des Kreises wie auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Stadtrat Thomas Morlock seitens der Stadt Hanau.
 

Stadt und Kreis folgen damit den Beispielen anderer Bundesländer sowie den Empfehlungen der Bundeskanzlerin, sämtliche Sozialkontakte auf ein Mindestmaß zurückzuführen. Auch wenn für den Schulbetrieb das Land Hessen zuständig ist, haben sich der Main-Kinzig-Kreis sowie die Stadt Hanau für diesen sofortigen Schritt auf kommunaler Ebene entschieden, der vorerst seitens des Kreises auf einschließlich 3. April sowie seitens der Stadt Hanau auf den 10. April befristet ist und in Hanau weitere Einrichtungen ebenfalls umschließt.

„Seit zwei Wochen sehen wir auf Landesbene, dass nichts entschieden wird. Da gibt es keine Führungsstärke, es fehlt die Unterstützung an der Basis“, monierte Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Landrat Thorsten Stolz ergänzte: „Wir reden über rund 100 Schulen im Bereich des Main-Kinzig-Kreises, mit all den Fragen der Lehrer und der Eltern, die nun aus unterschiedlichen Kommunen kommen. Entscheidungen wie an der FAG-Schule in Wächtersbach sind fachlich notwendig. Aber Insellösungen, das zeigt sich heute deutlich, sind nicht das Gebot der Stunde.“ Vor allem biete sich mit den zwei Wochenendtagen nun eine sinnvolle Zeitspanne, die sowohl die Eltern für ihre Wochenplanung als auch die Schulen für die weitere Vorbereitung nutzen könnten, so Stolz.
 

Oberbürgermeister Claus Kaminsky schloss daran an. „Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sollen und müssen wir bis auf Weiteres auf alle vermeidbaren Sozialkontakte verzichten“, beschreibt OB Kaminsky die Maßgabe, an der sich die Frage, ob eine Einrichtung geöffnet bleiben könne, zu orientieren hat. „Jede unserer direkten Entscheidungen, die wir hier und jetzt treffen, hat erhebliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, das ist uns bewusst. Aber wenn wir uns selbst aufgeben, alles zu tun, um eine Verbreitung der Erkrankung zu verlangsamen, mit der Betonung auf langsam, dann gibt es keine Alternative zu diesen Entscheidungen. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse und auf die wachsende Dynamik haben wir aus Verantwortungsbewusstsein für unsere Bürgerinnen und Bürger am Freitag offiziell den Krisenstab einberufen, wo festgelegt wurde, dass wir überall dort, wo wir es selbst in der Hand haben, öffentliche Räume schließen“, erklärt Hanaus OB die weitreichende Entscheidung der Stadt, die auch zu einer Schließung aller städtischen Kindertagesstätten von Montag an bis vorerst 10. April führt.
 

Der Kreisausschuss wie auch der Magistrat der Stadt Hanau bitten die Elternschaft um Verständnis für diesen Schritt. Es werde sich zeigen, ob dieser Schritt ausreichend und angemessen gewesen ist. Aber „wir übernehmen damit im Hier und Heute Verantwortung“, man wolle verlangsamen und die Bevölkerung schützen, „wir sind dabei aber auch auf die Eigenverantwortung und die Mithilfe jeder Bürgerin und jedes Bürgers angewiesen“, so Kaminsky und Stolz gemeinsam.

„Der Zeitpunkt ist so früh gewählt, damit in den nächsten Tagen Kapazitäten zur Betreuung daheim geschaffen werden können. Das wird nicht einfach sein, das kann sich jeder denken, der Kinder hat. Aber es ist der aktuellen Epidemie-Situation angemessen“, appellierte Landrat Stolz an die Bürgerinnen und Bürger. Kreis-Schuldezernent Winfried Ottmann erinnerte an die besondere Situation unter Schulen: „Dieser Schritt kam für die Einrichtungen sicher nicht völlig überraschend angesichts der jüngsten bundesweiten Entwicklungen. Dennoch heißt das für alle Schulleitungen und Sekretariate jetzt natürlich einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Wir werden als Kreis dabei alle Beteiligten permanent auf dem allerneuesten Stand halten und natürlich auch aufmerksam beobachten, was die Landesregierung entscheidet.“
 

