Bahnstreckenausbau


 

Die Deutsche Bahn plant eine Eisenbahn-Neubaustrecke nordöstlich von Gelnhausen. Dieses Projekt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Wächtersbacher Gebiet tangieren. Deshalb ist eine frühzeitige Bürgerbeteiligung erwünscht. Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zum bisherigen Verlauf.

 

Weitere Informationen zum Projekt der Deutschen Bahn "Ausbau-/Neubaustrecke Hanau–Würzburg/Fulda", insbesondere zur Bürgerbeteiligung erhalten Sie unter → http://www.hanau-wuerzburg-fulda.de. 

 

Weitere Dokumente, Grafiken, Broschüren erhalten Sie → hier.

 

Bei Fragen oder Anregungen zum Projekt, können Sie sich direkt per Mail an die Deutsche Bahn wenden ( ).

 

Darüber hinaus haben sich zum Bahntrassenausbau zwischenzeitlich in Wächtersbach zwei Bürgerintiativen gegründet, die sich ebenfalls der Thematik angenommen. Nähere  Informationen zu den Bürgerinitiativen finden Sie auf deren Internetseiten (www.prowächtersbach.de | www.bi-w.de)

 


Aktuelle Meldungen

Schloss Wächtersbach – Restauration auf der Zielgeraden

(25.06.2019)

Wächtersbach. Ein stolzes Alter von mehr als 830 Jahren kann das Wächtersbacher Schloss aufweisen. Als „die Geburtsstätte Wächtersbachs“ bezeichnet Bürgermeister Andreas Weiher das geschichtsträchtige Gebäude inmitten der Wächtersbacher Altstadt, das einmal ein Wasserschloss gewesen ist. Bis zum Jahr 2017, dem Zeitpunkt der Sanierung, stand das Schloss zunächst 38 Jahre ungenutzt und verfiel mehr und mehr. Doch seit März 2017 – hier fand die symbolische Grundsteinlegung statt – hat sich in und am Gebäude gewaltig viel getan.

Das aktuelle Luftbild zeigt die maßgeblichen außen sichtbaren Fortschritte – so ist das Dach fertig gestellt. Die gesamte Gebäudehülle ist eingerüstet und mit den Außenputzarbeiten wurde begonnen: Nach Abschluss der Putzabnahmen unter Begleitung des Restaurators, Sicherung und Ausbesserung des Bestandsmauerwerkes sowie Sicherung von historischen Putzresten wurde mit der Wiederherstellung der Außenwandputzflächen begonnen. Zum größten Teil ist bereits der speziell für das Schloss gemischte Kalkunterputz aufgetragen. Nach Durchtrocknung der Unterputze soll noch, im Juli beginnend, der Oberputz aufgezogen werden. Parallel zu den Außenputzarbeiten finden Arbeiten durch die Steinmetze zur Ausbesserung und Restaurierung der Sandstein- Fenster- und -Türgewände sowie der Bauzier statt.

 

Um das Schlossgebäude herum wurde Luft und Raum geschaffen, indem das ehemalige Sudhaus im Hof sowie die Gärtanks hinter dem Marstall – dank EU-Fördermittel – zurück gebaut werden konnten.

Die Stadtverwaltung soll im ersten Halbjahr 2020 in das Schloss einziehen. Weiterhin werden dann dort ein Restaurant, ein Biergarten sowie ein größerer Saal für  Versammlungen und Feierlichkeiten zur Verfügung stehen. Eine besondere Rolle wird zukünftig die romantische Schlosskapelle spielen, sie wird als Trauzimmer „die angesagte Hochzeitslokation“ werden, weiß Bürgermeister Andreas Weiher zu berichten.

Im Jahr 2020/2021 geht es dann an die Schlossparkgestaltung als nächstes großes Stadtprojekt, so die Pressemeldung von Bürgermeister Andreas Weiher. In Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt und Bürgerbeteiligung wird dann ein Parkpflegewerk erarbeitet. 

Die Spendenaktion „Wie werden Sie selbst Meilenstein der Stadtgeschichte“ wurde vor wenigen Wochen gestartet und findet große Resonanz in der Bürgerschaft sowie bei Firmen und Unternehmen. „Jeder kann sich mit einer Spende im Schloss verewigen“, erklärt Bürgermeister Weiher dazu. Man könne eine Spendenerklärung ausfüllen und diese an den Förderverein Schloss+Park 2001 e.V. richten. Die Summen werden auf einem Sonderkonto des Vereins verwahrt und später zweckgebunden für Verschönerungen an und um das Schloss verwendet. Der Verein erteilt sodann die Spendenquittung sowie einen Stiftungsbrief. Hierzu stellt Bürgermeister Andreas Weiher klar: „Für die bauliche Finanzierung oder den Verein wird das Spendengeld ausdrücklich nicht verwendet“.

