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Es summt und brummt in Wächtersbach

Wächtersbach, den 06.08.2019

Sie duften, sind bunt und sind allseits umschwärmt – die Blühinseln und die neu angelegten Wildblumenwiesen in Wächtersbach.

Viele Bürger der Innenstadt und der Stadtteile haben sich der Kampagne „Wächtersbach blüht“ angeschlossen. In Eigeninitiative, mit Unterstützung der Stadt und beim Einrichten von Wildblumenwiesen mit Hilfe ortsansässiger Landwirte, wurden Blühinseln geschaffen, die als Lebensraum für Insekten deren Bestand schützen und erhalten. Sie sind kleine Ökosysteme, die die Nahrungskette für Vögel und andere Insektenfresser, wie Igel, Maulwürfe, Spitzmäuse, Amphibien etc. sichern.

Ein derzeit besonders herausragendes Beispiel für den Erhalt von Wildblumen und Lebensraum für Insekten sind drei Wiesen in der Ortslage Wittgenborn. Durch Gespräche der Initiatoren Werner Jung und Gerhard Werthmann mit Bürgern und den Grundstückbesitzern Anfang des Jahres konnten diese Flächen dem Artenschutz gewidmet werden.

Die Flächen haben Ralf Nagelschmidt, Gerhard Werthmann und Holger Kauer kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf ca. 13.000 m² wurden die Flächen durch den Landwirt Ralf Nagelschmidt zur Einsaat vorbereitet und schließlich ein empfohlenes Wildblumen- und Kräutergemisch mit dem Namen „Bienenschmaus“ ausgebracht. Auch die notwendige Pflege der Wiesen wird von Landwirt Nagelschmidt übernommen. Wer sich in den nächsten Wochen am Anblick artenreicher Blumenwiesen, deren Duft und dem geschäftigen Treiben zahlreicher Insekten erfreuen möchte, ist herzlich zu Spaziergängen in Wittgenborn eingeladen. Die Lage der Wiesen wird noch auf der Internetseite der Stadt Wächtersbach bekanntgegeben, außerdem werden hierzu noch Hinweistafeln aufgestellt.

Wächtersbach geht mit diesen Flächen einen ungewöhnlich großen Schritt - angelehnt an das Projekt „MKK blüht“ - voran. Dieser Tage kamen Bürgermeister Andreas Weiher, Ortsvorsteher Gerhard Werthmann, Stadtrat Werner Jung gemeinsam mit den Schatzinsel-Kindern in den Hollerstrauchweg, um sich ein Bild vom „Blumenmeer“ in Wittgenborn zu machen. Mit großer Neugierde beobachteten die Kinder die geöffneten Blüten und die fleißigen Insekten, die den Nektar und Pollenstaub einsammelten.

Weitere städtische Grünflächen sind in der Innenstadt als „Wildblühwiesen“ vorgesehen. Im Bereich „Zur Wolferburg“ und „Am Roten Berg“ wurde der Boden vorbereitet und „abgemagert“, um die ideale Bodenbeschaffenheit für Wildblumen herzustellen. Die Einsaat ist kürzlich – auch unter großer Mitwirkung der katholischen Pfadfinder im Rahmen der „72-Stundenaktion“ - erfolgt. Dazu werden zu gegebener Zeit Blühstauden gepflanzt und Blumenzwiebeln gesteckt.

„Wächtersbach blüht“ zeigt einmal mehr, wie durch Ideen, gemeinsames Handeln der Bürger und der Stadt Refugien für die für uns so wichtige Natur entstehen.

Ein indianischem Ursprung zugeordnetes Zitat sagt: Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt – wir haben sie von unseren Kindern geliehen !

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Es summt und brummt in Wächtersbach