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51. Bürgerversammlung der Stadt Wächtersbach war gut besucht

Wächtersbach, den 19.12.2019

Bahnausbau und Stadtumbau waren die zentralen Themen

Als Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch die Bürger in der Heinrich-Heldmann-Halle begrüßte, war der Saal gut besetzt. Bürgermeister Andreas Weiher, Erster Stadtrat Oliver Peetz sowie weitere Stadträte, Stadtverordnete und Mitglieder der Ortsbeiräte waren gekommen. Rund 100 interessierte Wächtersbacher hatten den Weg zur Versammlung gefunden, um sich über die aktuellen anstehenden Projekte zu informieren.

Nach seinen Grußworten ging Bürgermeister Weiher insbesondere auf das Thema Stadtumbau ein. Michael Böhme vom Büro Rittmannsperger Architekten stellte den aktuellen Planungsstand vor. Insbesondere ging er auf die neue Nutzung des Alten Amtsgerichts ein. Hier wird – generationenübergreifend – im Obergeschoss eine Seniorentagespflege eingerichtet und im Erdgeschoss zukünftig weitere Betreuungsplätze für unter 3-jährige Kinder geschaffen werden. Insgesamt laufe der Stadtumbau zügig voran. Hier stehen die Planung der Altstadt bis zum Bahnhof sowie das ehemalige Brauereiareal im Mittelpunkt. Auf dem Brauereigelände habe sich viel getan – das ehemalige Sudhaus und das Tanklager hinter dem Marstall sind zurück gebaut. Der Marstall wird gerade entkernt; er war der ehemalige Pferdestall und wurde später mit Gärbottichen seitens der Brauerei genutzt. Der ehemalige Kuhstall wird zurückgebaut und in gleicher städtebaulicher Kubatur neu aufgebaut. Darin findet zukünftig das Altstadtparkhaus Platz. Das Schlossumfeld wird für den Rathausbetrieb provisorisch hergerichtet, die endgültige Gestaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt, auch soll der Damm zwischen den Teichen ertüchtigt werden.

Zur geplanten Neubaustrecke der Bahn durch das Kinzigtal war ebenfalls ein Referent gekommen. Für die Deutsche Bahn stellte Dirk Schütz den aktuellen Planungsstand „Bahnstreckenaus- und -neubau Gelnhausen-Fulda" vor; hierbei geht er auf die Prüfungen der gesamten Varianten ein, insbesondere auch auf den sogenannten „13er-Vergleich“, wo die verschiedenen Kriterien, wie Raumordnung, Umwelt, Verkehr und Volkswirtschaft miteinander verglichen wurden.

„Die  nun vorliegende Variante ist die beste Lösung“, sagte Schütz. Damit gehe die Bahn ins Raumordnungsverfahren. Die Trasse verlässt bei Wirtheim die bestehende Trasse in einen Tunnel und quert vor Wächtersbach das Kinzigtal. Die Neubaustrecke entlaste auch die bestehende Nahverkehrstrasse durch eine bessere Taktung und kürzere Fahrzeiten – er spricht von einer Zeitersparnis von 21 Minuten zwischen Fulda und Hanau für die Pendler. Die Bahn bestätigt eine Verringerung der Lärmbelastung. Die neue Strecke führe nicht durch die Ortslagen, sondern befahre die Wohnorte mit größerem Abstand, sagte er. Vor allem in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr werde die Lärmbelastung auf der Bestandsstrecke sinken, da der Fernverkehr und der Güterverkehr überwiegend die Neubaustrecke nutzen werde und diese mit dem gesetzlich geforderten Schallschutz ausgestattet werde. Zu diesem Thema sei im Frühling – nach Abschluss der Auswertungen – eine weitere Bürgerversammlung vorgesehen. Zum Abschluss seiner Ausführungen zeigte Schütz den Gästen einen Film des Streckenverlaufs von Gelnhausen nach Fulda zur Antragsvariante IV. Bürgermeister Andreas Weiher ergänzte einige Details.  

Zu weiteren zahlreichen Themen konnte Bürgermeister Weiher ebenfalls die Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantworten, so zum Klimaschutz unter dem Blickpunkt „Auslaufmodell Ölheizung“, Veröffentlichung von Verkehrszählungen oder dem geplanten Neubaugebiet „Dietrichberg“. So wurden die Gäste aus erster Hand mit aktuellen Informationen versorgt.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: 51. Bürgerversammlung der Stadt Wächtersbach war gut besucht