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Flinc endet zum Jahresende - SPESSARTregional und KVG Main-Kinzig ziehen positive Bilanz

Wächtersbach, den 07.11.2018

Unter dem Slogan „Mobilitätsnetz Spessart - flinc unterwegs“ hat SPESSARTregional in Kooperation mit der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH knapp drei Jahre lang das Mitfahren als ein ergänzendes Mobilitätsangebot im ländlichen Raum erprobt. Hierfür wurde mit dem Mitfahrnetzwerk „flinc“ gearbeitet. Nun ziehen die Initiatoren Bilanz. Ob unterwegs in die Schule, zur Arbeit, zum Fußball oder Gesangsverein, zum Arzt oder zum Einkaufen – mobil zu sein, ist für alle Generationen eine grundlegende Voraussetzung für ein aktives Leben im ländlichen Raum. Daher hat SPESSARTregional zusammen mit der KVG Main-Kinzig mbH für das gemeinsame Fahren geworben, als ein den ÖPNV ergänzendes Mobilitätsangebot. Als Partner war das internetbasierte Mitfahrnetzwerk „flinc“ ausgemacht, denn hier wird nicht nur die mögliche Mitfahrgelegenheit anzeigt, sondern auch gleich die passende ÖPNV-Verbindung. Mit den Kommunen wurde an einem Strang gezogen und das Mitfahrangebot prominent auf den kommunalen Webseiten platziert. Zahlreiche Informationsveranstaltungen und Aktionen folgten, um für das gemeinsame Fahren zu werben. Zügig kletterten die Nutzerzahlen nach oben und zu den aktivsten Zeiten konnten 1.000 und mehr Mitfahrmöglichkeiten als Vermittlungspotential pro Monat registriert und angezeigt werden. Wie viele Mitfahrgemeinschaften tatsächlich zusammengekommen sind und wer dauerhaft gemeinsam pendelt, konnte schon allein aus Datenschutzgründen nicht ermittelt werden. Letztlich kommt die Fahrgemeinschaft zwischen Privatpersonen zustande und es gilt die Privatsphäre zu bewahren.

 

„Allerdings war und ist das Mitfahren kein Selbstläufer, das Klappern gehört zum Geschäft“, bilanziert Bürgermeister Rainer Schreiber, Vorsitzender von SPESSARTregional und bedankt sich bei der Unterstützung durch die kommunale Familie. Eingeräumt werden müsse, so der Vorsitzende, dass man sich an der ein oder anderen Stelle noch mehr Zuspruch erwartet hätte.

 

Gemeinsam Fahren, Geld sparen und etwas für die Umwelt tun, finden per se große Zustimmung. Das in die tägliche Praxis umzusetzen und auszuprobieren, scheitert jedoch vielmals an dem Wunsch größtmöglicher Individualität oder auch an der eigenen Bequemlichkeit. „Uns ist klar, dass gemeinsames Fahren nicht für Jeden etwas ist und so viel Individualität soll sein. Jedoch wollten wir eine weitere Option für die Mobilität im ländlichen Raum bieten. Das ist uns gelungen.“, so das Resümee von Rainer Schreiber.

 

„Mit der Erprobung des Mitfahrnetzwerkes und der Verknüpfung mit dem ÖPNV haben wir einen ersten Schritt zu einem neuen Selbstverständnis für ein umfassendes Mobilitätsmanagement gemacht“, erläutert Sonja Landschreiber, Geschäftsführerin der KVG Main-Kinzig mbH. „Die Intensität und Qualität um die Auseinandersetzung um Mobilität im ländlichen Raum sind durch die vielen Aktivitäten in der Fläche deutlich gestiegen. Wenn auch die Diskussionen nicht immer einfach sind, profitieren wir als Verkehrsorganisation davon, gerade wenn es gilt bedarfsorientierte Angebote zu gestalten.“

 

Nach Einschätzung der Kooperationspartner ist das Potential für das gemeinsame Fahren noch lange nicht ausgeschöpft und so war geplant, über die Projektlaufzeit hinaus das Mitfahrnetzwerk weiter zu betreiben. „Zu unserem großen Bedauern werden wir hier nach neuen Lösungswegen suchen müssen“, erklärt Regionalmanagerin Sabine Jennert von SPESSARTregional. Das Mitfahrnetzwerk flinc, das vor einem Jahr von Daimler übernommen wurde, wird – was den öffentlichen Teil betrifft – zum Jahresende eingestellt. Der Konzern will künftig auf Autonomes Fahren, On-Demand Verkehre und Elektromobilität setzen und hat den urbanen Raum fest im Blick. Ob es sich dabei um eine rein unternehmerische Entscheidung handelt oder aber Mitfahrgemeinschaften kein dauerhafter Ansatz sind, um gerade auch der Pendlerströme Herr zu werden, gilt es in den nächsten Monaten fachlich zu bewerten und strategisch zu bearbeiten. Denn, so sind sich die Akteure einig, die Problematik der Mobilitätssicherung im ländlichen Raum gerade auch für ältere Generationen ist damit nicht vom Tisch.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Flinc endet zum Jahresende - SPESSARTregional und KVG Main-Kinzig ziehen positive Bilanz