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"Wächter" - Auszeichnung für Ingrid Müller, Heinrich Höhn, Gudrun und Reinhard Kauck

Wächtersbach, den 23.12.2019

Stadt Wächtersbach würdigt das ehrenamtliche Engagement mit dem Wächter

Gleich in drei Kategorien vergab die Stadt Wächtersbach den Wächter in diesem Jahr. Das Ehepaar Gudrun und Reinhard Kauck wurde ausgezeichnet in der Kategorie Heimatpflege. Ingrid Müller erhielt den Wächter für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und Heinrich Höhn wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Bürgermeister Andreas Weiher begrüßte die Gäste sehr herzlich in der Heinrich-Heldmann-Halle und bezeichnete die alljährliche Wächterverleihung als eine der schönsten Veranstaltungen und eine der bedeutendsten. Er ging auf das ehrenamtliche Engagement in den 69 Vereinen, Verbänden und Organisationen ein, wobei die Feuerwehr eine der Wichtigsten sei und das Ehrenamt sei die wichtigste Säule unserer Gesellschaft. Durch die Veranstaltung führte als Moderator Nikolai Kailing. 

In seiner Laudatio ging Gerhard Kuschnik auf die Vielzahl an Aktivitäten von Gudrun und Reinhard Kauck – zusammengefasst unter dem Begriff Heimatkunde – ein. Die beiden Preisträger haben seit vielen Jahren mit großem Engagement und intensiver Nachforschung in den öffentlichen und privaten Archiven sowie in persönlichen Gesprächen mit Zeitzeugen die Ortsgeschichte, die Denkmalpflege sowie Natur und Umwelt ihrer Heimatgemeinden Hesseldorf, Hailer und Gelnhausen erforscht, aufgearbeitet und in Vorträgen, Aufsätzen, in Buchform und mit Hilfe von Fotosammlungen veröffentlicht. Auf ihrer Homepage stellt Gudrun Kauck ihr Wissen auch in der digitalen Form der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Preisträger haben darüber hinaus die umfangreiche Chronik des ehemaligen Hesseldorfer Ortsvorstehers Herbert Geschwindner übernommen und fortgeführt. Auch das Leben und Werk des Malers Carl Albin Mühlhardt gehört zu den Forschungen des Ehepaares Kauck und so ist auf deren Initiative am Grab des Malers auf dem Hesseldorfer Friedhof eine Gedenktafel angebracht worden. Gudrun Kauck bedankte sich mit den Worten, dass sie sich beide sehr über die Verleihung gefreut haben, es aber für ein Aufhören und eine Ehrung des Lebenswerks zu früh sei – vielmehr animiere sie beide die Wächterauszeichnung, weiter zu machen.

Elke Schmidt-Habermann hielt die Laudatio für Ingrid Müller. Sie sei direkt, ehrlich und habe das Herz am rechten Fleck, so habe Bürgermeister a. D. bereits Ingrid Müller und ihre Arbeit beschrieben. „Und sie ist immer hilfsbereit, stets für andere da. Sie setzt sich immer mit Rat und Tat und besonders auch mit Taten ein“, ergänzt Elke Schmidt-Habermann ihre Ausführungen. Ingrid Müllers umfassendes ehrenamtliches Engagement kann sich sehen lassen – seit 47 Jahren Mitglied bei der Sängervereinigung Hesseldorf, ebenso langjähriges Mitglied bei den Damen-Gymnastik-Vereinen Weilers und Hesseldorf. Seit 28 Jahren in der AWO, seit 35 Jahren aktive Sängerin im evang. Kirchenchor sowie lange Jahre im evang. Kirchenvorstand und seit zwei Jahrzehnten SPD-Mitglied. In all den vielen Vereinen und Verbänden hilft sie mit bei Veranstaltungen und backt Kuchen. Aber Ingrids große Leidenschaft gehöre der Seniorenarbeit – man könne sagen, „sie ist das Herz der Senioren, sie war Mitbegründerin der Seniorengemeinschaft Hesseldorf/Neudorf/Weilers“ Mit Unterstützung ihres Seniorenbeirats werden viele interessante Veranstaltungen durchgeführt, wie die monatlichen Kaffeenachmittage, oft mit interessanten Vorträgen sowie jahreszeitlichen Programmen wie Faschingsnachmittag, Weihnachtsfeier, Heringsessen usw. Außerdem ist sie ein Aktivposten bei der Organisation der städtischen Seniorenfahrten. „Keine Arbeit ist ihr zu viel, kein Weg zu weit, keine Aufgabe zu schwierig“, stellt Elke Schmidt-Habermann am Ende ihrer Laudatio fest.

