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Planungsabsichten zur Wohnraum-Schaffung in Wächtersbach

Wächtersbach, den 19.06.2020

Die Stadt Wächtersbach ist sehr gefragt von Wohnungssuchenden und Gewerbetreibenden. Es gibt aktuell kein Bauland mehr. Um insbesondere heimischen Familien eine Möglichkeit zu bieten, in ihrer Heimat zu bleiben und im Idealfall ein Eigenheim zu bauen, lotet die Stadt alle Möglichkeiten aus. Mit einem „Aufstellungsbeschluss“ leitet sie ein öffentlich-rechtliches Verfahren ein, bei dem den Bürgern und den Behörden Gelegenheit zur einer Stellungnahme  gegeben wird. Die Stellungnahmen werden im Zuge der Planaufstellung geprüft und abgewogen. Besonders auch Umweltaspekte werden dabei berücksichtigt. Frühestens im 2. Teil des Verfahrens wird mit dem dann vorliegenden Umweltbericht nach einer erneuten Öffentlichkeitsbeteiligung eine klare Entscheidung für das Baugebiet möglich sein. Stadtplaner Bischoff hat in einer Ausschuss-Sitzung am 10.6. folgendes klargestellt: Die Kernstadt hat keine anderen Entwicklungsmöglichkeiten. Die Entwicklung auf dem Brauereigelände ist eingeleitet (32 bis max. 40 WE). Auf Baulücken im Ortsbereich hat die Stadt keinen Zugriff, da Privateigentum. Die im Moment zur Verfügung stehende Fläche Dietrichsberg würde lt. FNP nur 0,85 ha betragen, hier könnten 15 bis max. 20 WE entstehen, aber der Erschließungsaufwand für diese kleine Fläche wäre unverhältnismäßig hoch. Das Gelände wäre unbezahlbar für Familien. Die Planfläche Dietrichsberg wird im Wesentlichen als Grünland genutzt. In den letzten Jahren ist eine deutliche Verbrachung festzustellen. Von einer "naturbelassenen" Fläche kann keine Rede sein. "Feuchtgebiete" existieren bei 17 % Hangneigung nicht. Die östlich und nördlich gelegenen Grundstücke wurden aufgrund ihres naturschutzfachlichen Wertes bewusst nicht in den Planbereich einbezogen. Mit einem Bebauungsplan sind immer Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden. Flächen mit geringerem Eingriffspotential stehen nicht zur Verfügung. Wächtersbach ist eingebettet in die Kinzigaue (Landschaftsschutzgebiet) und den Büdinger Wald. Hier steht den Anwohnern ein immenses Areal für die naturbezogenen Freiraumerholung zur Verfügung. Alle Kommunen in Deutschland stehen vor dem Hintergrund des Klimawandels vor dem Problem zunehmender Starkregenereignisse. Deshalb kann jedoch nicht auf eine weitere Siedlungsentwicklung verzichtet werden. Im Rahmen der Erschließungsplanung für das Gebiet, werden die technischen Erfordernisse der Regenwasserbewirtschaftung eingehend geprüft werden. Eine solche Prüfung wird in der Regel dann vorgenommen, wenn die grundsätzliche Bebaubarkeit der Flächen geklärt ist. „Das Boot ist nicht voll“, so Bürgermeister Andreas Weiher. „Dass einige Anwohner eine Bebauung ihrer Nachbargrundstücke nicht gut finden, ist verständlich. Die Lebensrealität ist jedoch, dass nun oft Kinder der „Baby-Boomer“-Jahrgänge händeringend nach Wohnraum und Bauland, gerade auch in unserer Stadt suchen. Und diese Perspektive möchten wir als Stadt den Leuten bieten. Wir reden hier weder von einer Gewerbehalle noch von fremden Immobilien-Investoren. Unser Baurecht sorgt in allen Bereichen für die Schonung von Natur und Flächenverbrauch. Beim Dietrichsberg ist die Verhältnismäßigkeit zwischen beiden Interessen gegeben. Und nur „gesundes“ Wachstum sichert die Zukunftsfähigkeit einer Stadt.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Planungsabsichten zur Wohnraum-Schaffung in Wächtersbach