Als Zwischenresümee wolle er festhalten, dass er insgesamt mit der Entwicklung des Schlossprojektes und mit dem Fortgang der Bauarbeiten sehr zufrieden sei. Er sei zuversichtlich, was die Fertigstellung in 2020 betreffe. Bei allen Beteiligten sei die Vorfreude auf die Eröffnung in 2020 als Stadtverwaltung sowie als Begegnungsstätte für die Wächtersbacher deutlich spürbar, so Bürgermeister Andreas Weiher. 

 

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Bürgermeister bedauert Entscheidung der Bahn

(18.06.2018)

"Nun gilt es, das Beste für Wächtersbach heraus zu holen!"

 

Die Entscheidung der Bahn vom 15. Juni 2018, mit der Trassenvariante IV in das Raumordnungsverfahren zu gehen, bedauert Bürgermeister Andreas Weiher. Von dieser Variante sind in der derzeit bekannten Auslegung zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in den Bereichen westlich von Wächtersbach betroffen. Dies zunächst in der mutmaßlich 10 Jahre langen dauernden Bauphase und dann später im Eisenbahnbetrieb.

Gerade die Brückenquerung vor Wächtersbach ist als sehr problematisch anzusehen. Aufgrund der „Hangbebauung“, ist mit einer starken Lärmbelastung durch den Zugverkehr zu rechen.

 

„Ich gehe davon aus, dass aufgrund des langwierigen Raumordnungsverfahrens und späteren Planfeststellungsverfahrens sowie zu erwartender Gerichtsverfahren noch viele Jahre bis zum Baubeginn ‚ins Land gehen‘. Aber ich werde unverzüglich damit beginnen, mit den verantwortlichen Planern der Bahn zu sprechen, um die Beeinträchtigung durch Baustellen und Baufahrzeuge so gering wie möglich zu halten. Weiterhin werde ich die Beschlüsse der Zielvereinbarung vom 16.05.2018 sowie der 2. Wächtersbacher Erklärung von der Bahn einfordern. Im Schulterschluss mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten fordere ich eine grundsätzliche Entlastung des Regelverkehrs durch die Errichtung von Baustraßen sowie maximalen Lärmschutz  entlang der Bestands- und selbstverständlich auch der Neubaustrecke.“, so Bürgermeister Weiher in einer ersten Reaktion.

„Schade, dass sich die Planer der Deutschen Bahn nicht die Zeit genommen haben, die modifizierte Variante IV der ARGE Bahndreieck Spessart vor der Entscheidung nochmals eingehend zu prüfen“, so Bürgermeister Weiher. „Bei dieser Variante würde das Brückenbauwerk, welches vor Wächtersbach das Kinzigtal durchschneidet, wegfallen. Die Bahn würde entlang der A66 verlaufen bevor diese hinter Aufenau in einen Tunnel fährt. Dies würde die Belastungen der Bürgerinnen und Bürger erheblich reduzieren. Aus diesem Grund wurde diese Variante bereits vor der heutigen Entscheidung vehement gefordert.

Da aber auch jetzt noch Modifizierungen an der geplanten Variante möglich sind, werden wir uns weiter für die modifizierte Variante einsetzen“, so Bürgermeister Weiher weiter.

 

Darüber hinaus scheint es geboten, für eventuelle juristische und planerische Überprüfungen entsprechende Gelder im Haushalt 2019 und in den Folgejahren einzustellen. „Zudem wünsche ich mir die Unterstützung aller betroffenen Bürgerinnen und Bürger, der Bürgerinitiativen sowie den Schulterschluss aller im Stadtparlament vertretenen Parteien. Nur mit einer starken und einvernehmlichen Haltung wird es uns in Wächtersbach gelingen, das Beste aus dieser Bahnentscheidung für unsere Stadt  zu erreichen. Zeitnah wird eine Bürgerversammlung geplant, wo unter anderem das Bahnthema besprochen werden soll “, so Bürgermeister Andreas Weiher abschließend.

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Bahn stellt erstes Ergebnis der Variantenbewertung vor

(03.05.2018)

Presseinformation des Dialogforums zur Bahnstrecke Hanau-Würzburg/Fulda vom 03.05.2018

 

Varianten IV und VII schneiden im Vergleich deutlich am besten ab und werden vertieft betrachtet. Alle anderen Varianten scheiden aus. Abschließende Entscheidung im Juni.

 

Beim 12. Treffen des Dialogforums zum Aus- und Neubau der Bahnstrecken zwischen Hanau, Würzburg und Fulda präsentierte die Deutsche Bahn am Donnerstag in Gelnhausen das Ergebnis des Variantenvergleichs. Im Vergleich schneiden die Varianten IV und VII am besten ab, lautet das Fazit der DB. Beide Varianten haben in Summe die geringsten Auswirkungen auf die sogenannten Schutzgüter wie Mensch, Tier und Umwelt. Auch verkehrlich schneiden sie aufgrund kürzerer Fahrzeiten und der Möglichkeit, die neuen Gleise entweder in Schlüchtern oder in Flieden mit der Bestandsstrecke zu verbinden, besser ab als die Varianten, die durch den Spessart führen.

