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Ehrenbezeichnung „Wächter 2016“ geht an verdiente Vereine und Einzelpersonen

Wächtersbach, den 31.10.2016

Stadt Wächtersbach hatte zur Wächterverleihung geladen

 „Sie und Ihre ehrenamtliche Arbeit und Ihr bürgerliches Engagement für Wächtersbach sind nicht hoch genug zu bewerten. Ihnen gebühren unser Dank und unsere Wertschätzung“, begrüßte Bürgermeister Andreas Weiher die zahlreichen Gäste am Sonntagnachmittag in der Heinrich-Heldmann-Halle. Als Ehrengäste begrüßte er die vorgeschlagenen „Wächter 2016“ sowie Ersten Stadtrat Oliver Peetz mit Gattin, Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch, Magistratsmitglieder und Stadtverordnete, Ortsvorsteher, Rainer Krätschmer BGM a.D., die beiden Bewerber für die Landratskandidatur Srita Heide und Thorsten Stolz.

 

Vorgeschlagen waren „EfA – Essen für Alle“ (Laudatio Harald Krügel), Frau Heike Horn aus der Innenstadt (Laudatio Pfarrerin Beate Rilke), Herr Ewald Hartmann aus Wittgenborn (Laudatio Werner Jung), Herr Robert Kraus aus Aufenau (Laudatio Tim Schneider), Frau Anneliese Grauel aus der Innenstadt (Laudatio Michaela Krone-Samer), die drei Partnerschaftsvereine der Stadt Wächtersbach: Freunde von Chatillon, der Waldenserverein Waldensberg und der Partnerschaftsverein Wächtersbach-Troizk (Laudatio Bürgermeister Andreas Weiher), Herr Klaus Sinsel aus Weilers (Laudatio Glenn Lawrence).  Die Moderation der rund zweistündigen Feier hatten wiederum wie im vergangenen Jahr Tim Schneider und Maxi Kröll übernommen. Daliah Stingl trug zur festlichen Stimmung mit ihren Liedbeiträgen zu Beginn und am Ende der Wächterverleihung bei. Als Wächter 2016 fungierte in diesem Jahr Max Kailing.

 

EfA – das sind zahlreiche Helferinnen und Helfer die allwöchentlich in der Poststraße die Essensausgabe organisieren. Rund 15 werden jeweils gebraucht, um beispielsweise die Waren in der Region abzuholen. Dann folgen Sortierung und Vorbereitung – rund 50 Mal im Jahr öffnet der Laden, die Kunden können für einen kleinen Obolus ihren Warenkorb zusammenstellen und mit nach Hause nehmen. Rund hundert Haushalte mit insgesamt ca. 250 Personen können so versorgt werden. Ein kleines Orga-Team von vier Personen hat die Fäden in der Hand. „Hier bekommen Glaube, Solidarität, Barmherzigkeit Hände und Füße“, beschrieb Harald Krügel die Arbeit in seiner Laudatio

 

„Was sagt man in einer Laudatio über eine Frau, die Allen bekannt ist“, stellte Pfarrerin Beate Rilke die Frage in die Runde. Heike Horn ist Mitinitiatorin des Soziallädchens, organisiert maßgeblich den Herbstmarkt und den Wächtersbacher Weihnachtsmarkt in der Altstadt, steht mit Schaufel und Rechen bei den Arbeitseinsätzen des Vereins „Schloss und Park“ im Schlossgarten, organisiert Vereins- und Vorstandssitzungen ebenso wie die BlueMoon/BierMeile und kümmert sich um die Umsetzung von Ideen wie zum Jubiläum den „Turmschal“. Sie engagiert sich in verschiedenen Funktionen im Kindergarten und im Kirchenvorstand – und immer mit eingebunden sind der Ehemann und die zwei Kinder. „Sie tut was sie kann, und das tut sie gut“, fasst Pfarrerin Rilke das immense ehrenamtliche Engagement von Heike Horn zusammen.

 

Das Ehrenamtliche Engagement von Ewald Hartmann ist vielseitig und vielfältig – sei es bei den Bahnsenioren (der Ewald ist ein waschechter „Eisebähner“) oder in den zahlreichen Vereinen im Stadtteil Wittgenborn. Bei der Dorferneuerung habe er maßgeblich mitgearbeitet und das gehe weiter so. Jetzt in der Phase der Dorferhaltung gebe er nicht nur die Ideen sondern sorge auch für deren Umsetzung und das unvermindert, trotz seines Alters von bald 80 Jahren. Er ist ein fleißiger Sänger, arbeitet für die Kulturgemeinschaft Wittgenborn, ein Aktivposten im Karneval – und fasst überall tatkräftig mit an. So hat er rund 30 Jahre das Amt des Kassenwartes ausgeführt, organisiert Vereinsausflüge und Zusammenkünfte. „Bei Ewald stimmen Worte und Taten überein. Du hast dem Ehrenamt ein Gesicht gegeben“, lobte Werner Jung und schloss in seinen Dank auch Ehefrau Margarete herzlich mit ein.