Die Kreis- und Stadtspitzen wissen, dass die Entscheidung für Eltern eine Herausforderung bedeutet. Daher fordern sie das Staatliche Schulamt auf, genauso wie die Städte und Gemeinden nun Verantwortung zu übernehmen. An den Schulen des Main-Kinzig-Kreises wie auch der Stadt Hanau muss deshalb vor Ort ab der kommenden Woche eine Notbetreuung gewährleistet sein. „Das muss das Staatliche Schulamt organisieren und die Information zügig und zielgerichtet an die Schulgemeinden und Eltern weiterleiten“, fordern Landrat Stolz und OB Kaminsky. Es geht vor allem darum, für die Menschen Planbarkeit zu schaffen.
 

Aktuelle Situation im Main-Kinzig-Kreis

Im Main-Kinzig-Kreis sind am Freitag vier weitere Fälle von Coronavirus-Erkrankten aufgetreten. Zwei Frauen aus Linsengericht und Birstein, jeweils Jahrgang 1971, stehen im Zusammenhang mit dem Fall einer Frau aus Wächtersbach, die kürzlich aus dem Skiurlaub zurückgekommen ist. Außerdem wurden ein Mann, Jahrgang 1957, aus Großkrotzenburg und ein Mann aus Hanau, Jahrgang 1958, positiv getestet. Diese beiden letzten Meldungen erreichten den Kreis am frühen Nachmittag. Das Gesundheitsamt hat auch diese vier Fälle umgehend häuslich isoliert; auch die Kontaktpersonen werden häuslich abgesondert.
 

Die neuen Coronavirus-Meldungen und häusliche Isolierung der Kontaktpersonen aus dem Kreisgebiet betrafen auch die Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach sowie Bereiche der Main-Kinzig-Kliniken. Während der Kreis die FAG-Schule schließen ließ, stellten sich auch die Main-Kinzig-Kliniken auf die Situation unverzüglich ein. Unter den in dieser Woche neu gemeldeten Erkrankten befinden sich drei Mitarbeiter der Kliniken in Gelnhausen. Auch sie sowie alle identifizierbaren Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Isolierung. Gemeinsam mit den Kliniken steht das Gesundheitsamt mit ihnen in Kontakt. Parallel dazu werden schon ab heute gemäß eines aktuellen Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder Maßnahmen umgesetzt, ursprünglich war dafür der kommende Montag geplant. Alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe werden, soweit medizinisch vertretbar, auf unbestimmte Zeit verschoben und ausgesetzt. Die Patienten werden über die Absage ihrer Operationen und Behandlungen informiert. Patienten, die hierzu Fragen haben, können sich an ihre bisherigen Ansprechpartner in den Kliniken wenden. Die Akut- und Notfallversorgung ist weiterhin gesichert.
 

Aufgrund der stark gestiegenen und erwartbar weiter steigenden Fallzahlen hatte der Main-Kinzig-Kreis bereits am Donnerstag eine Allgemeinverfügung angekündigt und am Freitag erlassen, die bereits seit Freitagmorgen, 8 Uhr, gilt. Demnach untersagt der Main-Kinzig-Kreis öffentliche und private Veranstaltungen im Gebiet des Kreises, bei denen mehr als 1.000 Personen unter freiem Himmel zu erwarteten sind und bei denen mehr als 300 Personen in geschlossenen Räumen zu erwarten sind. Darüber hinaus empfiehlt der Main-Kinzig-Kreis, auch auf die Durchführung von privaten und öffentlichen Veranstaltungen zu verzichten, bei denen weniger als 300 Personen erwartet werden und an denen erwartungsgemäß Personen teilnehmen, die laut Robert-Koch-Institut einer Risikogruppe angehören. Veranstalter werden insoweit aufgerufen, im Einzelfall ihre Planungen zu überdenken und ihre Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Einzelheiten zu den vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogruppen finden sich auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts: www.rki.de .