Bis zur nächsten Dialogforumssitzung am 8. Juni will die Bahn die beiden übrig gebliebenen Varianten noch einmal vertieft betrachten und dann entscheiden, welche der beiden sie als Vorzugsvariante in das Raumordnungsverfahren einbringt.

Beim Vergleich der möglichen Streckenführungen für die beiden neuen Gleise zwischen Gelnhausen, Fulda und Würzburg hatte sich zunächst gezeigt, dass die beiden Varianten III und VI aufgrund von verfahrenskritischen Risiken zu verwerfen waren. Ein Kalk-Niedermoor bei Altengronau sowie der Lebensraum von Schwarzstörchen würden durch die Trasse beeinträchtigt. „Aufgrund der Tatsache, dass es andere zumutbare Alternativen gibt, mussten wir diese Varianten ausschließen“, erläutert Dr. Reinhard Domke, der das Projekt für die DB Netz AG leitet. Gleiches gilt für die Variante VI, bei der die Lebensräume der Bechsteinfledermaus und von verschiedenen geschützten Spechtarten in Mitleidenschaft gezogen wären.

Die beiden Spessart-Varianten I und II haben ebenfalls höhere artenschutzrechtliche Risiken als die Varianten IV und VII und schneiden aufgrund der höheren Inanspruchnahme von Waldflächen und des deutlich längeren Laufwegs schlechter ab. Auch die schwierige Baulogistik und damit einhergehende lange Bauzeiten sprechen den Planern der Bahn zufolge im Vergleich zu den anderen Varianten gegen eine Trassenführung durch den Spessart.

 

Die Bündelungsvariante V wurde von der DB insbesondere aufgrund ihres schlechten Abschneidens beim Thema Lärm und aufgrund der Nähe zum Kurgebiet in Bad Soden-Salmünster schlechter bewertet als die Varianten IV und VII. Im Vergleich zu den anderen Varianten würden 8.000 Menschen weniger von nächtlichem Schienenlärm entlastet werden können. Auch das Bauen im Bestand und die damit einhergehenden Beeinträchtigungen für den laufenden Bahnbetrieb inklusive längerer Bauzeiten und späterer Inbetriebnahme sprechen den Planern der Bahn zufolge im Vergleich gegen diese Variante.

In der Sitzung wurde auch noch einmal betont, dass unabhängig von der gewählten Variante untersucht wird, wie sich auch die Bestandsstrecke zeitnah mit zusätzlichem Lärmschutz ausrüsten lässt. Dies stellt ebenso wie der barrierefreie Ausbau der Bahnstationen eine Kernforderung der Region dar.

 

Weiterhin wurde vereinbart, bei einem gemeinsamen Termin mit Herrn Gorissen, der DB und dem Gutachter des Main-Kinzig-Kreises den exakten Verlauf des Vorschlags VIII nachzuvollziehen und erneut zu bewerten.

Im Dialogforum Hanau-Würzburg/Fulda treffen sich seit Sommer 2014 regelmäßig Verteter aller Interessensgruppen der Region, um die Planungen der Bahn für die neuen Gleise kritisch zu begleiten und Anregungen und Hinweise einzubringen. Ziel war es von Anfang an, eine Trassenführung zu finden, die die geringsten Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt hat, die verkehrlichen und betrieblichen Zielstellungen erreicht und sowohl raumverträglich als auch wirtschaftlich ist. Der letzten Sitzung des Dialogforums gingen unter anderem zwei ganztägige Planungsworkshops voraus, auf denen die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, die Variantenbewertung im Detail nachzuvollziehen und Rückfragen zu stellen.

 

Über die Variante IV:

Die Strecke führt von Gelnhausen nach Norden und zweigt dann nördlich von Wirtheim nach Osten ab. Südlich von Wächtersbach quert sie die Kinzig, um dann von Aufenau aus leicht nach Nordosten abzuschwenken. Ab Salmünster folgt die Variante dem Kinzigtal und überquert bei Steinau an der Straße den Stausee. Sie folgt dann dem Kinzigtal weiter westlich überwiegend in Tunnellage. Bei Schlüchtern ist eine Verknüpfung mit der Bestandsstrecke möglich. Die Variante führt schließlich in einem langen Tunnel nach Nordosten und bindet bei Mittelkalbach an die Schnellfahrstrecke an. Die Strecke ist 44 km lang, wobei davon 28 km im Tunnel verlaufen.

 

Über die Variante VII:

Die Strecke führt von Gelnhausen nach Norden westlich von Wächtersbach, Eckardroth-Wahlert und Umbach am Rande des Vogelsbergs entlang. Ab Ürzell biegt sie nach Osten ab und führt an Wallroth vorbei. In Flieden führt die Variante durch den vorhandenen Bahnhof und dann weiter in Richtung Nordosten zwischen Opperz und Niederkalbach zur Schnellfahrstrecke in Richtung Fulda. Die Strecke ist knapp 48 km lang, wobei davon 28 km im Tunnel verlaufen.

