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CORONAVIRUS: Sondernewsletter der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises

Wächtersbach, den 13.03.2020

CORONAVIRUS: INFORMATIONEN DES MAIN-KINZIG-KREISES ZUR HILFE FÜR UNTERNEHMEN!

 

AKTUALISIERUNG 27.03.2020:

 

5. SONDERNEWSLETTER

 

Beantragung der Corona-Soforthilfe Hessen - Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Wohnen

Mit einem Soforthilfeprogramm unterstützt Hessen Kleinunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, Selbstständige, Freiberufler und Künstler, die aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzbedrohende Lage bzw. einen Liquiditätsengpass geraten sind. Weitere Informationen finden Sie unter:

https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/soforthilfen-fuer-kleine-und-mittelstaendische-unternehmen

 

Die Beantragung soll spätestens ab Montag, 30.03.2020 möglich sein. Die Antragsstellung bitte nur online unter: http://www.rpkshe.de/coronahilfe. Bewilligungs- und Vollzugsbehörde ist das Regierungspräsidium Kassel.

Wir bitten um Verständnis, dass wir aktuell noch keine verbindlichen Details zum Antragsverfahren haben.

 

Ihr Team der Wirtschaftsförderung

Main-Kinzig-Kreis
Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur
Postadresse: Barbarossastraße 24
Besucheradresse: Zum Wartturm 3
Tel. 06051 85-13700; Fax: 06051 85-13710
E-Mail: wirtschaft@mkk.de

 

 


 

AKTUALISIERUNG 25.03.2020:

 

4. SONDERNEWSLETTER

 

Main-Kinzig-Kreis organisiert Plattform für lokalen Online-Handel zwischen Maintal und Sinntal

Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann: „Das Konzept ist einfach, flexibel und bürgernah.“

Zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels zwischen Maintal und Sinntal hat der Main-Kinzig-Kreis eine Plattform auf den Weg gebracht, um alle Anbieter zu erfassen, die für ihre Kundinnen und Kunden einen Lieferservice organisieren. Denn die angeordneten Schließungen der Geschäfte zum Schutz vor der Corona-Pandemie treffen den Einzelhandel besonders hart. Die vorsorglichen Maßnahmen werden vor Ort mit allen Konsequenzen umgesetzt, doch die großen Plattformen im Internet sind davon nicht berührt. Vereinzelte Geschäfte im Main-Kinzig-Kreis bieten nun aber ebenfalls die Möglichkeit der digitalen oder telefonischen Bestellung inklusive Lieferservice.

„Auch wir wollen in der jetzigen Situation den Handel nicht allein solchen Riesen wie Amazon überlassen und appellieren an
die Bürgerschaft, gerade in der jetzigen Situation die Strukturen vor Ort zu unterstützen“, erläutert Landrat Thorsten Stolz die Motivation für die Schaffung des digitalen Marktplatzes für den Main-Kinzig-Kreis.

Im Landratsamt wurde in Kooperation von Pressereferat und Wirtschaftsförderung die Idee geboren, diese Option des „lokalen Online-Handels“ aufzubauen. Die Antwort ist der „Marktplatz“ auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises, wo diese Dienstleistungen gesammelt und kompakt abgebildet werden. Kurzfristig wurde über das Netzwerk der Wirtschaftsförderung die Leistungsfähigkeit möglicher lokaler Anbieter abgefragt. „Die Resonanz war durchweg positiv, so dass wir am Montag mit der neuen Plattform an den Start gehen“, kündigt Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann an. Ab sofort haben Einzelhändler aus dem Main-Kinzig-Kreis die Möglichkeit, sich hier registrieren zu lassen und ihre Waren zu platzieren.

Die konkrete Idee: Im MKK gibt es zahlreiche kleine und mittelgroße Geschäfte, die zum Teil Inhaber geführt sind. Sie
verfügen über Telefon, Mail und teilweise über eine Homepage. Das jeweilige Warenangebot ist den örtlichen Kundenkreis
weitgehend bekannt. Wer sich an dem lokalen Bestell- und Lieferdienst beteiligen möchte, der meldet sich über ein entsprechendes Formular an. Dazu muss die Erreichbarkeit (wann und wie) definiert werden.  Das Kundengeschäft wird
dann per Telefon oder Mail (auch Whats App) abgewickelt. Der Main-Kinzig-Kreis übernimmt die Werbung und unterstützt bei Bedarf die Koordination. „Das Prinzip ist einfach, flexibel und bürgernah“, betonen Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann.

