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Folgen von Unwettern mindern - alle können helfen

Wächtersbach, den 23.08.2019

Das Starkregenereignis vom 28. Juli 2019 in der Wächtersbacher Innenstadt führte zu 80 Feuerwehreinsätzen und vielen Sachschäden, meist verursacht durch vollgelaufene Keller. Insbesondere die trockenen Böden ließen das Wasser nicht versickern, sondern in hoher Geschwindigkeit über sie hinweg fließen und in Senken und Kellern sammeln. Rückstauklappen verhindern zwar den Durchfluss vom Kanal ins Haus, verhindern aber auch, dass Wasser der Hausdächer, das über Regenrinnen in die Kanalisation laufen soll, abläuft. Effekt ist, dass sich das Wasser in den Kellern seine Wege sucht. „Neben Sturmereignissen und Hochwasserperioden müssen wir uns als Stadt, Gefahrenabwehrbehörden und Feuerwehren zunehmend auch auf Starkregenereignisse vorbereiten. Das Bauamt ist beauftragt, kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Schadensminimierung zu planen“, so Bürgermeister Andreas Weiher.

In einem ersten Schritt werden Wasserführungen an Hanglagen verändert, um das unkontrollierte Ansammeln von Wassermassen zu verhindern. Der Bauhof arbeitet bereits daran. Grabenreinigungen sind ebenso erforderlich wie der Schutz von Gräben im landwirtschaftlichen Bereich. Dies wird durch das Ordnungsamt künftig verschärft überwacht. Seitens des Ordnungsamtes wird darauf hingewiesen, dass auch die Bürger etwas dazu beitragen können, um ähnliche Situationen zu verhindern. „Wir haben das Problem, dass immer häufiger der Grünschnitt oder sonstige Gartenabfälle am Rande von Wohngebieten oder hinter dem Garten in Abwassergräben entsorgt werden. Hierdurch werden die Wasserdurchlässe natürlich relativ zügig versperrt“, so Ordnungsamtsleiter Udo Manz.

Mittel- und langfristig wird die Stadt nicht darum herumkommen, große Investitionsmaßnahmen durchzuführen, um Rohrdurchschnitte, die seit Jahrzehnten gemäß Bauordnung und auch den tatsächlichen Anforderungen entsprechend ausreichend dimensioniert waren, gegen größere Wasserdurchlässe auszutauschen. „Ich werde daher dem Magistrat vorschlagen, an erkannten Problempunkten, z. B. am Bahnhof, eine hydraulische Berechnung durch ein Fachingenieurbüro zu beauftragen, aus dem sich die notwendigen Straßen- und Kanalbaumaßnahmen ergeben“, so Bürgermeister Andreas Weiher in einer ersten Stellungnahme. „Das Stadtbauamt wird sich zudem mit Ortskundigen, der Feuerwehr, vor allen Dingen mit den Ortslandwirten und auch Jagdpächtern in Verbindung setzen, um weitere geeignete Maßnahmen zur Verhinderung von Unwetterkatastrophen zu erörtern. Notwendige finanzielle Mittel sind in den nächsten Jahren in den Haushaltsplanungen vorzusehen, ebenso wie die Inanspruchnahme aller möglichen Fördertöpfe, um all das, was notwendig ist, auch finanziell auf sichere Beine zu stellen, ohne den Steuerzahler außerordentlich belasten zu müssen“, so der Bürgermeister vorausschauend.

 

Foto: Foto Stadt Wächtersbach – zur Verwendung frei gegeben