EFRE - Revitalisierung von Siedlungsbereichen / Lokale Ökonomie


 

Ergänzend zum Stadtumbau in Hessen unterstützt die Europäische Union und das Land Hessen die nachhaltige Stadtentwicklung auch im Rahmen des IWB-EFRE-Programms mit den beiden Maßnahmenlinien:

  • Revitalisierung von Siedlungsbereichen

  • Förderung der Lokalen Ökonomie

 

In der ersten Maßnahmenlinie fördert die Europäische Union über den EFRE-Fonds (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) den Rückbau der Brauerei Wächtersbach (à siehe „EFRE-Förderung: Rückbau der Brauerei Wächtersbach).

Für das Programm „Förderung der Lokalen Ökonomie“ wurde Ende 2018 seitens der Stadt Wächtersbach ein Antrag auf Förderung gestellt.

 

 

EFRE-Förderung: Rückbau von Funktionsanlagen und Nebengebäuden der ehemaligen Brauerei Wächtersbach

 

Die Umwandlung des nicht mehr genutzten Brauereiareals in ein neues Stadtquartier ist das Schlüsselprojekt des Stadtumbaus im historischen Stadtkern Wächtersbach.

 

Übergeordnetes Ziel ist es, die bestehende Brachfläche als neues Stadtquartier nachhaltig zu entwickeln. Die technisch bereits erschlossene innerstädtische Fläche soll im Sinne eines geringen Flächenverbrauchs wieder genutzt werden. (https://www.bmu.de/themen/nachhaltigkeit-internationales/nachhaltige-entwicklung/strategie-und-umsetzung/reduzierung-des-flaechenverbrauchs/). Im südlichen Bereich der historischen Gebäude um den Schlosshof sind Einheiten für Dienstleistungen und Gewerbe vorgesehen. Im nördlichen freien Bereich wird ein durchmischtes Wohnquartier geplant.

 

Die EFRE-Förderung gilt der Vorbereitung des Areals für diese neuen Nutzungen: Es werden die nicht nutzbaren Bestandteile der Brauerei rückgebaut: Alle Anlagen, die für Brauerei erstellt oder dafür in bestehende Gebäude eingebaut wurden, werden entnommen. Dabei werden die denkmalgeschützten Gebäude/Gebäudeteile erhalten (z.B. Marstall). Die Neben- und Gewerbegebäude auf dem nördlichen Areal werden sukzessive abgeräumt. Der Brauereiwerkshof mit seiner großen asphaltierten Fläche, der Zufahrt und technischen Einbauten wird rückgebaut und für eine Neunutzung vorbereitet.

 

Diese Investitionen werden von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

 


Aktuelle Meldungen

Europa in Wächtersbach – ohne EU nicht finanzierbar

(22.05.2019)

Wächtersbach profitiert enorm von Europäischen Fördergeldern

 

Ein gut sichtbares Beispiel für die finanzielle Unterstützung der Stadt Wächtersbach durch EU-Fördergelder zeigt das Foto. Bürgermeister Weiher dazu: „Ohne die EU nicht finanzierbar – Wächtersbach profitiert enorm von EU-Geldern“.

Am 26. Mai 2019 werde das neue EU-Parlament gewählt – er bittet alle Wählerinnen und Wähler, zur Wahl zu gehen und die demokratischen Parteien mit ihrer Stimmabgabe zu unterstützen.

 

Das Foto übermittelt einen Eindruck zum Rückbau  von Funktionsanlagen und Nebengebäuden der ehemaligen Brauerei Wächtersbach. So wurde beispielsweise der Schlossinnenhof freigelegt, wo zuvor das marode Sudhaus stand, um den Charme der umliegenden Einzelkulturdenkmäler (Schloss, Rentkammer und Marstall) zur Geltung zu bringen und den ehemaligen Schlossinnenhof wiederherzustellen. Außerdem wurde das Funktionsgebäude samt Biertanks der ehemaligen Brauerei zwischen der Schlossstraße und dem Marstall mit Fleißarbeit abgerissen und herausgestemmt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durch die Freilegung ist das schöne Eck unserer Altstadt viel mehr Lichtdurchflutet und bietet Parkmöglichkeiten für die Altstadt. Bisher konnten wir für den Rückbau der Brauerei 957.355,- Euro Fördergelder aus Europa erzielen, so Bürgermeister Weiher.

