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„Ich kann zaubern! Das Wasser ist weg! Alles ganz trocken!!!“

Wächtersbach, den 10.07.2017

Wächtersbach.  Eine Spritzflasche ist schon etwas Besonderes für die Vorschulkinder der „Elisabeth-Curdts-Tagesstätte in Wächtersbach“. Frau Erika Becker, frühere Chemielehrerin kommt mit Körben gefüllt mit Reagenzgläsern, Spritzflaschen, Pipetten, Reagenzglasständer und vieles mehr für zwei Tage in die Kindertagesstätte nach Wächtersbach. „Die Spritzflasche ist genial: „Drückt man auf den Bauch der Plastikflasche, kommt oben aus dem gebogenen Plastikröhrchen Wasser raus.“- „Und es wird kein Kind im Raum nass gespritzt!“ Und dann geben die Kinder das Wasser auf kleine weiße Körnchen. Das Wasser versickert und die Körnchen sind ganz trocken. Der Superabsorber macht das möglich, das Mehrfache seines Eigengewichtes aufzunehmen – im Gegensatz zu Watte und einem festem Gegenstand, bei dem das Wasser nur einfach abläuft.

 

Neben diesem Experiment führen die 28 Vorschulkinder noch mehr naturwissenschaftliche Versuche durch, wobei darauf Wert gelegt wird, dass jedes Mädchen bzw. jeder Junge selbst Hand anlegt. Jedes Kind soll die Erfahrung machen und beobachten, wie sich die Farben oder der Zustand verändert. Dann wird versucht, die Vorgänge zu beschreiben, d.h. zu versprachlichen. Dazu zerkleinern die Vorschulkinder zuerst Rotkrautblätter und pressen mit einem Pistill den Farbstoff aus der Zellstruktur, um mit stark verdünnter Essigsäure bzw. mit Natronlösung zu „zaubern“: „He, erst lila, dann pink mit Essigsäure – und dann mit grün!“

 

Auch chemisches Riechen wird geübt. „Ist das gefährlich?“ – „Man weiß es nicht, also nicht die Nase darüber halten!“ Und dann den Duft „heran winken“ – „Und immer die Schutzbrille aufsetzen! Es könnte gefährlich sein, so Erika Becker.

 

Nachdem die Vorschulkinder am ersten Tag einen Indikator kennengelernt haben, mit Reagenzgläser und Mörser umgehen können, sollen sie neben dem Superabsorber dann aus Bastelkleber einen „Flummi“ herstellen. „Der `flummt` ja wirklich!“ staunen die Jungchemiker, „durch rühren und kneten wird ein richtiger kleiner Ball, der mehrfach durch den Raum springt!“ – Oder: „Aus Spaghetti-Fäden  wird ein Spaghetti-Netz – oder aus einem Thermoplast wird ein Elastomer!“ so die Erklärung von Frau Erika Becker.

 

„ Und wo bleibt die Backpulverrakete?“ fragen die Kinder immer zwischendurch. Erst wird aber die Teilnehmerurkunde überreicht. Dann wird die Rakete zum Schluss gezündet:

„1/2 Paket Backpulver, ca. 2 Esslöffel Essig, 1 Kunststoffröhrchen – und ab geht die Post!“ So die Anweisung: - „Aber nur mit Schutzbrille“!

„Meine Rakete ist gaanzzz hoch geflogen – über die Bäume!“ rufen die Kinder.