Ein wichtiger Partner in diesem Konzept ist Main-Kinzig-Post, ein leistungsfähiger regionaler Kurierdienst für Briefversand,
Paketversand und Logistik. Das Unternehmen bietet den Hol- und Lieferservice für die Geschäfte und Unternehmen, die nicht über eigene Ressourcen verfügen. Diese Dienstleistung ist auch unter den aktuellen Einschränkungen einwandfrei möglich und kann ohne die Gefahr einer Virusübertragung funktionieren. Aber auch andere vergleichbare Dienstleister können sich hier beteiligen.

Die Umsetzung liegt in der Verantwortung des Pressereferates, dass mit „CoroNetz“ innerhalb kurzer Zeit eine Informationsplattform rund um die neuartige Lungenerkrankung aufgebaut hat. Hier wird auch die neue Versorgungsdatenbank als „Marktplatz“ zu finden sein. Dazu wurde am Wochenende eine entsprechende Eingabemaske programmiert, die von den Geschäften und Unternehmen selbst auszufüllen ist. Die Angaben werden direkt im Netz veröffentlicht.

Abgefragt werden neben den Kontaktdaten vor allem die jeweilige Erreichbarkeit und einige Besonderheiten des jeweiligen Anbieters. „Das Konzept ist einfach aber wirkungsvoll angelegt und kann bei Bedarf auch modifiziert werden“, erläutern
Thorsten Stolz und Winfried Ottmann. Die beteiligten Partner, die einen Lieferservice anbieten, werden auf der Homepage sortiert in die drei Rubriken Lebensmittel, Gastronomie und weiterer Einzelhandel sowie die 29 Städte und Gemeinden. Auf diese Weise ist eine Orientierung auf einfache Weise möglich.

„Das Risiko für alle Beteiligten ist klein, aber die Chance umso größer“, sind Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter
Winfried Ottmann von der Idee überzeugt. Die Palette der angebotenen Waren kann so vielfältig sein, wie die Geschäftswelt im Main-Kinzig-Kreis: Von der Armbanduhr über Bücher, Fahrräder, Gesellschaftsspiele, Kinderschuhe, Fahrräder bis hin zu Schreibwaren, Sportartikeln und Zuckerdose. Am Ende liege es in der Hand der Bürgerinnen und Bürger, dieses Angebot intensiv zu nutzen. Zu finden ist die Plattform über die Homepage des Main-Kinzig-Kreises unter CoroNetz/Marktplatz.

 

Kurzarbeitergeld (Corona Virus)- Informationen für Unternehmen

Der Gesetzgeber sieht die Möglichkeit von Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld vor. Dieser werden von der Bundesregierung durch Verordnungen erlassen. Sie gelten mit Wirkung zum 01.03.2020 und sind bis zum 31.12.2020 befristet (Stand Referentenentwurf 19.03.2020). Das wichtigste in Kürze finden Sie hier.

 

Übersicht zur Liquiditätshilfen des Landes Hessens

Für Unternehmer, die Aufgrund des Corona-Virus in Schwierigkeiten geraten, bietet das Land Hessen Unterstützung an.
weitere Informationen finden Sie hier.

 

Sobald neue Informationen zu den Sofortprogrammen Seitens des Bundes und Landes vorliegen senden wir einen neuen
Newsletter.

Ihr Team der Wirtschaftsförderung

 


 

 

3. SONDERNEWSLETTER

 

KfW-Information: Corona Hilfen für Unternehmen:

 

Ab sofort können über die Hausbanken KfW-Sonderprogramme in Anspruch genommen werden.

Ziel: Unternehmen schnellstmöglich mit Liquidität zu versorgen:

Deutsche Kreditwirtschaft und KfW ziehen an einem Strang
Anträge für Hilfskredite ab sofort möglich

Deutschland steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Das Corona-Virus löst nicht nur eine medizinische Krise aus, sondern sorgt für nie dagewesene Unsicherheit in der Realwirtschaft und Verwerfungen an den Kapitalmärkten. Schnelle und zielgerichtete Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft, wie sie die Bundesregierung auf den Weg bringt, sind
notwendig. 

Deshalb bündeln die KfW und ihre Finanzierungspartner die Kräfte: Die Förderkredite, die die KfW im Auftrag der
Bundesregierung  den Unternehmen zur Verfügung stellt,  leiten die deutschen Kreditinstitute an ihre Kunden weiter.

Die erste Phase des Hilfspakets steht bereits ab sofort zur Verfügung. Dabei sind schnellstmöglich klare und umsetzbare
Prozesse für Banken und Sparkassen notwendig. Die KfW hat ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet,
um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern, darunter den KfW-Unternehmerkredit für
Bestandsunternehmen, den ERP-Gründerkredit-Universell für junge Unternehmen sowie den KfW-Kredit für Wachstum für
größere Unternehmen. Die Kredite aus der Phase 1 können die Unternehmen über ihre Hausbanken beantragen. Für Freiberufler und Selbstständige gelten dabei die gleichen Regeln wie für Unternehmen. 