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Bürgerversammlung Wächtersbach

(30.11.2017)

Schloss, Stadtumbau und Bahnstreckenausbau treffen auf großes Interesse

 

Am Dienstag, dem 28. November 2017 hat Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wächtersbach zur diesjährigen Bürgerversammlung eingeladen. Circa 200 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Einladung wahr und wurden umfangreich über die aktuellen Stände der Sanierungs- und  Umbaumaßnahme des Schlosses, den Stadtumbau „Historischer Stadtkern“ und den geplanten Bahnstreckenausbau bzw. Neubau informiert.

 

Zum Thema Schloss berichteten Bürgermeister Andreas Weiher mit dem zuständigen Architekten Dirk Pankratz insbesondere über die künftige Nutzung der jeweiligen Geschosse. Bürgermeister Weiher erläuterte zudem die Kostenprognose, stellte parallel dazu die Fördereinnahmen vor und machte deutlich, dass die Stadt sowohl zeitlich als auch finanziell zum genannten Projekt weitgehend im Plan stehe. Architekt Pankratz stellte einzelne Bauabschnitte vor, insbesondere wurde hier der umfangreiche Bauabschnitt des Daches aufgezeigt und dass die Stadt die bestmögliche Erhaltung geschichtsträchtiger Gewerke in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde sicherstellen möchte.

 

Zum nächsten Thema überleitend berichtete Bürgermeister Andreas Weiher, dass die Stadt sich glücklich schätzen kann, in den Genuss des Förderprogramms „Stadtumbau Hessen“ zu kommen und machte deutlich, dass künftige investive Maßnahmen insbesondere im Bereich des ehemaligen Brauereigeländes, die der Stadt zu Gute kommen, niemals aus Eigenmittel zu stemmen gewesen seien und nun durch die Aufnahme in das Förderprogramm „Stadtumbau Hessen“ und den daraus resultierenden Zuwendungsbescheiden des Landes realisierbar sind. Frau Hesse vom Büro Rittmannsperger Architekten referierte zum Thema Stadtumbau „Historischer Stadtkern Wächtersbach“ und stellte kurz das Stadtumbaugebiet dar, welches sich vom Brauereiareal südöstlich zum Bahnhof Wächtersbach hin abgrenzt. Frau Hesse machte den Ablauf und die Beteiligung des integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts deutlich und freute sich über die bisherige rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, welche sich in der Sitzung der Arbeitskreise und der Lenkungsgruppe aber auch am Tag der Städtebauförderung wiederspiegelten. Das integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, das auch fortgeschrieben werden kann, ist Grundlage für die langfristige Förderung (10-14 Jahre) durch das Land Hessen und beinhaltet unter anderem die Charakteristik des Untersuchungsgebiets, Entwicklungsziele sowie Maßnahmen und Projekte. Frau Hesse präsentierte zudem teilräumliche Gebiete innerhalb des Stadtumbaugebiets. Diese sind „Brauerei“, „Altstadt“, „Schlosspark“ und „Zwischen Altstadt und Bahnhof“. Für das Jahr 2018 sind als erste Maßnahmen, die unter anderem aus den Arbeitskreisen resultierten, zum Beispiel die Erstellung eines Verkehrskonzepts, der Rückbau des Sudhauses und Brauereieinbauten sowie ein Anreizprogramm für Private geplant. „Ein großer Dank gilt bereits heute dem Architektenbüro Rittmannsperger Architekten, insbesondere Frau Ulrike Hesse und Herrn Michael Böhme, die bis jetzt hervorragende Arbeit geleistet haben“, so Bürgermeister Weiher abschließend zum Thema Stadtumbau.

 

Zum letzten Themenpunkt am Abend übergab Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch Bürgermeister Weiher das Wort zur Bahn. Hierzu machte Bürgermeister Weiher deutlich, dass Wächtersbach unmittelbar von den Plan-Varianten II - VII durch den künftigen Schienenverkehr samt Tunnel, Brücken und den vorherigen Baustellen betroffen sein wird und mittelbar aufgrund des steigenden Zugverkehrs auch durch die Variante I. Hierzu referierte als Sachkundiger Christian Behrendt, der den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen vorstellte. Interessant hierbei war unter anderem auch der Zusammenhang mit übergeordneten Trassierungen wie z.B. die ICE-Linie Essen – München. In einer anschließenden Fragerunde stand Frau Julia Katzenbach-Trosch von der DB Netz AG zur Verfügung. Aus den Fragen der Bürgerinnen und Bürger ging deutliche Kritik an die Deutsche Bahn hervor. Zum einen gab es Enttäuschung darüber, dass der aktuelle Planungsstand keine Neuigkeiten bezogen auf eine finale Trassenvariante bzw. Wegfall einzelner Varianten ergab und zum anderen haben Bürgerinnen und Bürger ihren Unmut kund getan, da die Variante V bezogen auf Wächtersbach immer noch im Planungsprozess enthalten ist und für das bloße Auge das „Schutzgut Mensch“ zu wenig Beachtung finde. Außerdem wurde die gleichwertige, vertiefende Untersuchung und transparente Darstellung Varianten Dritter (sog. Var. VIII) gefordert. Frau Julia Katzenbach-Trosch ging auf die Fragen ein, beantwortete diese und appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, dem Projekt Vertrauen zu schenken und erklärte, dass die Bahn zusammen mit Fachleuten das bestmögliche Ergebnis erzielen möchte.

