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Wächtersbach blüht weiter auf

Wächtersbach, den 02.07.2018

Naturbelassene Landschaften verschwinden in Deutschland zunehmend und es entstehen stattdessen asphaltierte und gepflasterte Straßen und Siedlungen. Damit einher geht auch das Verschwinden der Artenvielfalt und das tragische Insektensterben. Wächtersbach tut schon seit einigen Jahren etwas dagegen und unterstützt tatkräftig die Biodiversitätsstrategie des Main-Kinzig-Kreises sowie das daraus entstandene Projekt „Main-Kinzig blüht“, damit zum Beispiel Wildbienen wieder einen Lebensraum finden.

 

Um als Gemeinde die Biodiversitätsstrategie stärker unterstützen zu können, werden nun Fördergelder vom Regierungspräsidium zur Verfügung gestellt, mit welchen unter anderem Kollegen des Wächtersbacher Bauhofs fortgebildet werden sollen, um Freiflächen vom Einheitsgrün in beispielhafte artenreiche Grünflächen zu verwandeln. Von den Fördergeldern können außerdem spezialisierte Planungsbüros beauftragt werden. Zur Seite steht Wächtersbach hierbei das „Büro für Landschafts- und Gewässerökologie Gabriele Ditter“ aus Erlensee, welches nicht nur die Schulungen der Mitarbeiter durchführen wird, sondern auch an praxisnahen Beispielen aufzeigt, wie im besiedelten Bereich die Vielfalt an einheimischen Pflanzen und wildlebenden Insekten zu erhöhen ist. Erste Vorbereitungen wurden hierfür bereits getroffen, als Gabriele Ditter und ihr Team gemeinsam mit Frau Jung vom Umweltamt und Herrn Schaefer vom Bauamt eine Bestandsaufnahme machten, woraufhin Entwürfe für die Umgestaltung in Auftrag gegeben wurden. Es werden im Zuge dieser Maßnahmen auch Insektenhotels, als auch Infotafeln auf den entstandenen „Naturgrünflächen“ aufgestellt werden. Denn nicht selten werden diese Flächen vermeintlich als Wildwuchs bezeichnet, doch dort gedeiht genau das, was unsere heimischen Insekten für ihren Fortbestand benötigen.

 

Bis Ende 2019 werden diese Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Main-Kinzig blüht“ noch gefördert. Bürgermeister Andreas Weiher bittet auch die Bürger um Bewusstwerdung der Notlage der Natur und hofft auf deren Mitwirkung. „In den heimischen Gärten unserer Stadt und den Stadtteilen schlummern einige unbebaute Flächen“, erklärt der Bürgermeister. „Diese könnten durch gezielte Anpassung ein Rückzugsort für viele Pflanzen und Tiere werden“. Einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Biodiversität leisten auch unsere ehrenamtlichen Grünflächenpaten, die mit großem Engagement öffentliche Grünflächen bepflanzen und sauber halten. „Unsere Paten haben somit eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, hierfür gilt es einen besonderen Dank auszusprechen“ betont Bürgermeister Weiher. „Möchten auch Sie einen Beitrag für das öffentliche Stadtbild leisten oder haben Sie vielleicht Ideen für kleinere Beete in Ihrer Straße, dann setzen Sie sich einfach mit Herrn Schaefer vom Bauamt unter Tel. 80271 in Verbindung.“ Wer sich mehr Natur in den eigenen Garten holen will, der erhält im Rathaus weiterführende Informationen und Unterstützung zur richtigen Auswahl heimischer Pflanzen und Anträge zu Zuschüssen. Folgen wird auch eine Informationsveranstaltung, bei welcher praxisnahe Beispiele vorgestellt werden und Tipps und Tricks rund um Gestaltung und Pflege gegeben werden. Der Prozess zur Umsetzung der Biodiversität wird sich über viele Jahre erstrecken, ausgewählte Flächen werden schrittweise umgewandelt und über viele Vegetationsperioden hinweg wird der Blütenreichtum wachsen, sind sich Umweltberaterin Kathrin Jung und Bürgermeister Andreas Weiher sicher.

 

Foto der Stadt Wächtersbach, zur Verwendung freigegeben

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Wächtersbach blüht weiter auf