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Sommerbühne: Konkrete Planungen erst nach Beschlüsse der Gremien

03.04.2017

Bürgermeister Andreas Weiher informiert über die weiteren Schritte zur Planung einer Sommerbühne

Wächtersbach. Bürgermeister Andreas Weiher sieht große Chancen in der Errichtung einer Sommerbühne im Main-Kinzig-Kreis (MKK); nicht nur für Wächtersbach, sondern für die gesamte Region. Mit den konkreten Planungen, bei denen besonders die Altstadtbewohner und die Wächtersbacher Vereine eingebunden werden sollen, werde erst nach den Grundsatzbeschlüssen der politischen Gremien in Kreis und Stadt begonnen.

 

„Der Bedarf nach einer Sommerbühne im östlichen MKK ist für mich unumstritten, dies erkenne ich besonders an den vielen positiven Rückmeldungen zu dem Vorhaben des Landrates, die ich sowohl in der Tagespresse, als auch in den sozialen Medien wahrgenommen habe“, so Bürgermeister Andreas Weiher. Sie biete eine Chance für alle kulturtreibenden Vereine und die Besucher der Anlage. Nicht zuletzt können auch die Wirtschaft und der Tourismus in den umliegenden Kommunen von einer solchen Einrichtung profitieren. Diese insgesamt positiven Aussichten seien auch die Gründe, weshalb sich bereits viele Bürgermeister und Unternehmen im MKK sehr positiv zu diesem Projekt geäußert haben.

 

„Besorgnisse im Zusammenhang mit der Sommerbühne kann ich verstehen. Sie wird in der Tat Einfluss auf unsere Altstadt und den Schlosspark nehmen. Für Spekulationen zur konkreten Konzeptionierung ist es an dieser Stelle aber sicherlich noch zu früh“, erklärt Weiher weiter. Auch sollte eine künftige inhaltliche Erörterung nicht durch persönliche Angriffe und voreilige Schlussfolgerungen belastet werden.

 

Auch die bisher kommunizierten Skizzierungen und Visionen seien hierfür nicht geeignet, da diese der Machbarkeitsstudie entspringen, welche seinerzeit vom Kreis in Auftrag gegebenen wurde. Diese Studie sollte die Frage beantworten, ob, und wenn ja, an welchem Standort im Kreis eine solche Bühne vom Grundsatz her überhaupt realisierbar sei. „Dass Wächtersbach schließlich als einzige mögliche Kommune übrig geblieben ist, freut mich als Bürgermeister unserer Stadt natürlich sehr.“

 

In dieser Studie seien zwar bereits viele Rahmenfaktoren berücksichtig worden. So wurde beispielsweise schon festgestellt, dass die Ausrichtung der Bühne nur in Richtung Stadtwald erfolgen kann, damit die Hanglage zur Schallminimierung genutzt werden könne. „Dennoch möchte ich klarstellen, dass die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie noch keine fertigen Bauplanungen darstellen, bei denen zur tatsächlichen Realisierbarkeit sämtliche Einflussfaktoren berücksichtigt werden müssen.“

 

Die Zeit für solche Planungen sei dazu auch noch nicht „reif“. Zu allererst müsse der Kreistag am 5. Mai erst einmal beschließen, dass der Main-Kinzig-Kreis die Investitionskosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro auch übernehmen werde. „Sollte dies der Fall sein, wird im zweiten Schritt im Stadtparlament beschlossen, ob wir diese Kreistags-Entscheidung auch annehmen werden“. Erst wenn auch Wächtersbach zugestimmt habe, würde mit den konkreten Planungen begonnen.

 

„Letztlich gehört es auch zu meiner Pflicht als Bürgermeister, eine detaillierte Prüfung der Umsetzbarkeit der Sommerbühne vorzunehmen. Wenn uns seitens des Kreises hierfür rund 1,8 Millionen Euro kostenneutral für die Investition zur Verfügung gestellt werden, wäre es schlichtweg falsch, ohne nähere fachliche Prüfung das Projekt abzulehnen. Zu verschenken haben wir schließlich auch nichts“, erklärt der Bürgermeister.

 

Er sichert aber bereits jetzt schon zu, dass die Bürger in den Planungsprozess eingebunden werden. Dies könne im Rahmen des Projektes „Stadtumbau“ geschehen, in dem bereits eine Bürgerbeteiligung vorgesehen ist. „Eine Arbeitsgruppe in diesem Projekt wird sich dabei mit der Entwicklung des Schlossparks beschäftigen, wo neben allen anderen Ideen zum Schlosspark auch die Sommerbühne näher diskutiert werden kann.“ Nähere Informationen zum Verfahren der Bürgerbeteiligung im Rahmen des „Stadtumbaus“ würden in den nächsten Tagen über die Presse veröffentlicht. Es sei aber auch für Sommerbühne ein gesonderter Beirat denkbar, der mit interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere mit den Anwohnern und mit Vertretern der von der Kulturbühne in Wächtersbach betroffenen Vereine besetzt ist.

 

„Unabhängig von der Art der Beteiligung ist es aber selbstverständlich, dass sämtliche Rahmenbedingungen, also Anwohner, Lärmimmission, Schlosspark, Denkmal- und Naturschutz, Parkplätze, Brauereigelände usw., bei den Planungen berücksichtigt werden“, unterstreicht der Bürgermeister.

 

Der Bürgermeister und der Landrat werden in Kürze einen Info-Abend für die Anwohner der Altstadt und die betreffenden Vereinen veranstalten. Neben den Informationen über die weiteren Schritte, erhalten die Anwohner und Vereine bereits an diesem Infoabend die Gelegenheit, Ihre Besorgnisse, die bei Planungen berücksichtigt werden müssen, mitzuteilen. Die schriftliche Einladung zum Info-Abend erfolgt in den nächsten Tagen.

 

„Bei allen berechtigten Bedenken, sollte man jedoch die Chancen für Wächtersbach sehen. Wollen wir dem schleichenden Niedergang der Altstadt zusehen oder durch attraktive Veranstaltungen in den Sommermonaten die Altstadt beleben und Wächtersbach damit nachhaltig stärken!?“