Foto zur Meldung: Stadt Hanau und Main-Kinzig-Kreis lassen ab Montag alle Schulen zu
Foto: Stadt Hanau und Main-Kinzig-Kreis lassen ab Montag alle Schulen zu

Maßnahmen der Main-Kinzig-Kliniken gegen die Verbreitung des Coronavirus

(13.03.2020)

Pressemitteilung der Main-Kinzig-Kliniken vom 13.03.2020

 

Die Verbreitung des Coronavirus hat Auswirkungen auf die aktuelle Gesundheitsversorgung im Kreis. Die Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern passen sich mit umfangreichen Maßnahmen der derzeitigen Situation an. „Als Akutkrankenhaus haben wir umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit Infektionskrankheiten“, sagt Geschäftsführer Dieter Bartsch. Diese erlauben es, mit der derzeitigen Situation bedacht und professionell umzugehen. „Die Lage ändert sich von Tag zu Tag. Worauf es nun ankommt, ist nicht nur möglichst schnell und angepasst zu reagieren, sondern vorauszudenken“, so Bartsch: „Wir nehmen unsere Verantwortung äußerst ernst, sowohl den Patienten, als auch den Angehörigen, und ganz besonders auch unseren Mitarbeitern gegenüber.“ Drei Maßnahmen betreffen aktuell die Patienten und Besucher: Absage von planbaren Operationen, Besucherstopp und Absage von Veranstaltungen.

Gemäß eines aktuellen Beschlusses der Bundeskanzlerin und des Bundesgesundheitsministers werden ab kommenden Montag bundesweit alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe auf unbestimmte Zeit verschoben und ausgesetzt. Dies gilt in den Main-Kinzig-Kliniken bereits ab sofort. Die betroffenen Patienten werden von Seiten der Klinik hierüber informiert. Patienten, die hierzu Fragen haben, können sich gern an ihren bisherigen Ansprechpartner wenden.

Darüber hinaus sind aktuell keine Besuche in den Krankenhäusern möglich. Dies gilt für alle Abteilungen in Gelnhausen und Schlüchtern. Individuelle Ausnahmen können nur in Absprache mit den behandelnden Ärzten und Pflegekräften getroffen werden. In der Kinderklinik gilt seit letzter Woche die Regelung, dass pro Kind nur eine Begleitperson mit in den Wartebereich darf und auch nur eine Person mit aufgenommen werden kann. Von Besuchen ist auch hier gänzlich abzusehen. Stattdessen bitten die Kliniken darum, das Telefon oder andere Wege zu nutzen, um mit der Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben.

Und schließlich wurden gemäß aller Expertenempfehlungen alle Patienten- und Informationsveranstaltungen bis auf weiteres abgesagt. Geschäftsführer Bartsch betont: „All diese Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, die Gefährdung der Mitarbeiter, Patienten und Besucher so gering wie möglich zu halten. Wir rufen alle Angehörigen dazu auf, Ihren Teil dazu beizutragen, sich und andere zu schützen. Die Akut- und Notfallversorgung ist sowohl in Gelnhausen als auch in Schlüchtern weiterhin gewährleistet.“

Foto zur Meldung: Maßnahmen der Main-Kinzig-Kliniken gegen die Verbreitung des Coronavirus
Foto: Maßnahmen der Main-Kinzig-Kliniken gegen die Verbreitung des Coronavirus

Verfügung zum Schutz vor Coronavirus: Keine Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 300 Teilnehmern

(13.03.2020)

Meldung des MKKs vom 12.03.2020

 

Der Main-Kinzig-Kreis hat neun neue laborbestätigte Fälle von Coronavirus-Erkrankten. Das Gesundheitsamt hat für sie wie auch für die jeweiligen Kontaktpersonen umgehend eine häusliche Isolierung angeordnet. Es handelt sich um zwei Frauen und zwei Männer aus Rodenbach, jeweils Jahrgang 1970, für die eine gemeinsame Infektionskette plausibel anzunehmen ist. Darüber hinaus haben sich ein Mann aus Freigericht (Jahrgang 1958), eine Frau aus Birstein, eine Frau aus Bad Soden-Salmünster (je Jahrgang 1971), ein Mann aus Gründau (Jahrgang 1982) und eine Frau aus Wächtersbach (Jahrgang 1982) angesteckt.

 

Die Fälle verbindet nach den ersten Erkenntnissen des Gesundheitsamts, dass sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ski-Gebieten oder bei Rückkehrern aus alpinen Wintersportregionen angesteckt haben. Weitere Fälle befinden sich derzeit in der Abklärung, mit einer Steigerung der Fallzahlen bis zum Wochenende ist zu rechnen.