Ausführliche Informationen zur Phase
1: https://www.kfw.de/KfWKonzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Für die Gewährung von Haftungsfreistellungen wird die Risikobewertung der Hausbank übernommen, um eine zügige
Auszahlung des haftungsfreigestellten KfW-Förderkredits zu erreichen.

Darüber hinaus führt die KfW für kleine und mittlere sowie für große Unternehmen ein neues KfW-Sonderprogramm mit
erhöhter Risikotoleranz ein. Dieses soll von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die durch die Corona-
Krise in größere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Überdies wird die KfW für größere Unternehmen Direktbeteiligungen im Rahmen von Konsortialfinanzierungen anbieten. Dieses neue KfW-Sonderprogramm startet ab sofort.
Anträge können über den üblichen Weg der Hausbanken eingereicht werden. Fragen beantworten Ihnen gerne die
Beraterinnen und Berater des Infocenters der KfW unter folgender kostenfreier Rufnummer: 0800 539 9001 (08:00 – 18:00 Uhr).

 

Weitere Informationen unter: Unternehmensfinanzierungsprogramm der KfW

 

 

RKW Hessen Perspektivberatung

 

Die RKW Hessen GmbH bietet eine Perspektivberatung für Solo-Selbstständige, kleiner Unternehmen bis 25 Mitarbeitern, aber
auch für den Mittelstand  eine „Perspektivberatung Mittelstand“ (perspektive@rkw-hessen.de) an.

Hier haben Sie sachkundige Ansprechpartner, die Ihnen maßgeschneidert für Ihr Unternehmen Zugang zu den Hilfsprogrammen aller staatlichen Institutionen geben können.

Wir bemühen uns derzeit noch um Zuschüsse, die Sie für die geringfügig anfallenden Beratungskosten erhalten können.

Für die Zusammenarbeit mit der RKW Hessen GmbH haben wir uns entschieden, weil damit ein schneller Zugriff auf die
einzelnen Förderprogramme gewährleistet sein sollte! www.rkw-hessen.de

 

Corona Checkliste der IHK für Unternehmen – Orientierung und Hilfestellung

 

Ihr Team der Wirtschaftsförderung

 

 


 

AKTUALISIERUNG 17.03.2020:

 

2. SONDERNEWSLETTER

 

Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Arbeitnehmer

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir dürfen Sie auf die derzeit bekannten Hilfsmaßnahmen für Unternehmer und Arbeitnehmer hinweisen, die einen Schwerpunkt auf den finanziellen Aspekt legen. Bitte schauen Sie sich die Informationen genau durch. Am Ende finden Sie passgenaue Ansprechpartner für Ihr Anliegen: Hilfsmaßnahmen für Unternehmer und Arbeitnehmer .

Wir drücken Ihnen in Ihrer derzeitigen Situation die Daumen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zunächst keine Direktberatung für einzelne Fälle anbieten können, dass wir das Anliegen von Ihnen und den anderen Unternehmen aber aufnehmen und zeitnah mit entsprechenden neuen Hinweisen und Beratungsangeboten beantworten.

Sobald neue Informationen vorliegen, werden wir diese in einem Sondernewsletter an Sie weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Wirtschaftsförderung Main-Kinzig-Kreis
Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur
 


 

1. SONDERNEWSLETTER

 

Kurzarbeitergeld: Sachverhalte und Lösungen

 

Eine Arbeitnehmerin/ein Arbeitnehmer ist arbeitsunfähig erkrankt.

Ist der Beschäftigte infolge einer Infektion mit dem Coronavirus arbeitsunfähig erkrankt und somit an seiner Arbeitsleistung
verhindert, besteht Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für den Zeitraum von 6 Wochen (§ 3 EntgFG). Nach diesem Zeitraum
haben Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung Anspruch auf Krankengeld.

 

Einer Arbeitnehmerin/einem Arbeitnehmer wurde ihre/seine Tätigkeit nach § 31 Infektionsschutzgesetz (IfSG) untersagt.
Sie/er wurde unter Quarantäne gestellt.

Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer erhält für die Dauer des Tätigkeitsverbots eine Entschädigung nach § 56 IfSG. Die Höhe
der Entschädigung bemisst sich nach dem Entgeltausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls
gewährt, die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag
erstattet. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 SGB V gewährt.

Ist dem Entschädigungsberechtigten für die gleiche Zeit Kurzarbeitergeld zu gewähren, geht der Anspruch auf Entschädigung auf die BA über (§ 56 Abs. 9 IfSG). Die Anträge sind bei der zuständigen Behörde innerhalb einer Frist von drei Monaten zu beantragen (§ 56 Abs. 11 IfSG).

