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Stadt Wächtersbach ehrt seine Ehrenamtlichen

Wächtersbach, den 09.11.2015

„Wächter 2015 “ für herausragendes Engagement in der Heinrich-Heldmann-Halle verliehen

Wächtersbach. Der große Saal der Heinrich-Heldmann-Halle war festlich geschmückt, als die Gäste am Sonntagnachmittag Platz nahmen. Eingeladen waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur ersten Wächterverleihung der Stadt Wächtersbach. Der Wächter 2015 – eine Glasskulptur – wurde in verschiedenen Kategorien an Personen und Gruppen vergeben. Bürger waren in den letzten Monaten aufgerufen worden, dazu ihre Vorschläge einzureichen.

Die ersten beiden Geehrten waren Gerhard Jahn für sein ehrenamtliches Engagement, das Lebenswerk und die Heimatpflege sowie Museumsleiter Kurt Schuh für sein Lebenswerk. In seiner Laudatio ging Heinz Colonius auf das Jahrzehntelange  Wirken von Gerhard Jahn im und als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins ein. Seine zahlreichen Vorträge über die Geschichte der Stadt und seiner Stadtteile aber auch zur Erdgeschichte der gesamten Region – auch der im Rathausgarten vorhandene Steinegarten geht auf seine Initiative zurück - werden mit großer Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dazu gehören seine geführten Wanderungen in Wald und Flur sowie Vortagsabende in Schulen, Institutionen und Geschichtsvereinen der Region – immer akribisch vorbereitet und spannend vorgetragen. Museumsleiter Kurt Schuh erhielt die Auszeichnung für seine nun 30-jährige Museumsleitung. In dieser langen Zeit wuchs das Museum zu seiner heutigen Größe und herausragenden Qualität. Kurt Schuh und sein fleißiges Helferteam konnten insbesondere mit der Keramikausstellung einen ungewöhnlichen Schatz zusammentragen. Rund 4000 Stücke aus dem ehemaligen Unternehmen „Wächtersbacher Keramik“ sind für die Öffentlichkeit anschaulich aufbereitet worden. Insbesondere auch die alljährlich stattfindenden Sonderschauen wie beispielsweise die Wächtersbacher Brauereigeschichte, die Stadtentwicklung in alten Bildern, oder zu ehemaligen Wächtersbacher Unternehmen und wichtigen Arbeitgebern finden große Aufmerksamkeit weit über die Stadt hinaus.

Der Historiker Dr. Jürgen Ackermann, vor wenigen Tagen 80 Jahre alte geworden,  erhielt den Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreises. Dazu war das Kreisausschussmitglied Sigrid Schindler nach Wächtersbach gekommen. Sie überreichte in Vertretung von Landrat Erich Pipa den Ehrenbrief und hielt die Laudatio. Sie ging auf das Berufsleben und die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten von Dr. Jürgen Ackermann ein. Seine besonderen Verdienste waren in der Vergangenheit mit Recht durch zahlreiche Ehrungen hervorgehoben worden. Der Ehrenbrief des Main-Kinzig-Kreis sei ein weiteres öffentliches Zeichen, welches seine unentgeltlichen Tätigkeiten für den Heimat- und Geschichtsverein, die Herausgabe seiner zahlreichen Schriften, das Erforschen der Kultur und Geschichte der Stadt Wächtersbach und der gesamten Region aufzeige. Im Beisein von BGM Weiher erhielt der ortsansässige Historiker Dr. Jürgen Ackermann Urkunde und Ehrennadel von Kreisausschussmitglied Schindler überreicht.

Der gemischte Chor Liederzweig Leisenwald verschönerte nicht nur den Abend gekonnt mit seinen Liedbeiträgen,  sondern erhielt ebenfalls die Auszeichnung Wächter 2015. In seiner Laudatio ging Kulturausschussvorsitzender Kai Löwe auf die lange Vereinsentwicklung ein. 1886 gegründet, kann der Liederzweig auf eine lange Vereinsgeschichte blicken. Zunächst viele Jahre als reiner Männergesangverein geführt, wurde der bereits im Jahr 1982 gegründete Frauenchor im Jahr 2012 in den Liederzweig eingefügt. Besonderer Applaus der Gäste erhielt der Chorleiter, schließlich leitet  Dirigent Hans-Christoph Fillsack bereits seit 41 Jahre sehr erfolgreich den Chor.

Eine besondere Danksagung der Stadt Wächtersbach für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz in Leisenwald ging an Marita Wehner. Sie ist ein Aktivposten in ihrem Wohnort auf der Platte. Sie betreut das Gemeinschaftshaus und kümmert sich um die Organisation der zahlreichen Termine und Veranstaltungen. Sie ist seit vielen Jahren Küsterin der evang. Kirchengemeinde Leisenwald. Ihr Herz gehört ihrer Familie. Aber auch bei den Landfrauen ist Frau Wehner gerne und intensiv tätig, das wusste Ortsvorsteher Heiko Appel u.a. von ihrem tatkräftigen Einsatz und den vielseitigen Interessen zu berichten. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen erhalte Frau Wehner im Jahr 2015 diese Danksagung, hob BGM Weiher bei der Überreichung des Blumengrußes hervor.

Norbert Döppenschmitt erhielt den Wächter für seine herausragende Arbeit im Bereich Soziales. Ein großer Teil seiner ehrenamtlichen Arbeit nehme die AWO ein, so Laudator Christian Hofmann. Viele Jahre lang leite er die Organisation mit viel Herzblut. Er bereite tolle Ausflüge vor, veranstalte gesellige Zusammenkünfte, bringe die Menschen zusammen und sein Können als hervorragender Hobbykoch ein. Er kümmere sich um die Weihnachtspäckchenaktion für die rumänischen Kinder, helfe mit bei EfA, engagiere sich in der Flüchtlingsarbeit, sei Begründer der Betreuungsgruppe für demente Personen, zählte Christian Hofmann einen Teil der unentgeltlichen Arbeit von Norbert Döppenschmitt auf.