 

Das Gesundheitsamt hat sämtliche bestätigten Fälle umgehend häuslich isoliert, ebenso die Personen, mit denen sie in den vergangenen Tagen näheren Kontakt hatten. Vorsichtshalber hat das Gesundheitsamt auch für die Kontaktpersonen bis zur Übermittlung der Laborergebnisse häusliche Isolierung angeordnet. Weder für sie noch für Personen aus ihrem Umfeld ist mit dieser häuslichen Isolierung jedoch schon eine bestimmte Diagnostik verbunden. Der Main-Kinzig-Kreis hat nun eine Reihe von Maßnahmen verfügt, um einerseits die weitere Verbreitung über die neun Erkrankten einzudämmen, andererseits die Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

Vor dem Hintergrund dieser neuen Entwicklungen im Main-Kinzig-Kreis, aber auch mit Blick auf die Entscheidung der WHO, die aktuelle Lage zur Pandemie zu erklären sowie dem deutlichen Anstieg der bestätigten Fälle in Deutschland, Hessen und dem Landkreis, hat der Main-Kinzig-Kreis jetzt entschieden, dass ab Samstag, 14. März, alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ab 300 Personen und Freiluftveranstaltungen ab 1.000 Personen abzusagen sind.

Dieses Vorgehen ist nach Einschätzung der Kreisspitze und der Fachleute im Lenkungsstab des Main-Kinzig-Kreises notwendig, um die Ausbreitung der Erkrankung zu verlangsamen und mögliche Ansteckungswege nachvollziehen zu können. Zudem soll eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden. Diese verbindliche Verfügung des Landrates, die ab Freitag (13. März) in Kraft gesetzt wird, basiert auf der aktuellen Anordnung des Hessischen Sozialministeriums, Großveranstaltung ab 1.000 Personen zu verbieten. Sie gilt ebenfalls zunächst bis zum 10. April.

 

Wie Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler und Landrat Thorsten erläutern, sei jedoch für die Gesundheitsbehörden bei Veranstaltungen dieser Größenordnung eine zuverlässige Ermittlung von Kontaktpersonen völlig ausgeschlossen. Die jetzt gewählte Anzahl von 300 Personen sei die maximale Größenordnung, die in dieser Situation seuchenhygienisch überhaupt noch zu bearbeiten sei. Zudem werde damit die heterogene Struktur der Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis bestmöglich berücksichtigt. „Dies ist aus unserer Sicht eine angemessene und nachvollziehbare Reaktion auf die dynamische Entwicklung. Es muss uns nun darum gehen, eine weitere Ausbreitung zu verlangsamen und mit Besonnenheit und Ruhe die besten Entscheidungen zu treffen“, erläutert Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler.

 

Für kleinere Veranstaltungen mit weniger als 300 Gästen gilt in Absprache mit den Gesundheitsexperten zudem die Empfehlung, eine Absage oder Verschiebung im Einzelfall zu prüfen. Hier könnten als weitere Kriterien der Charakter der Veranstaltung sowie die Zusammensetzung des Publikums herangezogen werden. Kritisch zu bewerten sind dabei Zusammenkünfte mit überwiegend älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen, da diese bei einer Erkrankung mit dem Corona-Virus besonders gefährdet seien. Der Main-Kinzig-Kreis wird daher unter anderem seine Veranstaltungen „Musik hilft“ und „Treffpunkt Alter“ aufgrund der veränderten Situation kurzfristig absagen. Das Spendenkonto zu „Musik hilft“ bleibt jedoch aktiv.

 

„Ein vorrangiges Ziel muss es sein, die Risikogruppen vor einer Ansteckung und den entsprechenden Folgen zu schützen“, sagen Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann. Insgesamt sei die Ausbreitung des Coronavirus auch im Main-Kinzig-Kreis nicht völlig aufzuhalten, aber die bestmögliche medizinische Versorgung soll in diesem Fall sichergestellt sein. Noch am Donnerstagabend wurden alle Bürgermeister im Main-Kinzig-Kreis im Rahmen einer Dienstversammlung persönlich über diese Entscheidung informiert.

Für die Kreisspitze ist die Verfügung unter den aktuellen Umständen ein sachgerechter Weg, um das öffentliche Leben nicht völlig zu stoppen. „Ein Teil der Öffentlichkeit erwartet Aktionismus. Wir haben unsere Entscheidung jedoch sehr genau abgewogen. Es ist nicht unsere Aufgabe, Erwartungshaltungen auch aktionistisch zu erfüllen. Wir spüren jedoch eine wachsende Verunsicherung und das Bedürfnis nach einer klaren Regelung“, erläutern Simmler und Stolz die vorbeugende Maßnahme.