 

Robert Kraus aus Aufenau wurde für seine herausragende Flüchtlingsarbeit geehrt. Nicht er allein engagiere sich, sondern er habe als Mitglied der Kolpingfamilie in Aufenau viele weitere Helferinnen und Helfer gewonnen. Seit Anbeginn der Flüchtlingswelle, also nunmehr über drei Jahre ist er in vielfältiger Weise für die Flüchtlingsfamilien tätig. Daneben führe er Ehrenämter in der Kirche Aufenau aus und  sei sehr engagiert in der Kolpingfamilie, wusste Tim Schneider, Flüchtlingskoordinator der Stadt Wächtersbach in seiner Laudatio zu Robert Kraus zu berichten. Robert Kraus selbst bedankte sich über das Mikrofon sehr herzlich bei seinen Unterstützern: „danke Allen, die mir helfen, all das tun zu können, was Tim Schneider erwähnt hat“.

 

Frau Anneliese Grauel sei ein echtes Wächtersbacher Mädchen, wusste Michaela Krone-Samer zu berichten – und sie engagiere sich bereits seit vielen Jahren für die DKMS. Seit 2010 sei daraus quasi eine „Institution“ geworden. Alle Jahre hindurch stehe Anneliese Grauel auf dem Herbstmarkt und dem Weihnachtsmarkt und verkaufe selbstgebackene Plätzchen und Stollen. Es gebe hausgemachte Gelees und Säfte, handgestrickte Socken und Strümpfe. Freundinnen, Bekannte und die ganze Familie werden im Vorfeld mit eingebunden bei der Früchteernte, dem Herstellen der hochwertigen Strickarbeiten, den Einkäufen (macht Ehemann Norbert) und beim Backen. Alle machen fleißig und voller Freude mit. So konnte Anneliese Grauel bisher 7.804,22 Euro zugunsten der Krebshilfe an die DKMS Frankfurt weiter leiten. Dort habe man das Engagement längst wahrgenommen und Anneliese Grauel werde in Kürze eine Einladung in die Forschungsstation wahrnehmen.  

 

In seiner Laudatio zu den drei Partnerschaftsvereinen ging Bürgermeister Weiher auf die aktive Friedensarbeit und Völkerverständigung ein die mit den gegenseitigen Besuchen, die Unterstützungsaktionen und die gewachsenen Freundschaften gelebt werden. Vor vier Jahren habe die EU den Friedensnobelpreis erhalten, lese man die aktuellen Nachrichten, gebe dies Anlass zur Sorge. In Zeiten anhaltender Krisen und drohender Konflikte sei die Aufrechterhaltung des europ. Friedens wichtiger denn je.  „Die handelnden Personen in den vorgeschlagenen Vereinen haben seit Beginn an Frieden gelebt. Die Partner in Italien, in Russland und in Frankreich sind keine Feinde, sie sind Freunde“.  Diese Freundschaften werden gepflegt mit gegenseitigen Besuchen, mit Festen und Feiern. Auf der Messe Wächtersbach sind Troizk und Chatillon, Vonnas und Baneins  mit Ständen vertreten. Aus Troizk kommen alljährlich Kinder zu den Ferienspielen und werden von Gasteltern des Vereins betreut. Die FAG-Schule und die Schule in Chatillon engagieren sich mit einem regen Schüleraustausch. Den Gästen konnte Bürgermeister Weiher von den gegenseitigen Besuchen berichten – die Städte verbindet mit Wächtersbach inzwischen eine tiefe jahrelange Freundschaft.

 

Klaus Sinsel aus Weilers erhielt den Wächter für seine herausragende Rettungstat. Laudator Glenn Lawrence erinnerte noch einmal an den besagten Tag im März 2015. Ein kleiner Junge befand sich mit seinem Bruder an der Bracht, in Höhe der Brücke zwischen Weilers und Hesseldorf. Herr Sinsel befuhr die Straße von Weilers kommend und entdeckte eines der Kinder, hielt an und holte den kleinen Jungen vom Wasser weg. „Du hast in unserer schnelllebigen Zeit hingesehen, das Kind vor großem Schaden bewahrt indem du ihm aus der Notsituation geholfen hast“, fasste Glenn Lawrence die besondere Ehrung für Zivilcourage zusammen.

 

Mit einem großen Bühnenfoto aller Geehrten und einem Abschlusssong von Dalia Stingl endete die Feierstunde  in der festlich geschmückten Heinrich-Heldmann-Halle.

 

Foto: Verleihung 'Wächter-2016'