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Lärmaktionsplan des Eisenbahn-Bundesamtes

(19.07.2017)

In der Zeit vom 30.06.2017 bis zum 25.08.2017 können sich Bürgerinnen und Bürger an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes beteiligen; auch für die Haupteisenbahnstrecke zwischen Frankfurt und Fulda!

Eine Beteiligung besteht aus einer Ortsangabe und dem Beantworten eines dazugehörigen Fragebogens. Zu Beginn kann einen Ort angeben werden, an dem der Schienenlärm störend ist. Es ist auch möglich, mehrere Beteiligungen abzugeben.

Alternativ zum Online-Formular kann auch eine schriftliche Beteiligung per Post, Fax oder E-Mail mit Hilfe des ausdruckbaren Fragebogens abgeben werden. Beide Beteiligungswege werden in der Auswertung gleich behandelt. Es empfiehlt sich auch den ausgedruckten Fragebogen an weitere Personen (z.B. Nachbarn, Verwandte) weiterzugeben, damit sich diese auch beteiligen können.

Mehr Informationen erhält man auf der Internetseite (s. Link).

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Bahntrassenausbau: Eingebrachte Optimierungsvorschläge werden geprüft

(27.06.2017)

Rund 80 Teilnehmer der Arbeitsgruppe "Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens" des Dialogforums Hanau-Würzburg/Fulda haben sich am 23. Juni in Kalbach-Heubach getroffen, um offene Fragen rund und das Thema Trassenfindung im Suchraum zu diskutieren. Bei dem Termin wurde auch die Diskussion um die von verschiedener Seite eingebrachten Optimierungsvorschläge zu einzelnen Trassenvarianten fortgesetzt. Insbesondere zur Bündelungsvariante V wurden Ideen formuliert, wie sich diese noch anders gestalten ließen. Viele dieser Vorschläge werden von der DB aufgegriffen und weiter untersucht. Sollten sie sich im Vergleich mit den vorhandenen Trassenvarianten als bessere Lösung erweisen, werden sie weitergeführt.

Weiterhin stellten Mitarbeiter der DB das vorläufige Ergebnis der eisenbahnbetriebswissenschaftlichen Untersuchung für den Raum Fulda vor. Diese ergibt, dass die Kapazität auf der vorhandenen Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg in jedem Fall ausreichend ist, um die zusätzlichen Verkehre aufzunehmen, so dass aus kapazitiver Sicht keine Notwendigkeit besteht, zwei zusätzliche Gleise bis nach Fulda zu verlegen. Da es zudem schwierig wäre, in Bronnzell mit den neuen Gleisen in die Bestandsstrecke einzufädeln, soll in jedem Fall bereits vor Bronnzell in die Schnellfahrstrecke eingebunden werden. Es wird nun geprüft, inwiefern dies auch südlich des Sulzhoftunnels möglich ist.

Der Zeitplan der DB sieht weiterhin vor, bis zum Herbst eine Antragsvariante für das Raumordnungsverfahren zu ermitteln. Das Ergebnis Trassensuche ist weiterhin völlig offen. Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet im September statt.

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Bahn wirbt für Geduld und Sorgfalt

(30.05.2017)

Die GNZ berichtet über das achte Treffen des Dialogforums. Den vollständigen Artikel finden Sie beigefügt unter "Downloads".

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Vielzahl von Bahntrassenvarianten weiter in Planung

(28.04.2017)

Gutachten zur Wassergewinnung wirkt sich positiv auf das weitere Planverfahren für Wächtersbach aus
 

Bürgermeister Weiher berichtet aus der letzten Arbeitsgruppensitzung zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens, dass es derzeit keine Reduzierung der Trassenvarianten gibt. Im Gegenteil. Derzeit wird von der Deutschen Bahn geprüft, ob eine achte Variante im weiteren Prozess Beachtung finden kann. Bei dieser Variante handelt es sich um eine sog. Trassengebündelte-Variante, die entlang der Bestandsstrecke verlaufen könnte. Ende dieses Jahres soll die Antragsvariante seitens der Deutschen Bahn bekannt gegeben werden, die sodann in das Raumordnungsverfahren mündet.

 

Die Planungsgemeinschaft Büro Drecker − Froelich & Sporbeck GmbH & Co KG, die in den Planungen mit der Deutschen Bahn eng zusammenarbeitet, gibt bekannt, dass die Lärmberechnungen noch weiter andauern. Bürgermeister Weiher sagt, dass das Schutzgut Mensch an oberster Stelle stehe und alle Varianten für dieses Schutzgut bestmöglich geprüft werden müssen.