 

Die Kreisspitze betont ausdrücklich, dass Schulen, Bildungseinrichtungen und auch Betriebe mit mehr als 300 Personen von dieser Verfügung nicht betroffen sind. „Hier haben wir eine ganz andere räumliche und personelle Struktur mit klarer Zuordnung und Nachvollziehbarkeit“, erläutern Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann. Die Situation werde jeden Tag sehr differenziert bewertet und die Handlungsempfehlungen jeweils entsprechend angepasst.

Beim Umgang mit dem Coronavirus gilt weiterhin die Strategie der Absonderung und Eingrenzung. Trotz des Anstiegs der Infektionen im Main-Kinzig-Kreis seien die Umstände und Kontakte derzeit noch nachvollziehbar und bestätige die bisherige Strategie des Gesundheitsamtes. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten und zeitaufwändig daran, die Infektionsketten nachzuverfolgen“, berichtet Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler.

 

Unabhängig von der aktuellen Situation verweisen die Fachleute erneut auf Hygienemaßnahmen oder andere Vorkehrungen, um gleichzeitig die Übertragung der auch im Main-Kinzig-Kreis grassierenden Virusgrippe zu vermindern. Vor allem das regelmäßige Händewaschen mit Wasser und Seife ist ein wirksames Mittel zur Vorbeugung. Eine besondere Desinfektion ist nicht sinnvoll. Außerdem sollte der enge Kontakt zu Personen mit Erkältungskrankheiten vermieden werden. Auch gut durchlüftete Räume senken das Ansteckungsrisiko. Außerdem bittet die Kreisspitze weiterhin darum, umsichtig, überlegt und ruhig mit der Situation umzugehen. Aus dem Gesundheitsamt heißt es, dass alle positiv getesteten Personen einen milden Krankheitsverlauf zeigen. Dies bestätige die r Einschätzung des Robert-Koch-Institutes, dass vier von fünf Personen bei einer Erkrankung nur milde Symptome zeigen.

 

Fragen rund um den Umgang mit Verdachtsfällen oder zum Coronavirus allgemein liefert das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage www.rki.de. Darüber hinaus gibt es eine Hotline des Landes Hessen, die täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800-5554666 erreichbar ist. Das Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises ist von montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr sowie freitags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr unter 06051-8510000 weiterhin geschaltet.

Foto zur Meldung: Verfügung zum Schutz vor Coronavirus: Keine Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 300 Teilnehmern
Foto: Verfügung zum Schutz vor Coronavirus: Keine Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 300 Teilnehmern

Aktualisierung! Babyempfang der Stadt Wächtersbach abgesagt

(11.03.2020)

Aktualisierung!

Der für den 5. April 2020 geplante Babyempfang der Stadt Wächtersbach wird aufgrund der aktuellen Situation zum Corona-Virus abgesagt. Die Absage erfolgt aufgrund der Experten-Empfehlung, um die Verteilung des Corona-Virus´ nicht zu beschleunigen. Wir bitten hierfür um Verständnis!

Vielen Dank.

Ihre Stadtverwaltung

 

 

Am Sonntag, 5. April 2020 um 15:00 Uhr lädt die Stadt Wächtersbach alle neuen Erdenbürger, die in der Zeit von März 2019 bis Februar 2020 geboren wurden, mit ihren Erziehungsberechtigten und Geschwistern zu einem Babyempfang in die Heinrich-Heldmann-Halle (Bürgerhaus) ganz herzlich zu Kaffee und Kuchen ein.

Es soll Zeit sein zum Kennenlernen, für Gespräche und für Informationen rund um die städtischen Kinder- und Familienangebote. Auch für kleine Überraschungen und Musik ist gesorgt. Alle Babys, die am letzten Babyempfang im Jahr 2019 nicht teilgenommen haben, sind ebenso herzlich eingeladen.

Foto zur Meldung: Aktualisierung! Babyempfang der Stadt Wächtersbach abgesagt
Foto: Aktualisierung! Babyempfang der Stadt Wächtersbach abgesagt