Ingrid Müller freute sich sehr über die Auszeichnung und sie bedankte sich bei ihren Weggefährten, ihrem Seniorenbeirat und ihrer Familie, die sie allesamt so gut unterstützen in ihrer Arbeit und die alle zur Ehrung an diesem Tag in die Heinrich-Heldmann-Halle gekommen waren.

Heinrich Höhn kann auf ein langes, erfolgreiches, ehrenamtliches Wirken zurück blicken, stellte Laudator Gerhard Jung zu Beginn seiner Ausführungen fest. Sein beruflicher Werdegang als Maler und sein handwerkliches Geschick waren ihm immer eine große Hilfe bei seiner ehrenamtlichen Arbeit – Heinrich Höhn war gefragt und gerne bereit, sein handwerkliches Können für die Allgemeinheit einzusetzen, so bei der Erweiterung des Dorfgemeinschaftshaues, der Überdachung der Trauerhalle und Pflasterarbeiten auf dem Vorplatz, beim Umbau des Feuerwehrgerätehauses und zuletzt bei der Gestaltung und Erstellung der großen Rast- und Radstation am Ortseingang Weilers.

Heinrich Höhn ist aber auch ein politischer Mensch. Er ist Mitglied der SPD und für diese viele Jahre ehrenamtlich in politischen Gremien; so als Gemeindevertreter in Weilers, Ortsbeiratsmitglied – davon 1977 bis 1981 und 1997 bis 2006 im Amt des Ortsvorstehers bzw. von 2013 bis 2016 als stellvertretender Ortsvorsteher.  

Die Feuerwehr war eine weitere Leidenschaft – er ist seit 1949 Mitglied und von 1973 bis 1991 stellte er sich als Wehrführer zur Verfügung, 1974 war er Mitinitiator zur Gründung der Jugendfeuerwehr. Auch im Feuerwehrverein war er von 1979 bis 1985 aktiv als Erster Vorsitzender tätig und unterstützte die damals gegründete Feuerwehr-Kameradschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Oberstrahlbach in Österreich. Selbstverständlich wirkte er tatkräftig mit bei der Organisation der zahlreichen Feste, Veranstaltungen und Jubiläen – sowohl in der Feuerwehr als auch im Dorfgeschehen. Er ist Mitglied in der AWO und Gründungsmitglied des Ersten Petanque Club Wächtersbach, wo er auch wiederum bei der Herstellung der Clubanlage kräftig mithalf. Für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde er bereits durch die Feuerwehr sowie die Stadt Wächtersbach ausgezeichnet; in 1998 erhielt er den Ehrenbrief des Landes Hessen. „Ich möchte hier nicht die unzähligen Arbeitsstunden aufzählen, die das alles erforderte. Denn für einen Ehrenamtler wie Heinrich zählt das Ziel, nicht die Zeit“ endete Georg Jung seine umfangreichen Ausführungen zum „Lebenswerk“ von Heinrich Höhn.

Heinrich Höhn sagte, er sei überrascht worden von der Auszeichnung. Und gab ein Stück weit der Auszeichnung an seine vielen Helfer und Unterstützer weiter: „In unserem Ort wurde viel Arbeit ehrenamtlich geleistet, es haben viele Freunde und Unterstützer mitgeholfen und zu mir gestanden“. Sein besonderer Dank galt seiner Ehefrau: „Wie oft hat sie geholfen, hat Suppe für alle gekocht, dann konnte es wieder weiter gehen. Sie hat mitgezogen, so konnte ich viel erreichen“.

Musikalisch wurde die Feierstunde begleitet durch Markus Leis am Klavier und mit Gesang von Emily Tobiasch und Laura Hauke. Großen Applaus ernteten sie für die gekonnte Darbietung von Weltsongs  wie „time after time“, „you are the reason“ oder „christmas is all around“.

Am Ende der Veranstaltung dankte Bürgermeister Andreas Weiher den Mitwirkenden und Organisatoren der Veranstaltung wie Moderator Nikolai Kailing sowie Kevin Kehm, der in das Wächterkostüm geschlüpft war, Elena Schmidt und Sascha Rodekirchen, die für die Dekoration und die Technik verantwortlich zeichneten und die Praktikanten der Stadtverwaltung Wächtersbach, welche die Gäste mit Sekt bewirteten. 

 

Foto: von links: Reinhard u. Gudrun Kauck, Gerhard Kuschnik, Ingrid Müller, Elke Schmidt-Habermann, Heinrich Höhn, Georg Jung, BürgermeisterAndreas Weiher u. "Wächter" Kevin Kehm