 

Sehr positiv ist der Bereich der Trinkwassergewinnung Höhe der Erlenmühle zu bewerten. In den vorherigen Planungen der Bahn sind hierbei die Trassenvarianten V, VI und VII unmittelbar an den Trinkwassergewinnungsanlagen verlaufen. Durch das Wassergutachten des Büros Lotz AG Ingenieure, welches von der Stadt Wächtersbach und Stadtwerke Wächtersbach GmbH beauftragt wurde, konnten die Trassenvarianten in Richtung Nordosten für die weitere Planung verschoben werden um somit eine Gefährdung der Wächtersbacher Trinkwassergewinnung auszuschließen.

 

Weitere Details zur Trassenplanung sind auf der Homepage der Stadt Wächtersbach www.waechtersbach.de; Bahnstreckenausbau zu entnehmen.

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Klare Ablehnung der Variante fünf

(13.03.2017)

Bau- und Planungsausschuss informiert umfassend die Wächtersbacher Bevölkerung über die Planung der Bahntrassen

 

Die Deutsche Bahn plant seit Jahren ein zusätzliches Gleis zwischen Gelnhausen und Fulda. In einem umfassenden und transparenten Verfahren wurde der gesamte Suchraum zwischen Gelnhausen, Fulda und Mottgers hinsichtlich Umwelt – Wasserschutz – Geologie – Flora-Fauna – und vielen weiteren Belangen wie auch Wassergewinnungsgebieten und Heilquellgebieten untersucht.

 

Seit November 2016 kristallisieren sich sieben Trassenvarianten im bezeichneten Suchraum heraus. Sechs von sieben der Varianten betreffen aufgrund der geographischen Lage Wächtersbach in unterschiedlicher Ausprägung. Die augenscheinlich denkbar schlechteste Trasse wäre die Variante fünf. Sie würde relativ nah hinter dem Schloss und Brauereigelände in einen Tunnel münden der zwischen dem Neubaugebiet Köhlersgraben und Hesseldorf, ungefähr über der Sportanlage der SG HWN und dann zu Neudorf und Weilers in einen Tunnel in Richtung Kurgebiet Bad Soden-Salmünster führt.

 

„Bürgermeister Lothar Büttner aus Bad Soden-Salmünster und ich sind uns einig, dass diese Variante die Menschen und Zukunftsfähigkeit der Städte Bad Soden-Salmünster und Wächtersbach mit Abstand am Meisten beeinträchtigen würde.“

Dies machte auch der Bau- und Planungsausschussvorsitzende Harald Krügel in seiner Stellungnahme in der letzten Bau- und Planungsausschusssitzung unmissverständlich klar. „Ich freue mich sehr über die rege Bürgerbeteiligung in Wächtersbach, die ihren Höhepunkt auch in der Unterschriftenaktion gegen den Anfang 2016 offengelegten Bundesverkehrswegeplan gefunden hat.“

 

Eine fundierte juristische Stellungnahme seitens der Stadt liegt ebenso beim Bundesverkehrsministerium vor. Eine sehr gute Entscheidung war, die bisherigen Planungen der deutschen Bahn überprüfen zu lassen. Deswegen haben die Stadtwerke und die Stadt Wächtersbach ein Gutachten über die Folgen der Bahnplanung für die Wächtersbacher Wassergewinnung anfertigen lassen. „Das Gutachten belegt klar, dass die Wassergewinnung insbesondere im Bereich der Quelle Erlenmühle und auch des Schlossbrunnes massiv beeinträchtigt wären, wenn die Variante fünf käme. Die Unterlagen wurden der Bahn überreicht und werden nun nochmal überprüft“, formuliert Bürgermeister Weiher in der Versammlung die Schritte der letzten Wochen und ist von der bisherigen Strategie überzeugt. Wie die Bahn mitteilte, wird derzeit ein Lärmgutachten für die sieben Trassenvarianten erstellt und im Mai sollen in einem weiteren Dialogforum alle Vor- und Nachteile der sieben Trassenvarianten in einer Entscheidungsmatrix der Öffentlichkeit vorgestellt werden, mit dem Ziel bis zum Herbst eine endgültige Variante für das Raumordnungsverfahren vorzuschlagen.

 

„Wir begleiten den Prozess sehr intensiv und empfehlen allen Bürgerinnen und Bürgern, sich auf der Homepage der Stadt Wächtersbach, in der alle relevanten Informationen komfortabel abrufbar sind und vor allem bei den zukünftigen Bau- und Planungsausschusssitzungen, die die Bahnplanung betreffen, sich zu informieren“, sind sich Bau- und Planungsausschussvorsitzender Harald Krügel und Bürgermeister Andreas Weiher in der Vorgehensweise einig.

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Wächtersbacher Parteien laden zum Infoabend „Neue Bahntrassen im Kinzigtal“ ein.

(08.03.2017)

Bau- und Planungsausschuss wird zur „Bürgerinformation“

 

Angesichts der Planung einer zusätzlichen Bahntrasse zwischen Gelnhausen und Fulda sind sich die im Parlament vertreten Parteien einig: keine weitere unzumutbare Belastung der Menschen in Wächtersbach durch die Trassenvariante V.