 

Foto Stadt Wächtersbach – zur Verwendung frei gegeben

Foto zu Meldung: Europa in Wächtersbach – ohne EU nicht finanzierbar

Europa in Wächtersbach

(20.05.2019)

Wächtersbach profitiert von Europäischen Fördergeldern in Millionenhöhe

 

Die Europäische Union unterstützt mit Fördergeldern die nachhaltige Stadtentwicklung mit den beiden Maßnahmen „Rückbau der Brauerei“,  „Förderung der Lokalen Ökonomie“ sowie den Digitalisierungsprozess „öffentliches WLAN“

 

Der Rückbau von Funktionsanlagen und Nebengebäuden der ehemaligen Brauerei Wächtersbach, insbesondere können brachliegende Gebäude oder Flächen neuen Nutzungen zugeführt werden. So wurde beispielsweise der Schlossinnenhof freigelegt, wo zuvor das marode Sudhaus stand, um den Charme der umliegenden Einzelkulturdenkmäler (Schloss, Rentkammer und Marstall) zur Geltung zu bringen und den ehemaligen Schlossinnenhof wiederherzustellen. Außerdem wurde das Funktionsgebäude samt Biertanks der ehemaligen Brauerei zwischen der Schlossstraße und dem Marstall mit Fleißarbeit abgerissen und herausgestemmt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durch die Freilegung ist das schöne Eck unserer Altstadt viel mehr Lichtdurchflutet und bietet Parkmöglichkeiten für die Altstadt. Bisher konnten wir für den Rückbau der Brauerei 957.355,- Euro Fördergelder aus Europa erzielen, so Bürgermeister Weiher.

 

Mit dem Programm „Förderung der lokalen Ökonomie“ wird das Ziel verfolgt, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu sichern, das Stadtbild zu verbessern sowie die Wohn- und Handelsfunktion zu stärken. Konkret bedeutet dies: Geschäftsaufgaben zu verhindern, bestehende Angebote zu entwickeln und zu verbessern, Neugründungen zu fördern. Hierzu hat der Magistrat der Stadt Wächtersbach Fördergelder in Höhe von 252.375 Euro beantragt.

 

Auf Vorschlag der EU Kommission wird ein wichtiges Tor aufgestoßen zur finanziellen Unterstützung öffentlicher Einrichtungen bei der Schaffung kostenlos verfügbarer lokaler drahtloser Internetverbindungen mit hoher Kapazität. Die Stadt Wächtersbach ist daran interessiert öffentliche Einrichtungen mit High-Speed Internet drahtlos für Bürgerinnen und Bürger anzubieten und die Infrastruktur für den Fortschritt zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung hat hierzu einen Antrag bei der Europäischen Union im April in Höhe von 15.000 Euro gestellt.

EFRE: Dokumentation zur Beteiligung der Gewerbetreibenden

(18.12.2018)

Auf einer Informationsveranstaltung wurde am 21.11.2018 das Programm „Förderung der lokalen Ökonomie“ vorgestellt. Darüber hinaus wurden die anwesenden Gewerbetreibenden nach ihrer Meinung, ihre Mitwirkungsbereitschaft und ihrem Förderbedarf gefragt, um das Förderprogramm auf die Bedarfe der innerstädtischen Gewerbetreibenden zuzuschneiden und entsprechende Schwerpunkte zu setzen. Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link.

Stadtumbau in Wächtersbach prüft ergänzende Zuschüsse

(18.06.2018)

Stadt Wächtersbach informiert sich über das EU-Förderprogramm „EFRE“

 

 

Dass die europäische Union nicht nur Vorschriften macht, sondern auch finanzielle Unterstützung mitbringt, hat die Stadt Wächtersbach in einem Ortstermin mit den zuständigen Vertretern für das Stadtumbaugebiet erfahren können. Hierzu trafen sich Bürgermeister Andreas Weiher mit Herren Henning Schwarting und Martin Heinzberger vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu einer Begehung des Stadtumbaugebiets.

 

Frau Ulrike Hesse und Herr Michael Böhme vom Büro Rittmannsperger Architekten stellten zusammen mit Bürgermeister Andreas Weiher den Sachstand und die Vorhaben des Stadtumbaus „Historischer Stadtkern“ in Wächtersbach dar. Die Maßnahmen der Antragstellung 2018 wurden dabei besonders beleuchtet. „Wir sind den Vertretern des Ministeriums für ihren Besuch sehr dankbar. Vor Ort kann man gerade die komplexen Zusammenhänge in Wächtersbach viel besser vermitteln.“ so Bürgermeister Weiher.

 

Neben der Besichtigung im Rahmen des Stadtumbaus war es auch Ziel des Gespräches, Fördermöglichkeiten im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) als Kofinanzierung des Stadtumbaus zu prüfen. Denn die Vertreter Europas haben Strukturhilfen für die hessischen Regionen im Gepäck: Die Strategie Europa 2020 will Wachstum und Arbeitsplätze schaffen. Unterlegt ist diese Strategie mit vielen Förderprogrammen, von welchen für das Stadtumbaugebiet in Wächtersbach die „Revitalisierung von Siedlungsbereichen“ und „Lokale Ökonomie“ besonders interessant sind. Mit Hilfe der EFRE-Mittel sollen bestehende Brachen wieder einer neuen Nutzung zugeführt und so der Flächenverbrauch am Siedlungsrand reduziert werden. Durch die Beseitigung von Leerständen können positive Entwicklungsimpulse gegeben und sogar neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Für Investitionen, die in diese Maßnahmenlinien passen, können bis zu 50 Prozent Zuschuss durch die EU gewährt werden.

