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Bahntrasse Wächtersbach: Nördliche Bahntrasse nicht favorisiert

Wächtersbach, den 02.05.2016

Bürgermeister Andreas Weiher berichtet aus Dialogforum

 

Sollte die Bahntrasse in dieser Form ausgebaut werden, würde sie die Lebensqualität der Kernstadt, Hesseldorf Weilers und Neudorf drastisch beeinflussen. Deshalb sei es auch wichtig, dass sich so viele Wächtersbacher mit ihrem Einwand an das Bundesverkehrsministerium gerichtet hatten. Über die aktive Bürgerschaft sei er sehr froh.

Verärgert sei der Wächtersbacher Bürgermeister Andreas Weiher jedoch über das Kommunikationsverhalten des Ministeriums – bis dato hätten die Städte und Gemeinden aus dem Ministerium keinerlei Informationen erhalten. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 war einfach im Internet veröffentlicht worden. Entsetzt sei man gewesen, als man die Planung gesichtet hatte und eine solch kurze Widerspruchsfrist für Einwände gewährt wurde; diese mussten bis zum 2. Mai in Berlin im Ministerium eingegangen sein. Da sei ihm nicht viel Zeit geblieben für eine juristisch und fachlich fundierte Stellungnahme. Schon in den ersten Stunden nach dem Aufruf hatten sich zahlreiche Bürger Hilfe suchend an die Rathausverwaltung gewandt. Er wisse von inzwischen mehreren Hundert Einwendungen die ins Ministerium gesendet worden seien.

Am Donnerstag habe ein weiterer Termin des Dialogforums der DB Netz AG stattgefunden. Dort wurde erneut zum Verkehrswegeplan 2030 beraten sowie dessen Realisierung. Dort habe er eine Überraschung erlebt – denn bei der genannten Trasse handele es sich um eine „exemplarische Trassenführung“ die selbst bei der DB Netz AG in dieser Form nicht priorisiert sei. Es handele sich außerdem um eine Variante von weiteren Möglichkeiten, so die Einschätzung von BGM Weiher aus der Sitzung.

Das Dialogforum müsse nun eine Problemlösung finden – es tage zwar nicht öffentlich, aber ergebnisoffen. Dass die Bahnlinie zwischen Hanau-Fulda ein drittes und viertes Gleis benötige, sei klar, jedoch dessen Trassierung bereitet schon seit Jahren Kopfzerbrechen in dem streckenweise sehr engen Kinzigtal. Vor allem im Bereich von Wächtersbach, Bad Soden-Salmünster und vorbei am Stausee in Aal und Steinau fehle der Platz, so sei wohl die Variante nördlich von Wächtersbach ab dem Wirtheimer Berg mit Tunneln und Brücken entstanden. In Bad Soden-Salmünster würde die Trasse sogar das Kurgebiet tangieren, damit besitze diese Trasse bei der DB Netz AG wohl keine Priorität, so BGM Weiher.

Die verschiedenen Trassenvarianten werden in Raumwiderstandsklassen eingeteilt und daraus „die beste Lösung im Suchraum“ heraus gearbeitet. Die Mottgers-Spange liegt südlich und die heiß diskutierte Trasse nördlich von Wächtersbach.

Wichtig sei jedoch wachsam zu bleiben - auch wenn diese Trasse noch nicht in eine konkrete Planung einbezogen sei, war es doch wichtig, dass möglichst viele Einwände bis zum 2.Mai im Bundesverkehrsministerium eingegangen sind, bekräftigte BGM Weiher die Wächtersbacher Aktion. Man bleibe dran am Thema – die Bahntrassenplanung beschäftige die Stadt Wächtersbach ganz gewiss die nächsten Jahre sehr intensiv.