Diese Trassenvariante bzw. die nordwestliche Umfahrung von Wächtersbach, beeinträchtigt die Innenstadt sowie drei weitere Stadtteile (Hesseldorf, Weilers und Neudorf). Die Trasse ist verbunden mit einem gigantischen Brückenbauwerk über den Hesseldorfer Sportplatz in Richtung Bad Soden-Salmünster und führt zu einer nicht mehr zumutbaren zusätzlichen Belastung der Bevölkerung und zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität. Sechs der zurzeit geprüften sieben Bahngleisvarianten betreffen Wächtersbach.

Aus diesem Grund laden die Fraktionsvorsitzenden bzw. Sprecher der Parteien, Harald Krügel (SPD), Carola Gärtner (CDU), Eva Bonin (Grüne) und Angelika Silberling-Antoni (Die Linke), am 09. März um 20:00 Uhr zu einem Infoabend in die Heinrich-Heldmann-Halle ein. Zeitgleich findet eine Sitzung des Bau- und Planungsausschuss der Stadt Wächtersbach statt. Anlass ist ein Gutachten, das die Stadt Wächtersbach gemeinsam mit den Stadtwerken gemäß Stadtverordnetenbeschluss in Auftrag gegeben hat, um die Auswirkungen der noch in der Planung befindlichen sieben Trassenvarianten auf die Wassergewinnung in Wächtersbach zu untersuchen.

Das Ingenieurbüro Lotz wird an dem Abend das Gutachten dem Ausschuss und allen interessierten Wächtersbacher Bürgerinnen und Bürger vorstellen und erläutern. Anschließend stehen Vertreter des Ingenieurbüros für Fragen zur Verfügung. Um Missverständnissen vorzubeugen sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass das Ingenieurbüro Lotz in die Planung der Trassen nicht involviert ist und lediglich im Auftrag der Stadtwerke und der Stadt Wächtersbach die Auswirkungen der Trassen auf die Wächtersbacher Wassergewinnung untersucht.

Die Konsequenzen aus dem Ergebnis des Gutachtens und damit die Haltung der Stadt Wächtersbach im Planungsverfahren soll an diesem Abend diskutiert werden.

Alle anwesenden Bürgerinnen und Bürger können an diesem Abend auch Fragen zum Stand des Verfahrens und zur weiteren Vorgehensweise stellen. Bürgermeister Andreas Weiher wird sich zum Stand des Verfahrens ebenfalls äußern.

Um sich vorab zu informieren, kann man sich über die Internetseite der Stadt Wächtersbach alle Informationen zum Verlauf des Planungsverfahrens (Protokolle, Präsentationen etc.) ansehen oder sich direkt über die Internetseite der Bahn https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/hanau-wuerzburg-fulda

An dieser Stelle nochmals die Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger Wächtersbachs – nehmen Sie diese Möglichkeit wahr, sich zu informieren – jeder ist herzlich willkommen.

Foto zu Meldung: Wächtersbacher Parteien laden zum Infoabend „Neue Bahntrassen im Kinzigtal“ ein.

Informationsveranstaltung zur Eisenbahn Ausbau-/Neubaustrecke Hanau–Würzburg/Fulda

(03.11.2016)

Die Vorhabenträgerin, DB Netz AG, der Ausbau-/Neubaustrecke Hanau–Würzburg/Fulda hält für den Suchraum nordöstlich von Gelnhausen eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger zum aktuellen Planungsstand ab, da das Wächtersbacher Stadtgebiet durch eine Trassierung tangiert werden könnte.  Die Veranstaltung findet am Montag, dem 14.11.2016, von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr in der Heinrich-Heldmann-Halle statt.

 

Foto: http://www.hanau-wuerzburg-fulda.de

 

Links / Downloads:
Geplante Trassierung:
→ Gesamtprojekt, → Karte

Weitere Informationen zum Projekt der Deutschen Bahn "Ausbau-/Neubaustrecke Hanau–Würzburg/Fulda", insbesondere zur Bürgerbeteilung erhalten Sie unter http://www.hanau-wuerzburg-fulda.de/.

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Bahntrasse Wächtersbach: Nördliche Bahntrasse nicht favorisiert

(02.05.2016)

Bürgermeister Andreas Weiher berichtet aus Dialogforum

 

Sollte die Bahntrasse in dieser Form ausgebaut werden, würde sie die Lebensqualität der Kernstadt, Hesseldorf Weilers und Neudorf drastisch beeinflussen. Deshalb sei es auch wichtig, dass sich so viele Wächtersbacher mit ihrem Einwand an das Bundesverkehrsministerium gerichtet hatten. Über die aktive Bürgerschaft sei er sehr froh.