 

Obwohl Wächtersbach nicht in einem EFRE-Vorranggebiet liegt, bestehen nach Aussagen der Vertreter des Ministeriums gute Chancen, eine Förderung zu erringen. Nun ist es an der Stadt Wächtersbach, die Bestimmungen dieser Programme sorgfältig zu prüfen, Projekte auszuwählen und konkrete Anträge zu stellen.  Der Magistrat der Stadt Wächtersbach hat in der Zwischenzeit der Teilnahme an den vorgenannten Programmen zugestimmt.

 

„Das Förderprogramm „EFRE“ ist für uns eine wertvolle Chance, ergänzend zur Städtebauförderung Mittel für unsere Vorhaben zu akquirieren und so Projekte anzuschieben, die aus eigener Kraft nicht möglich wären.“ erklärt Bürgermeister Andreas Weiher.

Foto zu Meldung: Stadtumbau in Wächtersbach prüft ergänzende Zuschüsse

Macht Platz!

(05.03.2018)

Der Stadtumbau beginnt mit dem ersten sichtbaren Projekt: der Freimachung des Schlosshofes. Vorgestellt wurde der Abriss des Sudhauses und der Biertanks hinter dem Marstall bereits auf der Bürgerversammlung im November vergangenen Jahres (wir berichteten) - nun wird es ernst. Am kommenden Freitag, 09.03.2018 rücken die Abbruchbagger dem Sudhaus auf die Mauern. Dieses denkwürdige Ereignis möchte die Stadt unter dem Motto „Platz für die Zukunft schaffen!“ um 18:00 Uhr mit allen Bürgerinnen und Bürgern öffentlich begehen.  

 

Bereits auf der Bürgerbeteiligung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept des Stadtumbaus im Juni 2017 wurde der Abbruch des Sudhauses thematisiert. Der schwer geschädigte Zweckbau aus den 60ger Jahren steht seit über 17 Jahren leer und ist wirtschaftlich nicht nachnutzbar. Der Rückbau wird nun das erste wahrnehmbare Zeichen eines Strukturwandels im Gelände der ehemaligen Wächtersbacher Brauerei sein, der mit dem Ende der Produktion 2001 besiegelt wurde. Damit wird der Rückbau des Gebäudes zur Bierherstellung auch Symbol für den Aufbruch in eine neue Zeit.

„Das Sudhaus macht Platz für die Wiederherstellung des historischen Ensembles aus Schloss, Rentkammer und Marstall.“ erläutert Bürgermeister Andreas Weiher. Der Platz dazwischen wird wieder zum Schlosshof und soll im Rahmen des Stadtumbaus multifunktional gestaltet werden. Die Denkmalpflege unterstützt das Vorhaben fachlich. Ziel ist es, mit dem öffentlichen Freiraum der sensiblen denkmalgeschützten Umgebung gerecht zu werden. Jedoch wird die endgültige Platzgestaltung noch etwas warten müssen - die Fläche wird zunächst für die Sanierung von Rentkammer und Marstall als Baustelle dienen müssen. Wann genau der „Schlosshof“ wieder adäquat erlebbar ist, kann man derzeit noch nicht genau sagen. Abhängig ist dies unter anderem von den Entwicklungen der umliegenden Gebäude, die in einem nächsten Arbeitskreis „Ehemalige Brauerei“ im Frühling gemeinsam mit interessierten Bürgern erörtert werden sollen.

Mit einem fröhlichen Festakt möchte die Stadt der langen Tradition der Brauerei gedenken und den Beginn des Stadtumbaus mit den Bürgern feiern. Sie lädt ein zu einer gemeinsamen Übung der Freiwilligen Feuerwehr Wächtersbach und des THWs. Das Zuschauen kann bei einem Schluck Fassbier und Grillgut genossen werden. Für die musikalische Unterstützung dankt die Stadt den Brüdern Clemens und Peter Blaumeiser. Um unnötigen Plastikmüll zu sparen, werden alle Fassbierlustigen gebeten, einen eigenen Krug mitzubringen.

 

 

Hintergrundinformation:

Wächtersbach hat sich 2016 erfolgreich um das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ bemüht und erhält über die nächsten 10 Jahre Fördermittel aus dem Bund-Land-Kommune Programm. Die Städtebauförderung unterstützt die Kommunen bei der Anpassung an die baulichen, infrastrukturellen und klimatischen Herausforderungen von Heute und Morgen. Ziel des Pro-gramms ist es, städtebauliche Maßnahmen zu Klimaschutz, Klimaanpassung sowie zur Anpassung an demografische und wirtschaftsstrukturelle Veränderungen in einem integrierten Ansatz zu vereinen. Vergangenes Jahr wurde von dem beauftragten Architekturbüro Rittmannsperger aus Darmstadt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept dazu erarbeitet. Im Rahmen dieser Erarbeitung wurden drei begleitende Arbeitskreise initiiert, in denen interessierte Bürger den Umbauprozess mitgestalten können. Informationen hierzu sowie die Daten zur Anmeldung zu den Arbeitskreisen finden Sie unter: www.waechtersbach-online.de

Foto zu Meldung: Macht Platz!