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Machbarkeitsstudie für ein Hotel in Wächtersbach präsentiert

Wächtersbach, den 15.04.2019

Neue Unterkunft für die Gäste von morgen

 

Wächtersbach. Die Entwicklung des Tourismus unterliegt derzeit einem starken Wandlungsprozess. Städte und Kommunen sind im Zusammenhang mit der Planung von neuen touristischen Bauvorhaben gefordert, die neuesten Trends am Markt mit in ein ganzheitliches Konzept einfließen zu lassen. Der Wächtersbacher Magistrat hatte in diesem Zusammenhang einige hochkarätige Vertreter in die Heinrich-Heldmann-Halle eingeladen, um eine Machbarkeitsstudie für ein Hotel in Wächtersbach zu präsentieren und zu diskutieren.

Bürgermeister Andreas Weiher hob in seiner Begrüßung hervor, dass er die Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit diesem Forum frühzeitig in den Entwicklungsprozess dieses Vorhabens einbinden wolle. Dabei sei man ohne konkrete Vorgaben in den bevorstehenden Ablauf der Entscheidungsfindung eingestiegen und sei somit offen für konstruktive und nachhaltige Vorschläge zur Plazierung eines Hotels in Wächtersbach.

Er begrüßte Prof. Dr. Christian Buer und den Studenten Sebastian Schlender von der Hochschule in Heilbronn. Schlender hatte mit fünf weiteren Kommilitoninnen und Kommilitonen im Rahmen einer Master-Abschlussarbeit eine Machbarkeitsstudie unter Betrachtung des allgemeinen Tourismusmarktes sowie mit Fokus auf den Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Wächtersbach erstellt. Diese Studie wurde von ihm persönlich vorgestellt.

Weiter begrüßte Weiher Bernhard Mosbacher von der Spessart-Tourismus- und Marketing GmbH, Michael Böhme vom Architekturbüro Rittmannsperger sowie den Vorsitzenden des Wächtersbacher Gewerbe- und Verkehrsvereins, Lars Wendt. Zudem hieß er zahlreiche Mitglieder des Magistrats, der Stadtverordneten-Versammlung sowie des Arbeitskreises zur Stadtentwicklung willkommen. Im Anschluss übergab er das Wort an Sabine Jennert von Spessart-Regional, die das Treffen moderierte.

Die Studie beleuchtete den Standort Wächtersbach sowie den Hotelmarkt und analysierte den damit zusammenhängenden Wettbewerb. Zudem wurden aktuelle Tourismustrends und relevante Märkte untersucht, die in ein modellhaftes Konzept eingeflossen sind. Eine abschließende Wirtschaftlichkeitsrechnung sowie eine Stärken-, Schwächen-, Chancen- und Risiken-Betrachtung (SWOT-Analyse) rundeten die Studie aussagekräftig ab. Die Untersuchung sei auf die Bedürfnisse der modernen Gäste von morgen ausgelegt. Diese wollen sich bei trendigem Kurzurlaub und Wellness erholen und etwas erleben, wie Buer berichtete. Wächtersbach biete mit seiner Anbindung an Rad- und Wanderwege gute Voraussetzungen dafür.

 

Die Stadt sei nach der Analyse bestens in die verkehrstechnische Infrastruktur eingebunden und über Autobahn, Deutsche Bahn sowie den Flughafen Frankfurt sehr gut für potentielle Kunden erreichbar. Zudem sei diese in direkter Nähe zu attraktiven Erlebniszielen im Hessischen Spessart positioniert. Bei wachsender Nachfrage nach Outdoor-Aktivitäten würden diese Fakten zu guten Chancen im Freizeit- und Erlebnistourismus führen. Auch seien im Main-Kinzig-Kreis rund 200 Betriebe mit fast 25.000 Beschäftigten ansässig, was gute Perspektiven im Geschäfts- und Tagungstourismus eröffne. Natürlich dürfe man auch Risiken wie konjunkturelle Schwankungen und die derzeit geringe Übernachtungsanzahl im Landkreis sowie Schwächen hinsichtlich der Bedeutung des Spessarts als Tourismus-Region im Vergleich zu anderen Tourismus-Regionen in Deutschland nicht außer acht lassen. Dennoch hoffe Böhme auf den Mut der Wächtersbacher, um neue Wege zu gehen. Hierbei könne man sich auch eine Kooperation zwischen Bad Soden-Salmünster, Bad Orb und Wächtersbach vorstellen, die in der Gesprächsrunde treffend als „Dreiklang“ bezeichnet wurde.

 

Die Studie beinhaltete zwei Modell-Projekte an den Standorten Bahnhof sowie Forsthaus  und stellte denkbare Ausprägungen wie Tagungsräume, Radwerkstatt, Sauna oder Self-Service-Konzepte heraus. Weiher räumte ein, dass man generell für einen geeigneten Standort offen sei. Für den Standort Forsthaus sieht Bürgermeister Weiher zur Zeit keine Realisierungsmöglichkeit. Im Zusammenhang mit der aktuell in Umsetzung befindlichen Sanierung des Schlosses lege man momentan den Fokus auf einen Standort in unmittelbarer Umgebung zum Schloss als möglichen Standort und ziehe diesen dem des Forstamtes vor. Im Schloss sei ein Restaurant geplant und zusammen mit einem Hotel in direkter Nähe sehe man hier auch gute Möglichkeiten für ein reges Geschäft mit Hochzeitsgästen. Infolgedessen erhoffe man sich zudem eine Belebung der Geschäfte in der Altstadt. Auch zum Standort am Bahnhof zeigte man sich mit Blick auf weitere benötigte Kapazitäten in der Zukunft aufgeschlossen.

 

Man sehe dem Vorhaben „Hotel(s) in Wächtersbach“ positiv entgegen und wolle in den zukünftigen Arbeitskreisen Schritt für Schritt die Grundlagen für eine gemeinsame Entscheidung im Sinne aller Beteiligten schaffen.

 

Autor: Stephan Müller

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Machbarkeitsstudie für ein Hotel in Wächtersbach präsentiert