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Umleitung sorgt für langen Stau

29.05.2018

Artikel der Gelnhäuser Neue Zeitung vom 29.05.2018

 

 

Wächtersbach (erd). Fluchende Autofahrer, strapazierte Nerven, lange Staus und reichlich Beschwerden – das sind die Folgen des ersten Tags der Umleitung wegen der Bauarbeiten auf der B 276 bei Wächtersbach. Hessen Mobil hat dies vernommen und will umgehend reagieren, um die Behinderungen in einem erträglichen Rahmen zu halten.

Die nur einspurig befahrbare Brücke ist das Nadelöhr der Das nervt: Morgendlicher Stau auf der Umleitungsstrecke. Foto: Kailing

Der erträgliche Rahmen war gestern Morgen aber deutlich überschritten. Pendler kamen wegen der Umleitung zu spät zum Zug oder zu spät zur Arbeit, wenn sie die Autobahn in Richtung Frankfurt oder Hanau ansteuerten.

Doch die Vollsperrung der B 276 zwischen Neudorf und Wächtersbach, Abzweig „Am Bahnhof“, sei unumgänglich, weil Hessen Mobil in diesem Bereich die Fahrbahndecke abfräst und erneuert. Das soll etwa drei Wochen dauern, sagte eine Sprecherin von Hessen Mobil der GNZ auf Anfrage.

Die Umleitung ist über Neudorf und Aufenau zurück zur B 276 und auf gleicher Strecke auch in die Gegenrichtung ausgeschildert. Doch gestern Morgen herrschte dort das blanke Chaos, denn der komplette Berufsverkehr aus dem Vogelsberg quetschte sich durch ein Nadelöhr – die Brücke vor der Ortseinfahrt Au-fenau. Diese überspannt zwar nur auf einer kurzen Distanz einen Flutgraben der Kinzig, sie hat aber nur eine begrenzte Tragfähigkeit. Deshalb dürfe sie nur einseitig befahren werden, so dass Hessen Mobil über die Brücke nur eine Fahrspur eingerichtet hat. Und genau das funktionierte gestern Morgen definitiv nicht. Dabei ist es weniger die Ampel, die den Verkehr in der Einmündung zur Aufenauer Ortsdurchfahrt regelt, sondern eben jene Passage.

Hessen Mobil will nachbessern und die abgesperrten Fahrbahnseiten der Brücke tauschen. Ob das den gewünschten Erfolg bringt, werden die nächsten Tage zeigen.

Doch die Sprecherin von Hessen Mobil verweist auf langjährige Erfahrungen. Am ersten Tag der Umleitung entstehe regelmäßig ein großes Chaos, die Autofahrer seien erzürnt, die Nerven lägen blank. Das rühre daher, dass fast alle Berufstätigen die geänderte Verkehrsführung noch nicht auf dem Schirm hätten. Sie fahren zur gewohnten Zeit, planen noch keine längere Fahrtzeit oder eine alternative Route ein. Die Folge: Man trifft sich morgens im Stau, und alle kommen zu spät.

Doch bereits am nächsten Tag setze Entspannung ein, weil es vor allem die alternativen Routen seien, welche viel Verkehr von diesem Nadelöhr fernhalten. Wer von Birstein oder Brachttal nach Wächtersbach wolle, der sei gut beraten, sich eine Strecke über die Spielberger Platte zu überlegen und dafür kalkulierbare fünf bis zehn Minuten mehr einzuplanen. Und wer auf die Autobahn in Richtung Frankfurt wolle, dem sei empfohlen, auf einer anderen Strecke zum Beispiel die Anschlussstelle Gründau-Lieblos anzusteuern. In Richtung Fulda sei der direkte Weg nach Bad Soden-Salmünster oder Steinau zur A66 überlegenswert. Das spare Zeit und Nerven und sorge auf der Umleitungsstrecke für Entlastung für jene, die wenig Alternativen haben.

Die Situation wird sich auch in den folgenden drei Bauabschnitten nicht wesentlich verbessern, denn die Fahrbahn wird über den Sommer bis zur Autobahnanschlussstelle erneuert.