Als besonderen Ehrengast konnte Bürgermeister Andreas Weiher den ehemaligen Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Karl Eyerlaufer begrüßen. Dieser berichtete aus seinen Projekten aus Sri Lanka / Beruwala und der damit verbundenen finanziellen Unterstützung der Wächtersbacher Bevölkerung. Die Spenden aus Wächtersbach halfen, denn damit konnte viel Gutes geschaffen werden – Schulen, Kindergärten, eine Zahnklinik, eine Frauenheilklinik z.B. sind im Laufe der Jahre entstanden. Wie Bürgermeister Weiher berichte konnte, haben zahlreiche Einzelpersonen, Clubs, Vereine, Schulen, Organisationen vor Ort dazu beigetragen. Großen Applaus erntete Karl Eyerkaufer für seinen Appell, dass vor Ort die Not und das Elend bekämpft werden müsse, damit die Menschen in ihrer Heimat, in ihren Herkunftsländern bleiben und leben können.

Frau Gabriele Melde wurde mit dem Wächter 2015 ausgezeichnet für ihr Engagement in der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft. In seiner Laudatio ging Vorstand Reinhard Hauck auf die hervorragende Arbeit  von Frau Melde ein, die sie in verschiedenen Positionen, z.B. von 1995 bis 2000 als Aufsichtsratsvorsitzende der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft ausführte. Zusätzlich zu ihrem Beruf, denn sie leite in Aufenau ein eigenes Unternehmen. Sie sei stets eine kompetente Ansprechpartnerin für die Mieterinnen und Mieter gewesen und auch ihr fachlich versiertes Auftreten gegenüber den Firmen und Handwerksunternehmen bei Baumaßnahmen sei insbesondere herauszuheben, lobte Herr Hauck.

Ein besonderes Dankeschön ging an vier Damen aus dem benachbarten Brachttal. Dort wird eine Kleiderkammer sehr erfolgreich geführt. Der Erlös aus dem Verkauf er gespendeten Kleidungsstücke wird wiederum vom Team für gemeinnützige Arbeit und Projekte in der Region zur Verfügung gestellt. Wächtersbach und seine Flüchtlingsarbeit durften vor kurzem davon profitieren. Die Summe von 500 Euro wurde vom Brachttaler Team im Rathaus Wächtersbach an Bürgermeister Weiher für die Verwendung in der Asylarbeit übergeben. Dafür bedankte sich Bürgermeister Weiher bei Frau Helga Alinger, Gisela Ehrhard, Irene Mauler und Doris Reußwig auf der Bühne sehr herzlich.

Auch die anschließende Wächterverleihung war mit der Flüchtlingsarbeit verbunden. Die Asylhelfer der Stadt Wächtersbach erhielten für ihr herausragendes intensives Engagement den Wächter 2015. Stellvertretend für alle Asyl- und Flüchtlingshelfer nahm Herr Karl-Heinz Otto, ein Mann der ersten Stunde, wie ihn Bürgermeister Weiher bezeichnete - den Wächter entgegen, verbunden mit einem Geldbetrag, welcher für eine gemütliche Zusammenkunft verwendet werden solle. BGM Weiher ging in seiner Dankesrede auf die zahlreichen Tätigkeiten der Helferinnen und Helfer ein, dazu zählten neben der Begrüßung und der Hilfe beim Wohnungsbezug die vielen alltäglichen Hilfestellungen wie Nachbarschaftshilfen, Arztbesuche, Behördengänge, die Bekanntmachung mit unserer Kultur, dem Vereinswesen, die Eingewöhnung in den Alltag, das Organisieren von Sprachkursen usw. Dafür sage die Stadt Wächtersbach Dankeschön und hoffe auch auf die tatkräftige Unterstützung des engagierten und routinierten Helferteams für die Zukunft. BGM Weiher appellierte an die Gäste, denn es würden weitere Helferinnen und Helfer gebraucht.

Mit dem großen Schlussfoto aller Geehrten auf der Bühne – gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Weiher – endete die Prämiere „Wächter 2015“. Er dankte allen die zur Organisation des festlichen Nachmittags beigetragen hatten – insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Es verabschiedeten sich mit einem Schlusswort und dem Hinweis auf ein Wiedersehen im Jahr 2016 auch Maxi Kröll und Tim Schneider. Die jungen Rathausmitarbeiter hatten mit ihrer Moderation gekonnt durch den Nachmittag geführt. Ein besonderer Dank ging an einen wahrhaftigen Wächter; Jahrespraktikant Levent Basaran war in das Wächterkostüm geschlüpft und hatte die Glasskulpturen „Wächter 2015“ auf die Bühne gebracht.

Musikalisch bereichert wurde die Feierstunde mit Daliah Stingl – die Wächtersbacher Sängerin, bekannt durch Funk und Fernsehen – begleitete in ihrer charmanten Art und mit ihrer herausragenden Stimme durch den Nachmittag.

Begonnen hatte der Nachmittag mit einem Sektempfang bei gemeinsamen Gesprächen – so endete der kurzweilige Sonntagnachmittag auch für die Gäste wieder. Zum Ausklang traf man sich noch einmal im Foyer der Heinrich-Heldmann-Halle, plauderte, gratulierte, dankte und verabschiedete sich in den Nachhauseweg.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Stadt Wächtersbach ehrt seine Ehrenamtlichen