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Zielvereinbarung zum Bahntrassenneubau Hanau-Würzburg/Fulda

Wächtersbach, den 17.05.2018

Einstimmigkeit bei Wächtersbacher Interessengruppen

 

Am Mittwoch, dem 16.05.2018 hat Bürgermeister Andreas Weiher alle Interessengruppen der Stadt Wächtersbach zu einem Informationsaustausch zum Bahnstreckenprojekt in die Heinrich-Heldmann-Halle eingeladen. An dem Treffen nahmen Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch sowie Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen/Parteien der Stadtverordnetenversammlung, des Magistrats, der Ortsbeiräte der Talgemeinden, den Bürgerinitiativen „Bahnausbau Wächtersbach“, „Pro Wächtersbach“ und als Bahnexperten Herrn Christian Behrendt teil.

 

Hauptamtsmitarbeiter Nico Agostini präsentierte das Verfahren der DB Netz AG und ging insbesondere auf die bisherige Bürgerbeteiligung, den Bundesverkehrswegeplan 2030 und den aktuellen Sachstand des Projekts ein. Bahnexperte Christian Behrendt präsentierte anschließend im Detail die optimierte Variante IV der ARGE Bahndreieck Spessart.

 

Bürgermeister Andreas Weiher betont, dass die am 03.05.2018 von der DB Netz AG vorgeschlagenen Varianten IV und VII zu erheblichen Belastungen von jeweils unterschiedlichen Wächtersbacher Stadtteilen führen und können in der vorgelegten Form nicht akzeptiert werden. Bei jeder der vorliegenden Varianten wären bei der Umsetzung erhebliche zusätzliche Maßnahmen umzusetzen. Deshalb war die einstimmige Auffassung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens, dass die vorgelegte Variante IV und VII in der vorliegenden Form nicht akzeptiert werden. Parallel dazu bestand Einstimmigkeit, dass sich für die optimierte Variante IV eingesetzt wird.

 

Daraus resultierten folgende Forderungen der Wächtersbacher Interessengruppe:

Die Variante IV ist mit einer Bündelung der BAB 66 vertieft zu prüfen (gemäß Vorlage ARGE Bahndreieck Spessart). Dies führt zum Entfall der Brücke über das Kinzigtal. Zudem darf die Baustellen-Infrastruktur nicht die Regel-Infrastruktur stören. Baustraßen, die zur Entlastungen von Ortsdurchfahrten (Ortsumgehungen Innenstadt, Hesseldorf, Weilers, Aufenau) führen, sind zu errichten und auf Verlangen der Stadt Wächtersbach nach Bauabschluss zurück zu bauen. Schäden, die durch den Baustellenverkehr entstehen, sind durch die Deutsche Bahn zu beheben. Weiterhin wird gefordert, dass ein  Optimum an Lärmschutz erreicht werden muss. Grundsätzliche Installation von umfassendem und modernem Schallschutz. Nicht nur an neu zu bauenden Streckenabschnitten, sondern auch an der Bestandstrasse, dort wo Altbestand bestehen bleiben muss, nach den Werten zur so genannten Lärmvorsorge, also über aktuelle gesetzliche Vorgaben hinaus ist dies erforderlich. Flankierend soll die Verkehrsinfrastruktur (Ortsstraßen, Radwege) verbessert werden. Die Aufenthaltsqualität im Neubaustreckenbereich muss für Anwohner, Besucher und Touristen dauerhaft durch begleitende Maßnahmen verbessert werden (beispielsweise für Plätze, Grünanlagen, Tierwohl). Weiterhin ist ein maximaler Natur- und Vogelschutz speziell in den Nahbereichen der Trasse erforderlich. Sofern dies nicht möglich ist, sollen alternativ Kompensationsräume geschaffen werden.

 

Die gleichwertig gestellten Forderungen wurden von den Interessengruppen allesamt unterzeichnet und am Tag darauf an die DB Netz AG übersandt. Bürgermeister Andreas Weiher betont abschließend, dass das Bahnprojekt auf keinen Fall die Bürgerinnen und Bürger von Wächtersbach und deren Stadtteile nachhaltig belasten darf und setzt sich deshalb weiterhin für die bestmögliche Trassenführung im Bereich Wächtersbach und deren Stadtteile ein.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Zielvereinbarung zum Bahntrassenneubau Hanau-Würzburg/Fulda