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Stadtumbau in Hessen

 


 

 
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Bürgerversammlung Wächtersbach

Wächtersbach, den 30.11.2017

Schloss, Stadtumbau und Bahnstreckenausbau treffen auf großes Interesse

 

Am Dienstag, dem 28. November 2017 hat Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wächtersbach zur diesjährigen Bürgerversammlung eingeladen. Circa 200 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Einladung wahr und wurden umfangreich über die aktuellen Stände der Sanierungs- und  Umbaumaßnahme des Schlosses, den Stadtumbau „Historischer Stadtkern“ und den geplanten Bahnstreckenausbau bzw. Neubau informiert.

 

Zum Thema Schloss berichteten Bürgermeister Andreas Weiher mit dem zuständigen Architekten Dirk Pankratz insbesondere über die künftige Nutzung der jeweiligen Geschosse. Bürgermeister Weiher erläuterte zudem die Kostenprognose, stellte parallel dazu die Fördereinnahmen vor und machte deutlich, dass die Stadt sowohl zeitlich als auch finanziell zum genannten Projekt weitgehend im Plan stehe. Architekt Pankratz stellte einzelne Bauabschnitte vor, insbesondere wurde hier der umfangreiche Bauabschnitt des Daches aufgezeigt und dass die Stadt die bestmögliche Erhaltung geschichtsträchtiger Gewerke in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde sicherstellen möchte.

 

Zum nächsten Thema überleitend berichtete Bürgermeister Andreas Weiher, dass die Stadt sich glücklich schätzen kann, in den Genuss des Förderprogramms „Stadtumbau Hessen“ zu kommen und machte deutlich, dass künftige investive Maßnahmen insbesondere im Bereich des ehemaligen Brauereigeländes, die der Stadt zu Gute kommen, niemals aus Eigenmittel zu stemmen gewesen seien und nun durch die Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau Hessen“ und den daraus resultierenden Zuwendungsbescheiden des Landes realisierbar sind. Frau Hesse vom Büro Rittmannsperger Architekten referierte zum Thema Stadtumbau „Historischer Stadtkern Wächtersbach“ und stellte kurz das Stadtumbaugebiet dar, welches sich vom Brauereiareal südöstlich zum Bahnhof Wächtersbach hin abgrenzt. Frau Hesse machte den Ablauf und die Beteiligung des integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts deutlich und freute sich über die bisherige rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, welche sich in der Sitzung der Arbeitskreise und der Lenkungsgruppe aber auch am Tag der Städtebauförderung wiederspiegelten. Das integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, das auch fortgeschrieben werden kann, ist Grundlage für die langfristige Förderung (10-14 Jahre) durch das Land Hessen und beinhaltet unter anderem die Charakteristik des Untersuchungsgebiets, Entwicklungsziele sowie Maßnahmen und Projekte. Frau Hesse präsentierte zudem teilräumliche Gebiete innerhalb des Stadtumbaugebiets. Diese sind „Brauerei“, „Altstadt“, „Schlosspark“ und „Zwischen Altstadt und Bahnhof“. Für das Jahr 2018 sind als erste Maßnahmen, die unter anderem aus den Arbeitskreisen resultierten, zum Beispiel die Erstellung eines Verkehrskonzepts, der Rückbau des Sudhauses und Brauereieinbauten sowie ein Anreizprogramm für Private geplant. „Ein großer Dank gilt bereits heute dem Architektenbüro Rittmannsperger Architekten, insbesondere Frau Ulrike Hesse und Herrn Michael Böhme, die bis jetzt hervorragende Arbeit geleistet haben“, so Bürgermeister Weiher abschließend zum Thema Stadtumbau.

 

Zum letzten Themenpunkt am Abend übergab Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch Bürgermeister Weiher das Wort zur Bahn. Hierzu machte Bürgermeister Weiher deutlich, dass Wächtersbach unmittelbar von den Plan-Varianten II - VII durch den künftigen Schienenverkehr samt Tunnel, Brücken und den vorherigen Baustellen betroffen sein wird und mittelbar aufgrund des steigenden Zugverkehrs auch durch die Variante I. Hierzu referierte als Sachkundiger Christian Behrendt, der den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen vorstellte. Interessant hierbei war unter anderem auch der Zusammenhang mit übergeordneten Trassierungen wie z.B. die ICE-Linie Essen – München. In einer anschließenden Fragerunde stand Frau Julia Katzenbach-Trosch von der DB Netz AG zur Verfügung. Aus den Fragen der Bürgerinnen und Bürger ging deutliche Kritik an die Deutsche Bahn hervor. Zum einen gab es Enttäuschung darüber, dass der aktuelle Planungsstand keine Neuigkeiten bezogen auf eine finale Trassenvariante bzw. Wegfall einzelner Varianten ergab und zum anderen haben Bürgerinnen und Bürger ihren Unmut kund getan, da die Variante V bezogen auf Wächtersbach immer noch im Planungsprozess enthalten ist und für das bloße Auge das „Schutzgut Mensch“ zu wenig Beachtung finde. Außerdem wurde die gleichwertige, vertiefende Untersuchung und transparente Darstellung Varianten Dritter (sog. Var. VIII) gefordert. Frau Julia Katzenbach-Trosch ging auf die Fragen ein, beantwortete diese und appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, dem Projekt Vertrauen zu schenken und erklärte, dass die Bahn zusammen mit Fachleuten das bestmögliche Ergebnis erzielen möchte.