Verärgert sei der Wächtersbacher Bürgermeister Andreas Weiher jedoch über das Kommunikationsverhalten des Ministeriums – bis dato hätten die Städte und Gemeinden aus dem Ministerium keinerlei Informationen erhalten. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 war einfach im Internet veröffentlicht worden. Entsetzt sei man gewesen, als man die Planung gesichtet hatte und eine solch kurze Widerspruchsfrist für Einwände gewährt wurde; diese mussten bis zum 2. Mai in Berlin im Ministerium eingegangen sein. Da sei ihm nicht viel Zeit geblieben für eine juristisch und fachlich fundierte Stellungnahme. Schon in den ersten Stunden nach dem Aufruf hatten sich zahlreiche Bürger Hilfe suchend an die Rathausverwaltung gewandt. Er wisse von inzwischen mehreren Hundert Einwendungen die ins Ministerium gesendet worden seien.

Am Donnerstag habe ein weiterer Termin des Dialogforums der DB Netz AG stattgefunden. Dort wurde erneut zum Verkehrswegeplan 2030 beraten sowie dessen Realisierung. Dort habe er eine Überraschung erlebt – denn bei der genannten Trasse handele es sich um eine „exemplarische Trassenführung“ die selbst bei der DB Netz AG in dieser Form nicht priorisiert sei. Es handele sich außerdem um eine Variante von weiteren Möglichkeiten, so die Einschätzung von BGM Weiher aus der Sitzung.

Das Dialogforum müsse nun eine Problemlösung finden – es tage zwar nicht öffentlich, aber ergebnisoffen. Dass die Bahnlinie zwischen Hanau-Fulda ein drittes und viertes Gleis benötige, sei klar, jedoch dessen Trassierung bereitet schon seit Jahren Kopfzerbrechen in dem streckenweise sehr engen Kinzigtal. Vor allem im Bereich von Wächtersbach, Bad Soden-Salmünster und vorbei am Stausee in Aal und Steinau fehle der Platz, so sei wohl die Variante nördlich von Wächtersbach ab dem Wirtheimer Berg mit Tunneln und Brücken entstanden. In Bad Soden-Salmünster würde die Trasse sogar das Kurgebiet tangieren, damit besitze diese Trasse bei der DB Netz AG wohl keine Priorität, so BGM Weiher.

Die verschiedenen Trassenvarianten werden in Raumwiderstandsklassen eingeteilt und daraus „die beste Lösung im Suchraum“ heraus gearbeitet. Die Mottgers-Spange liegt südlich und die heiß diskutierte Trasse nördlich von Wächtersbach.

Wichtig sei jedoch wachsam zu bleiben - auch wenn diese Trasse noch nicht in eine konkrete Planung einbezogen sei, war es doch wichtig, dass möglichst viele Einwände bis zum 2.Mai im Bundesverkehrsministerium eingegangen sind, bekräftigte BGM Weiher die Wächtersbacher Aktion. Man bleibe dran am Thema – die Bahntrassenplanung beschäftige die Stadt Wächtersbach ganz gewiss die nächsten Jahre sehr intensiv.

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Neue Eisenbahnlinie

(20.04.2016)

Streckenplanung über Wächtersbach muss verhindert werden

 

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 des Bundesverkehrsministeriums sieht vor, die Bahnanbindung zwischen Fulda und Frankfurt-Rein-Main durch ein weiteres Gleis zu verbessern. Seit Jahren wird über die sogenannte „Mottgers-Spange“ diskutiert. In einem Dialogforum wurden diese Pläne in den letzten beiden Jahren besprochen. Umso mehr zeigt sich Bürgermeister Andreas Weiher verwundert, dass nun das Bundesverkehrsministerium weitere Alternativen aufzeigt, unter anderem eine Strecke über Wächtersbach und Bad-Soden Salmünster. Aus Richtung Gelnhausen kommend, würde  nach diesem Entwurf die Bahnlinie links in einen Tunnel des Wirtheimer Waldes münden, über ein Brückenbauwerk über die Wittgenborner Straße führen, so dann in einen weiteren Tunnel durch den Hesseldorfer Berg rücken, und dann zwischen Hesseldorf über die Kinzig-Aue zwischen Neudorf und Weilers mit einem gigantischen Brückenbauwerk in einen nächsten Tunnel  im Bereich des Salmünsterer Waldes führen.

Möglicherweise gelte es aber auch nur, weitere konfliktträchtige Alternativen zur „Mottgersspange“ aufzuzeigen, um deren „Alternativlosigkeit“ aufzuzeigen. Denn die nun vorgelegte Variante sei offensichtlich zu bebauungsnah und damit in allen Belangen maximal konfliktträchtig. Zudem sind  die Fachleute von Pro Bahn sicher, dass diese gewählte Trassierung nicht das verkehrliche Ziel einer sogenannten stabilen Kantenfahrzeit von 30 Minuten zwischen Fulda und Hanau im Rahmen des integralen Deutschlandtaktes erreichen kann. Bürgermeister Andreas Weiher wird gemeinsam  mit dem Magistrat in einem ersten Schritt eine eindeutig ablehnende Stellungnahme zu dieser Alternativplanung formulieren so wie alle Parteien der Stadtverordnetenversammlung umfangreich dazu informieren. Hier gilt es über Parteigrenzen hinweg gemeinsam und frühzeitig Flagge zu zeigen, um diese Streckenplanung zu verhindern.

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