 

Sollte ggf. ein Betrieb durch eine behördliche Anordnung geschlossen werden: Kann für die Dauer der angeordneten
Schließung des Betriebes Kurzarbeitergeld beansprucht werden?

Ein unabwendbares Ereignis liegt vor, wenn ein Arbeitsausfall durch behördliche oder behördlich anerkannte Maßnahmen
verursacht ist, die vom Arbeitgeber nicht zu vertreten sind (§ 96 Abs. 3 Satz 2 SGB III). Zu diesen behördlich angeordneten
oder anerkannten Maßnahmen gehören auch angeordnete Betriebseinschränkungen oder -stilllegungen, die vorübergehend sind. Sofern alle weiteren Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld vorliegen (Entgeltausfall durch arbeitsrechtliche Einführung der Kurzarbeit, unvermeidbarer und vorübergehender Arbeitsausfall, Mindesterfordernisse und Anzeige des Arbeitsausfalls), kann für die (vorübergehende) Dauer der Betriebsschließung Kurzarbeitergeld gewährt werden.

Wichtig ist, dass ein Entgeltausfall vorliegt. Dabei ist zu prüfen, ob staatliche Entschädigungsleistungen gezahlt werden.
Weiter ist ggf. zu prüfen, ob der betroffene Betrieb eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen hat und ob diese für die Ausfalldauer die Entgeltzahlungen abdeckt. Dies kann den konkreten Versicherungsbedingungen entnommen werden.

 

Mehrere Arbeitnehmerinnen /Arbeitnehmer eines Kleinbetriebes werden wegen Verdachts einer Coronavirusinfektion unter Quarantäne gestellt. Der Betrieb kann wegen der ausgefallenen Beschäftigten seine Produktionstätigkeit nicht mehr aufrechterhalten und muss die Produktion aus diesem Grund einstellen. Kann hierfür Kurzarbeitergeld gewährt werden?

Sofern kurzfristig kein Ersatz für die ausgefallenen Beschäftigten beschafft werden kann, kann bei Vorliegen der Voraussetzungen Kurzarbeitergeld gewährt werden.

 

Ein Betrieb entscheidet sich unter Hinweis auf die Diskussion über den Coronavirus, die Betriebstätigkeit als
Vorsichtsmaßnahme einzustellen. Eine behördliche Anordnung hierfür liegt nicht vor. Kann hierfür Kurzarbeitergeld
gewährt werden?

Es liegt kein unabwendbares Ereignis vor. Wirtschaftliche Ursachen für den eingetretenen Arbeitsausfall liegen ebenfalls nicht vor. Eine Gewährung von Kurzarbeitergeld kann nicht erfolgen. Die Ursache ist dem Betriebsrisiko zuzuordnen.

 

Ein Betrieb bezieht Teilerzeugnisse von einem Lieferanten aus China und baut diese in sein Produkt ein. Durch den
Coronavirus wurde die Produktion beim Lieferanten in China eingeschränkt bzw. eingestellt, es kommt zu Lieferengpässen
bzw. Lieferausfällen des Vorproduktes. Kann im von Lieferausfällen wegen des Coronavirus in China betroffenen Betrieb für den eingetretenen Arbeitsausfall Kurzarbeitergeld beansprucht werden?

Aufgrund der fehlenden Vorprodukte kann ein Arbeitsausfall aus wirtschaftlichen Gründen vorliegen. Sofern die weiteren
Voraussetzungen vorliegen, kann Kurzarbeitergeld gewährt werden. Es ist insbesondere zu prüfen, ob der eingetretene
Arbeitsausfall vermeidbar ist (kann kurzfristig ein alternativer Lieferant beauftragt werden?)

 

Eine geplante Messe wird auf Grund des Coronavirus abgesagt. In einem Hotel werden daraufhin für die Messezeit
gebuchte Hotelzimmer storniert: Kann das Hotel wegen der geringeren Auslastung Kurzarbeitergeld beanspruchen?

Da der Betrieb nicht unmittelbar in Form einer behördlich angeordneten Maßnahme betroffen ist, liegt ein unabwendbares
Ereignis nicht vor.

Tritt in Folge der Messeabsage und den daraus folgenden Stornierungen ein Arbeitsausfall ein, kann dieser durch
wirtschaftliche Ursachen (Auftragsmangel) ausgelöst worden sein. Es ist zu prüfen, ob der eingetretene Arbeitsausfall
vermeidbar und kein branchenüblicher Arbeitsausfall anzunehmen ist (sind z.B. die Stornierungen in üblichem Umfang erfolgt). Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass auch dann Personal vorgehalten werden muss, wenn keine Dienstleistung abgerufen wird (z.B. Personal für Rezeption, Restaurant).

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: CORONAVIRUS: Sondernewsletter der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises